Verbandsbaurt K der ÖBB

Durch puren Zufall bin ich jetzt über Fotos gestolpert, die ich vor etwas über 10 Jahren (1. Mai 2009) einmal während eines Waggon-Umbaus gemacht hatte – damals für einen kurzen Bericht in einem Modellbahnforum (und für mich selber … damit ich etwa 10 Jahre danach noch in etwa weiß, wie ich das damals gemacht habe).

Aufgrund dieses runden Geburtstages – Kinder, wie die Zeit vergeht! – und der Tatsache, dass der Umbau auch heute wohl noch so angesagt wäre, weil es weder das entstandene Modell von einem Hersteller gibt, noch die beiden Ausgangsmodelle in einer neueren – meist heißt es dann „zeitgemäßeren“ – Ausführung, gibt es hier noch einen kleinen „Nachschuss“quasi als nachträgliches Geburtstagspräsent.

Ausgangspunkt ist ein Klappdeckelwagen nach preußischen  Musterzeichnungen, wie er nach dem 2. Weltkrieg auch in Österreich zu finden war – ich habe einen Wagen der ÖBB gebaut; DB (mit einem K 06) geht natürlich ebenso, andere europäische Bahnverwaltungen vermutlich auch. Diesen liefert Fleischmann und wir benötigen den Wagenkasten.

Zweiter Ausgangspunkt ist das Fahrwerk eines O 11 von Märklin – also Verbandsbauart (und mit den kleinen Fehlern behaftet, die bei der Verwendung eines solchen Fahrwerks von Märklin halt einzugehen sind … als Ganzes zu hochbeinig und bei den Wagen mit Bremserhaus- und Bühne stimmt der Achsstand nicht so ganz).

In Kürze, was zu tun ist … oder was ich tat:

  • Eine Stirnwand des Wagenkastens muss von allen „Anbauteilen“ (Profile, Tritte, …) befreit werden. Das ist natürlich die auf der Seite, an der hinterher das Bremserhaus sein wird (wenn es nur eine Bremserbühne ist, muss man sich hier alles mal genauer anschauen …).
  • Wagenkasten und Fahrwerk müssen zueinander passen – das bedeutet ein paar Feilenstriche am Märklin-Fahrwerk
  • Das Fahrwerk bekommt neue Tritte (Weinert bzw. aus PS) und Griffe (0,3mm Messingdraht) sowie einen Bremsumsteller (Weinert).
  • Der Wagenkasten bekommt neue Griffe und „Ösen“ (0,3mm Messingdraht) – auch da, wo vorher von Fleischmann nur welche angedeutet waren (etwa an den Klappen) -, Schlussscheibenhalter (Weinert, „gekröpft“ montiert) und Zettelkästen (Gassner). Die Strebe mittig unter der Tür wird aus PS ergänzt, ebenso die dreieckigen Versteifungen an den Seiten unter der Tür, die einige der Wagen bekommen haben.
  • Eigentlich müssten die sechs Klappdeckel noch eine quadratische Mittelfläche bekommen – wie man das sauber und ohne mentale Schäden hinbekommen soll, war (und ist!) mir aber nicht klar. Deswegen haben ich sie so gelassen, wie sie sind – man sieht den Unterschied kaum …
  • Das Fahrwerk mit Bremserhaus stammte bei mir von einem DB-Wagen, weswegen es noch in RAL 8016 passend für einen Wagen der ÖBB lackiert werden musste. Eine passende Beschriftung mit individueller Wagennummer ist etwa von Fedes zu bekommen. Die Bremsecken müssen dann noch korrigiert werden … da gehören dann zwei weiße Streifchen hin! Beides sieht man erst im Bild 5 unten.
Bild 1: Der K mit noch nicht lackierten An-/Umbauteilen von der Seite …
Bild 2: … und von schräg oben (wo natürlich gerade die „Ösen“ an den Klappdeckeln ihre Wirkung zeigen …
Bild 3: … speziell im Vergleich zu den beim Originalmodell (links) nur angedeuteten Teilen
Bild 4: Und noch ein Vergleich der Stirnwände – hier sieht man speziell, dass Fleischmann die Tritte an den falschen Stellen angebracht hat (beim Umbau nimmt man die Positionen aus dem „Carstens“)

Ja … das ist alles an mehr als einem Abend entstanden … es war auch mehr als ein Wochenende (vor allem das Biegen der Griffe und „Ösen“ ist eine elende Fummelei). Man sollte die Sachen erst einmal zur Seite legen und an einem anderen Tag weitermachen, ehe man in einen Trott verfällt und den Wagen verpfuscht …

Bild 5: Schließlich ist ein „Unikat“ entstanden – wie oben zu lesen mit ganz kleinen Schwächen, die aber so gut wie gar nicht auffallen (m eine Meinung)

Bild 5 zeigt dann das Foto, das die Wagenkarte des K ziert, wenn er bei FREMO-Treffen unterwegs ist.

Ein wenig (oder ein wenig mehr …) Alterung wäre freilich noch eine gute Sache …

Zwischendrin … noch ein „Dreitönnerchen“

Bild 1: Mal wieder so ein „Dreitönnerchen“ …

Und wieder nur ganz kurz … ein Dreitonner aus einem der Herpa Minitanks-Lkw. Diesmal mit einer neuen Pritsche von einem anderen Lkw und ein paar Verfeinerungen.

Mehr nicht … echt nicht.

Und auch der geht quasi wieder als Tauschobjekt zu einem FREMO-Kollegen.

Zwischendrin an der Schönauer Schleppbahn – Endspurt

Nach längerem Unkraut-Zupfen im Weingarten am Stefaniberg (siehe auch hier) geht es nun in den Endspurt. Letzte Kleinigkeiten werden hergerichtet und auf der Straße fahren nun auch Autos …

Bild 1: Bahn- und Straßenverkehr am Stefaniberg

Neben dem schon neulich kurz in’s Bild gerumpelten ÖAF mit Liesinger Bier musste dann noch ein NSU Prinz ein paar Überarbeitungen (Inneneinrichtung farblich überarbeitet, Fahrerfigur, neues Lenkrad, Lack ausgebleicht und verdreckt) über sich ergehen lassen. Keine Ahnung, ob es wirklich so viele davon in Österreich gab, aber das erste Auto meines Vaters war ein Prinz, von dem er immer noch schwärmt … folglich ein Muss, nachdem das Modell in H0 erschien.

Kenner der Materie sehen im Bild 1 natürlich, dass ich geschummelt habe … aber das fertige Modul mit dem Christophorus-Hof macht sich auch als Hintergrund für Fotos am Stefaniberg recht gut.

Ein wenig Geduld noch … dann kommen noch ein paar Fotos vom Stefaniberg. Und dann sogar in Farbe!

Zwischendrin an der Schönauer Schleppbahn – Hol‘ mir mal ’ne Flasche Bier …

In der Zwischendrin-Kategorie heute mal ein Lebenszeichen von der Schönauer Schleppbahn. Diesmal keine langen Umbaubeschreibungen oder so … kurz und knapp.

Bild 1: Ein ÖAF 2 D 50 mit eiliger Ladung

Ein „Quasi-Vorbild“ meiner Schönauer Schleppbahn ist ja die leider nicht mehr existierende Schleppbahn in Wien Liesing. Hier gab es – allerdings nicht an der Schleppbahn – eine Brauerei … und da musste ich natürlich zugreifen, als ich einen Lieferwagen „Liesinger Bier“ von Brekina fand.

So ganz überzeugt hat mich die Marken-Wahl von Brekina – es ist ein Borgward – nicht (wobei ich als Nicht-Kenner nicht ausschließen will, dass tatsächlich ein Borgward das kühle Blonde aus Liesing an den Mann und die Frau gebracht hat). Außerdem fahren gefühlt auf allen Anlagen der Epoche III solche Borgward, Opel Blitz, … als Getränkepritsche herum.

Als dann von ACC bzw. Roco ein ÖAF Schnell-Laster der österreichischen Post angekündigt wurde, kam die Idee … die „Liesinger“-Pritsche auf den ÖAF … das muss doch passen? Naja … mit viel Anpassen, Ergänzen und einer guten Portion Nerven passt es auch. Eine Alterung und Beladung mit Bierkisten von Weinert später ist er nun fertig. Mir gefällt er … und solange keiner sagte, dass so ein ÖAF niemals mit Liesinger Bier unterwegs war …

Bild 2: Noch etwas näher und in Farbe … falls sich eventuell doch noch jemand am Nachbau versuchen will …

Ein großes Glück war hier – da bin ich schon bei einigen der von Starline produzierten Lkw oder Busse gescheitert (bisher) -, dass nach einem kurzen „Hebelversuch“ tatsächlich das Fahrerhaus vom Fahrwerk (das beinhaltet als Bauteil im Modell auch die schwarzen Kotflügel) „sprang“. Hier gibt es bei Starline-Modell anscheinend mehrere Zapfen, die besser oder schlechter verklebt sind. Im Fall des ÖAF ist es wohl ein Zapfen unter der Motorhaube, der bei mir schnell den Geist aufgegeben hat.

Stefaniberg (7) – Schmalspur? Schmalspur!

Aus vorherigen Beiträgen war ja schon zu erahnen, dass am Stefaniberg irgendwo ein Traktor seiner Arbeit nachgehen soll. In diesem Fall war es das Modell (MO-Miniatur) eines Eicher Puma – ein Schmalspurtraktor, der im Wein- und Obstbau zur Anwendung kam – das mir irgendwann in’s Auge gesprungen war.

Aber was tat ein Weinbauer – noch dazu einer, der um 1960 einen Schmalspur-Traktor für die Arbeit im Weingarten besessen hätte – im Spätsommer denn so im Weingarten mit seinem Traktor? „Mechanische Unkrautvernichtung“ war die Antwort von Kundigen … in den Reihen zwischen den Weinstöcken hätte unser Bauer am Stefaniberg dann und wann das Unkraut entfernt. Beim Sichten, was es da geeignetes an „Werkzeug“ im Modell gibt, bin ich dann bei der Zick-Zack-Egge von Weinert gelandet. Die ist sehr fein, leicht zu bauen … nur ist sie zu breit. Eben möglichst breit, damit man auf dem Acker schneller fertig ist mit der Arbeit. Wenn aber rechts und links Weinstöcke im Weg sind, geht das so nicht …


Bild 1: Der Puma mit der Zick-Zack-Egge … ja, das Hinterrad „schwebt“ etwas über dem ebenen Untergrund

Bild 2: Die „Aufhängung“ der Egge entstand aus PS- und Messing-Profilen

Also wurde von der Weinert-Egge nur das mittlere Drittel verwendet – mal sehen, was mit dem linken und dem rechten noch passiert …

Nun braucht die Egge aber eine „Aufhängung“ – sie soll ja bei Fahrt auf Straßen und Wegen hochgezogen werden können, um selbige und sich selbst nicht zu beschädigen, bei Fahrt über das Unkraut im Weingarten am Stefaniberg aber durch den Boden eggen, um dort das Unkraut herauszuziehen.

Diese Aufhängung ist mehr oder weniger „frei Schnauze“ aus Polystyrol- und Messing-Profilen entstanden. Beim Vorbild hängt die Egge dann mit Ketten an diesem Gestell … so zierliche Ketten kenne ich im Modell aber nicht. Also „spielen“ vier hochgebogene Messingzapfen (wo dieses Drittel der Egge normalerweise mit dem linken und dem rechten Nachbarn verbunden ist) Ketten – mit Rost und Dreck erkennt man nicht wirklich, ob es nun eine Kette ist oder nicht – aber es ist fein (und ohne erhöhtes Fluchaufkommen an der „Aufhängung“ zu befestigen)!

„Aufhängung“ mit Egge unten dran werden dann mit der Ackerschiene verbunden. Hier muss man vorher ein wenig schauen, wie man mit den Höhen klar kommt. Die Bilder 1 und 2 zeigen, dass die Zinken der Egge tiefer sind als der Traktor, so dass auf der ebenen Fläche die Hinterräder des Eicher Puma in der Luft stehen. Bei der Arbeit sollen sie aber natürlich tief im Boden sein und dort das Unkraut erwischen … passt also. In Bild 3 sieht man das Gespann nun bei der Arbeit … ich denke, da passt die „Tiefe“ der Egge schon ganz gut.


Bild 3: Egge in Aktion

Der Eicher Puma selbst ist ein ganz feines Teil … einzig der sehr dominante „Überrollbügel“ in rassigem Rot störte m.E. irgendwie den Eindruck. Da unser Weinbauer eher nicht in steilen Weingärten unterwegs ist (der Stefaniberg ist ja so gesehen auch eher ein Hügel …), hat er den eben abgebaut. Außerdem hat er passende „Nummerntaferl“ vorn und hinten montiert.

Ansonsten brauchen natürlich Traktor und Anhang Alterung, Dreck und Ackererde … hier kamen wieder Farben von Vallejo und diverse Pigmente zur Anwendung. Abschließend muss natürlich auch noch irgendwer auf dem Traktor sitzen und diesen fahren … ein „weißes Preiserlein“ entpuppte sich als von der Pose recht passend. Allerdings hatte ich dabei einen Feuerwehrmann mit passendem Helm erwischt. Während die Uniform dank Farbe zu passenden „Ackerklamotten“ mutierte, wurde der Helm so beschnitzt, dass er eher wie eine Mütze aussieht.


Bild 4: Viel Unkraut am Stefaniberg …

Als ich den Boden für den Weingarten angelegt habe, hatte ich natürlich schon im Hinterkopf, was der Traktor dort wie mit der Egge tun soll. Also wurde dort, wo der Traktor schon geeggt hat, natürlich nicht begrast. Im Gegenteil: Dort landete noch etwas gröbere Erde und anschließend etwas Unkraut aus feinem Flock von Heki und einfach „hingerieselten“ Grashalmen von MiniNatur – eben das, was beim Eggen von den Zinken so hochgerissen wird und nun auf dem Erdboden liegt.

Gräf & Stift LVT-9 F/7 (1)

Wie schrieb ich vor einer knappen Stunde (siehe letzten Eintrag): „… wenn nichts dazwischen kommt …“.

Da fällt mir ein, dass doch da auch noch ein paar andere Fotos auf der Festplatte herumgammeln … das muss ja nicht sein. Also schnell mal hochgeladen und hier verlinkt. Passt!

Vor ein paar Wochen fand in Wien Inzersdorf die jährliche Hausmesse der Kleinserienhersteller statt. In den letzten Jahren irgendwie immer weniger interessant, weil auch immer weniger lohnenswerte Aussteller kommen, aber einer kommt doch immer und hat wirklich tolle Sachen dabei: JFK.

Ok, ich kaufe ja nicht immer – geht ja gar nicht -, aber dieses Jahr kam ich nicht an einem Lkw von Gräf&Stift vorbei – ein ehemaliger Kraftfahrzeughersteller in Wien.

Mitgekommen ist dann ein grüner Pritsche/Plane-Laster, wie im Bild 1 zu sehen.

Bild 1: Der Gräft & Stift von JFK mit Pritsche/Plane

Schon beim Betrachten grübelte ich herum. Ich gestehe: Ich mag ja Doppelkabinen irgendwie. Mag daran liegen, dass diese Variante in Realistät und Modell immer selten und exotisch wirkt. Aber ja … da kam das Grübeln: Ein Pritsche/Plane-Laster … mit Doppelkabine? Warum?

Doppelkabine … das heißt ja in der Regel, dass man mit dem Lkw neben dem eigentlichen Ladegut mehr Personal als sonst transportieren möchte (sehen wir mal ab von bekannten Sattelzugmaschinen mit Doppelkabine vor Tankaufliegern, bei denen der zusätzliche Stauraum wohl für den Transport diverser Öle zu den Tankstellen genutzt wurde).

Neben der auch von JFK realisierten Variante eines Feuerwehrfahrzeugs (wollte ich aber nicht, war auch nicht (mehr) zu haben), fallen mir spontan Fahrzeuge vom Bau oder dem Militär ein. Ersteres wohl noch spannend an der Schleppbahn, Zweiteres nicht unbedingt.

Dann fiel mir ein, dass in meiner Kindheit noch zahlreiche „Möbellaster“ mit Doppelkabinen herumkurvten – ok, ich gestehe … meistens mit speziellen Aufbauten bis über eben jene Doppelkabine. Aber für Übersiedlungen (zu Deutsch: Umzüge) braucht man halt auch Leute, die die diversen Kisten/Kartons oder Möbelstücke tragen …

Aber es hätte ja sein können, dass ein ganz normaler Kofferaufbau  …

Bild 2: Erste Probe mit neuem Koffer

In der Bastelkiste zuhause fand sich noch ein Brekina-Lkw mit einem Nivea-Koffer. Also flugs mal demontiert an beiden Lkw (der JFK ist zwar geklebt, aber die Pritsche ließ sich recht schnell abhebeln) und den Kofferaufbau auf den Gräf & Stift drauf … gar nicht so übel!

Bild 2 zeigt aber auch, dass die am Fahrgestell des Gräf & Stift angebauten Teile mit dem Koffer bzw. seinen tiefen Schürzen nicht so ganz zusammenpassen.

Bild 3: Im Vergleich zu Bild 2 passt es nun doch erheblich besser …

Nach noch etwas Grübeln habe ich am Fahrgestell des Gräf & Stift alle Anbauteile abgeschnitten. Man muss hier ein wenig vorsichtig sein, weil alles aus Resin ist. Aber machbar … Ebenso muss man hinten am Fahrgestell ein wenig kürzen (inklusive der hinteren Stoßstange samt Anhängerkupplung).

Der Kofferaufbau von Brekina muss zwischen den Freiräumen für die Kotflügel (selbige bleiben am Brekina-Lkw – so der Plan) und Räder noch etwas bearbeitet werden, dann kann die zweite „Anprobe“ erfolgen.

Bild 4: Auch von hinten … eigentlich ein schicker Laster, oder?

Jetzt passt der Aufbau schon fast so auf das Fahrgestell, als hätte man ihn dafür gemacht. Bei den Kotflügeln spekuliere ich darauf, dass der noch zu sehende, breite Spalt verschwindet, wenn der Kofferaufbau fest mit dem Fahrgestell verklebt wird.

Bild 5: Hier erkennt man – zumindest teilweise -, wo überall herumgeschnitten wurde

Die vom Fahrgestell abgeschnittenen Teile hebe ich derweil noch auf. Eventuell kommen die dann – ganz oder teilweise – wieder unter den Aufbau (wenn man sie denn sieht hinter/unter den Schürzen).

Nun schrieb ich aber oben von einem Lkw, der Möbel herumfahren soll. Da steht doch aber noch Nivea dran … passt also nicht ganz.

Bild 6: Innerhalb recht kurzer Zeit ein ganz anderer …

Den Koffer habe ich daher mit ganz feinen „Schmirgelschwämmchen“ (sowas findet man in diversen Online-Shops günstig in größeren Mengen in der Kategorie „Beauty“) bearbeitet, dann mit einem hellgrauen „Primer“ aus der Sprühdose überzogen.

Bild 7: An einer entsprechenden Beschriftung des Koffers wird – zumindest im Kopf – schon gearbeitet

Neben einer neuen Beschriftung für den neuen Zweck müssen auch an der Fahrerkabine noch einige Dinge passieren:

  • Scheibenwischer
  • Rückspiegel
  • Fahrer, Beifahrer, … eben Leute, die die Doppelkabine füllen
  • die Scheiben könnten schöner aussehen …

Kein Durchhänger beim Anhänger

Vor einiger Zeit – hier nachzulesen – hat ja der Maier-Bauer einen neuen (alten) Anhänger bekommen.

Inzwischen hat er sich redlich bemüht, seinen Steyr-Traktor in einen zum Anhänger passenden Zustand zu bringen – er hat seine Frau fahren lassen 😆 Die Maier-Mitzi hat dann auch gleich mal für ein paar Rostflecken und Dreck gesorgt, noch dazu musste der vordere, linke Kotflügel getauscht werden, nachdem sie den ursprünglichen etwas zu sehr am Torpfosten deformiert hatte …

Bild 1: Fleissig, die Maier-Mitzi … bei der Sommerhitze muss hier und da einmal frisches Wasser hingebracht werden

Erster Teil der Um- und Weiterbauten war aber der Anhänger. Einfach nur leer umherfahren … ne, das ist langweilig. Die schöne, fertige Strohladung passt nicht in der Breite … und dann eine Hitzewelle nach der anderen. Da kommt man dann darauf, dass im Sommer die Bauern eventuell auch mal Vieh und Pflanzen mit frischem Wasser versorgen müssen. Also bekam der Anhänger einen (nach einiger Pinselei) alten Wassertank auf die Ladefläche (im Bild 2 sieht man auch, dass es sogar einen Schlauch gibt).

Oh ja … und ein Kennzeichen wurde nun auch angeschraubt …

Bild 2: Ein paar Worte mit dem Nachbarn wechseln … dafür muss Zeit sein!

Der Steyr-Traktor ist dann eine andere Baustelle. Klar: Wenn der fahren soll, muss wer darauf sitzen. Die Mitzi halt.

Hier haben aber Dr. Preiser (bei der Geburt der Mitzi) und Mo-Miniatur (bei der Schöpfung des wirklich tollen Modells) nicht ganz zusammengearbeitet. Nach dem (gewaltsamen) Abbau des Lenkrades und einigem Quitschen der Mitzi (sie ist an den Beinen und Füßen offensichtlich sehr kitzelig … und beides musste ich ihr ein wenig verbiegen) kann sie aber nun in ihrem Arbeitsgewand (das zum Teil aus 2K-Knetmasse entstand, ein Kopftuch aus Cinefoil brachte auch wieder dieses wunderbare Material in’s Spiel) am Traktor sitzen. Sie beugt sich dabei aber sehr nach vorne, weswegen flugs noch ein Gesprächspartner am Straßenrand präsentiert wird – die Gelegenheit, noch ein paar Autos hinter und neben (Einmündung der Nebenstrasse) dem Gespann zu platzieren, ist ja auch ganz nett … Die Autofahrer werden sich wohl eher bei der Mitzi bedanken, weil’s wieder herumtratscht!

Ihr Bub, der Franzi, wollte auch unbedingt mitfahren und hockt auf dem Sitz am Kotflügel. Ihm scheint’s Spaß zu machen. Er war auch kooperativer beim Hinbiegen der Gließmaße 😉

Ansonsten kamen beim Steyr noch einige Farben und Pülverchen zum Einsatz … und – gaaanz wichtig für die Mitzi! – die burgenländischen Kennzeichen mussten weg!

Dann kam der Augenblick, an dem ich Trecker und Anhänger mal so richtig zusammengestellt habe … Auweia! Der Steyr hatte das Kupplungsmaul so weit unten montiert, dass die Deichsel des Anhängers über seine Ackerschiene schliff … geht gar nicht. Etwas weiter oben gab es aber noch etwas, was wie die Aufnahme einer Kupplung aussah – also schnell umgebaut … und passt!

So hält sie also nun den Verkehr auf, die gute Mitzi … und wer weiß, vielleicht tratsch sie gerade über den „Rumpelnden Hamburger„!

Der Maier-Bauer dankt an dieser Stelle aber nochmal dem Toni ganz lieb für den Anhänger!

Tempo-Dreirad (1) – es spukt an der Schönauer Schleppbahn

Es spukt an der Schönauer Schleppbahn!

In den letzten Tagen kommt es immer öfter zu Berichten, dass es spukt an der Schönauer Schleppbahn. Immer in den Abendstunden sehen Menschen wie Du und ich eine leicht schimmernde, fast durchsichtige Erscheinung über die alten Kopfsteinpflasterstraßen fahren!

In Analogie zum „Fliegenden Holländer“ haben die Anwohner dem Spuk den Namen  „Rumpelnder Hamburger“ gegeben und sprechen nur noch leise und an gut beleuchteten Orten davon …

Erst gestern kam eine aufgelöste und kreischende Lisa in den Christophorus-Hof gelaufen und konnte nur unter größter Mühe dazu gebracht werden, langsam und verständlich zu erzählen, dass er gerade eben wieder vor dem Haus über die Schienen gerumpelt kam … der „Rumpelnde Hamburger“ …

Bild 1: Lisa steht wie versteinert an der Eisenbahnkreuzung … der „Rumpelnde Hamburger“ ist wieder unterwegs!

Soweit zu dem, was man weiß … oder zu wissen glaubt. Vielleicht wäre das ja was für die Presse? Oder doch nur fake news im Sommerloch?

Andere sehen hier einen 3D-Druck eines Tempo-Dreirads mit Doppelkabine. Den habe ich beim Stöbern im Shapeways-Shop entdeckt und interessehalber mal bestellt.

Nun ja … als ich die drei Einzelteile mal eben zusammengesteckt hatte (sehr passgenau … hält schon so prima zusammen!), kam mir die Idee, ein wenig bei den kleinen Preiserlein herumzuspuken …

Bild 2: Einmal ohne „störenden Hintergrund“ – die zusammengesteckten Teile des Tempo-Dreirades

Das Dreirad besteht aus drei Teilen: Kabine, Pritsche mit Plane und Unterteil, auf das die beiden anderen Teile passgenau und schon recht haltbar aufgesteckt werden können. Ich habe das Ganze in „Smoothest Fine Detail Plastic“ gedruckt und (ohne Porto) 26,95€ dafür bezahlt. Gut, das ist nicht wenig, aber man bekommt sehr fein gedruckte Teile einer Variante, die so m.W. nicht von einem anderen Hersteller in H0 zu bekommen ist. Die immer als Nachteil der 3D-Technik hervorgekramte sichtbare Schichtung ist mir bisher jedenfalls nicht aufgefallen … mal sehen, wie das Teilchen dann aussieht, wenn es mal grundiert ist.

Bild 3: So kommt das Dreirad per Post … drei Teile in einem Klarsichtbeutel

Wie in den diversen Berichten über 3D-Drucke zu lesen, möchte ich das Modell jetzt erst einmal auslüften lassen … es darf dabei auch gerne noch hier und da entlang der Schleppbahn auftauchen und Angst und Schrecken verbreiten 😉

Dann wird es wohl eine graue Grundierung und Farbe per Pinsel geben. Scheibenwischer und Außenspiegel müssen wohl auch noch irgendwie angebracht werden und ich muss mir Gedanken machen, wie ich es verglase … es bleibt spannend … äh … gruselig natürlich! 😆

Stefaniberg (3) – der Hänger

Nach einer längeren Pause (zwecks Sommerurlaub) soll es nun einmal wieder etwas weitergehen … „etwas“ wohlgemerkt, denn wirklich viel gibt es nicht zu berichten.

Es haben inzwischen erste Bäume bzw. Büsche am Stefaniberg ihren Platz eingenommen – eine Straßenlampe hat es ihnen nachgemacht. Selbige kommt von Beli-Beco und hat im Nachhinein nur zwei Isolatoren (an der Schleppbahn werden die Straßenlampen großteils noch über Freileitungen mit Strom versorgt) bekommen und der an der Rückseite des Mastes befindliche Schlitz wurde verspachtelt. Klar … dann kam noch etwas Farbe drauf.

Ja, ähnliche Lampen gab es auch mal beim Kotol (Kluba?) und die waren ein ganzes Stück billiger … aaaber: Es waren Glühlampen verbaut, es gibt sie nicht mehr und bisher sind die guten Stücke auch nicht wieder mit LED im Programm zu finden … derzeit also keine Alternative.

Bild 1: Der Maier-Bauer hat gleich mal den Steyr angespannt und eine Spritztour mit dem neuen Hänger gemacht (ts, ts, ts … ohne Nummernschild!)

Etwas Neues ist aber doch zu sehen … aber hier war ich nicht tätig. Ein guter Freund – der Toni – kam so mir-nix-Dir-nix, plötzlich und unerwartet mit einem von ihm gebauten Anhänger vorbei.

Er hat sich viele Male entschuldigt, dass der beim Verpacken wohl etwas an den Bordwänden gelitten hatte, aber bei so einem alten Gefährt finde ich es nicht unpassend, wenn da von der einen oder anderen Ladung über die Jahre auch mal was schief oder verzogen ist.

Bild 2: Ein wohl seltener Blick – der Anhänger von unten -, den der Erbauer des Modells auch hatte und so alles ganz genau anschauen und vermessen konnte.

Extra für Euch hat der Maier-Bauer den Anhänger mal auf die Seite gelegt … so sieht man nämlich ganz genau, was an Details auch im Fahrwerkbereich ganz genau nachgebildet ist.

Ich bin begeistert, der Maier-Bauer ist es auch … Danke, Toni!

Jetzt muss ich mal den Steyr des Maier-Bauern auch etwas altern und verdrecken und dann einen schönen Platz für das Gespann suchen!

Der Dienstwagen SSB 52 – ein Pwgi

Schon längere Zeit hat die Leitung der Schönauer Schleppbahn sich von Vorschlägen bis zu Beschwerden anhören müssen: Das Verschubpersonal der Schleppbahn braucht endlich einen Dienstwagen!

Darin könnte man in aller Ruhe den Papierkram erledigen – auch während der Zug rollt -, es wäre nicht mehr so proppevoll auf der Lok und man könnte zwischendrin mal einen heißen Tee oder Kaffee kochen … inklusive einer wettergeschützen Möglichkeit, selbige Heißgetränke geschützt zu trinken bzw. zusammen mit der Jause zu verspeisen.

Die Leitung der Schleppbahn ist nun keineswegs als unmenschlich verschrien, aber als sparsam allemal … geht halt nicht anders. Ergo hielt sie ein wenig Ausschau und fand alsbald die Möglichkeit, aus dem Steierischen einen Dienstwagen günstig kaufen und auf die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können.

Und da ist er nun unterwegs auf der Schleppbahn … der Pwgi SSB 52 …

Bild 1: „Fetzen-Karl“ kommt mit ein paar Güterwagen aus der Schleppbahn gefahren – direkt hinter der Lok rollt Pwgi SSB 52

Rein modellbahnerisch ist der Wagen ein Zufallsprodukt – der Ausgangswagen lag schon länger hier herum und sollte nun zum diesjährigen FREMO Localbahntreffen endlich mal angegangen werden … dort hätte die Schleppbahn nach ersten Planungen ein ganzes Stück auf Staatsbahngleisen fahren sollen, um Wagen zu übergeben bzw. abzuholen (die Idee ist inzwischen wieder vom Tisch, aber der Wagen war angefangen … also ging’s auch mal weiter). Das alles spielte den Verschiebern der Schleppbahn natürlich als weiteres Argument in die Hände 😉

Der Wagen ist von der Firma „Signalmeister“ aus Graz und eigentlich eine Nachbildung eines GKB-Gepäckwagens. Das schränkt aber natürlich den Einsatz bei der Schleppbahn nicht wirklich ein.

Ob der Wagen sein Geld wert ist, muss jeder für sich entscheiden … er ist sicher kein Hochpräzisionsmodell und hat vor allem im Fahrwerksbereich Schwächen, aber anderswo gibt es den Wagen gar nicht, als Kleinserienmodell könnte er wohl auch noch einiges teurer sein und Wagenkasten und Inneneinrichtung sind wirklich nett gemacht.

RP25-Radsätze für das Fahrwerk kamen nach Mailkontakt von Luck … es gibt keine Spitzen- oder Zapfenlager, die Radsätze rollen in passenden, U-förmigen Halterungen am Fahrwerk und die Lager usw. sind einfach „davorgebaut“ (und nebenbei sehr empfindlich). Außerdem mussten die Radsätze kleiner sein … mit den Originalradsätzen war die „Laube“ schon sehr hochbeinig und überpufferte jeden Nachbarwagen problemlos …

Da der Wagen auch „untenrum“ eher sparsam ist, bekam er zuerst mal einen Batteriekasten mit passenden Halterungen und unter der Toilette ein Fallrohr. Eventuell werde ich mich da noch ein wenig weiter austoben, damit’s weniger „nackig“ wirkt. Dass der Wagen keine Nachbildungen einer Bremsanlage besitzt, ist auch noch etwas, was geändert gehört, wie ich meine.

„Obenrum“ gab es ein paar freistehende Griffe und einen Abzug für den Ofen im Wagen (damit das mit Kaffee und Tee auch wirklich klappt …), dazu eine neue Lackierung, eine neue Beschriftung (die irgendwie „steif“ war und so leider aus der Nähe betrachtet doch recht gut als solche zu erkennen ist) und etwas Alterung. Ganz fertig bin ich hier noch nicht, aber für den Einsatz beim FREMO-Treffen reicht es wohl so für den Anfang.