Am vergangenen Wochenende fand zum nunmehr zehnten Mal ein Localbahntreffen des FREMO in Schönau an der Triesting statt. Damit hätte beim ersten Treffen 2014 – oder vorher bei dessen Vorbereitung – wohl keiner der Mitwirkenden gerechnet.
Wie bereits vorher sieben Male waren wir wieder „Gäste“ in der Ortszentrum-Halle (in zwei Jahren mussten wir in die Turnhalle der Volksschule ausweichen). Das Schöne war, dass es nicht nur das zehnte Treffen war, sondern wir diesmal auch Verstärkung durch die Schmalspurbahner bekommen haben, die den zur Verfügung stehenden Raum bestens ausgefüllt hatten. Eine – wie ich finde – gelungene Kombination. So wurde bei der Normalspur ein Endbahnhof im Arrangement ersetzt durch eine Übergabe zur Schmalspur, und die normalspurigen Güterwagen konnten aus Rollwagen den weiteren Weg zu ihren Zielen zurücklegen (und es gab klarer weise auch Schmalspurzüge ohne Rollwagen).
Hier nun meine Bilder vom Treffen … wenn auch viel von meinem „Einsatzort“ an der Schönauer Schleppbahn dabei ist, kann man doch das Eine oder Andere auch von anderen Gegenden des Arrangements entdecken. Und alle anderen Teilnehmer sind natürlich aufgerufen, ihre veröffentlichen Fotogalerien oder Filme hier verlinken zu lassen … mache ich natürlich gerne!
Und wieder gilt es, ein leere Halle – anfänglich standen dort nur 22 Tische, die die Gemeinde-Mitarbeiter für uns aufgebaut hatten – mit Modulen zu füllen … am Donnerstag beginnt ein scheinbares Chaos
Die Module werden zuerst grob „sortiert“ – also dort hingestellt, wo sie später in etwas benötigt und in das Arrangement eingebaut werden
Manchmal braucht man einen Plan, um sich zurecht zu finden
Dieses Mal das erste Mal dabei: Eine schmalspurige Strecke in H0e
Langsam werden die Module untereinander verschraubt … das Arrangement wächst
Ein wenig heikel ist es immer, die Türen zu „treffen“ – vor allem muss man ja neben den Modulen auch noch gehen können
Einrichten der Module für einen sauberen Gleisübergang von einem zum anderen Modul
Wir haben „getroffen“! Durch eine Tür hinaus in das Foyer der Halle, durch die andere wieder zurück in die Halle … puhhh!
Ein Panorama vom fertigen Aufbau
Die magischen Worte, auf die alle Warten, sind gefallen: „Uhr läuft!“
Konzentriert beginnt der Betrieb – speziell Bierbaum ist als Abzweigbahnhof immer eine Herausforderung (ok, diesmal war es auch St. Nikolai, weil durch ein kaputtes Netzteil anfangs weite Teile der Bahnhofssteuerung und damit der ganze Bahnhof ebenfalls nicht mehr funhktionierten)
Die Schönauer Schleppbahn bringt schon in der Früh leere Wagen der FS vom Großmarkt zur Übergabe in Piestingau
Fast die komplette Milch war für die Wiener Molkerei bestimmt – am Morgen laufen die Wagen mit vollen Milchtanks in den gegenüber Bezirksgüterzügen schnelleren Personenzügen in die große Stadt
Manchmal landet man „Glückstreffer“ … wie hier mit zwei optisch sehr gut zusammenpassenden Modulen – die Wiesen mit den weißen Blüten sind ein eigenes Modul, dahinter (mit den lilanen Weidenröschen) beginnt das erste Modul der Schönauer Schleppbahn
Morgendliche Hinterhofidylle beim Christophorus-Hof
Gegen Mittag strahlt die Sonne den Heurigen direkt an
Die gelegentlichen Fahrten der Schleppbahn stören den Dachs, der hier seinen Bau hat, gar nicht mehr
In der Abenddämmerung kommt die Schleppbahn – schon mit Licht – dahergezuckelt
In Bierbaum überholt der Eiltriebwagen (mit zusätzlichem Bahnpostwagen) nach Unsmarkt morgens den Bezirksgüterzug
Eine Kuh macht „Muh!“ …
Ein ungarischer Schmalspurzug der MAV hatte sich nach Krimml verirrt 😜
Das Heizhaus in Unsmarkt mit Vierschienengleis auf der Drehscheibe
Na … da hält doch sicher bald jemand und hilft!
„Dieseldinosaurier“ in Krimml
Im Schatten eines alten Baumes wird eifrig Karten gespielt
Mittagssonne in Bierbaum … und ausnahmsweise mal nichts los?!
Der Eiltriebwagen fährt aus Bierbaum aus in Richtung Unsmarkt
Umzug oder Entrümplung?
„High Noon“ in Bierbaum – zwei Züge sind schon dort, einer wird noch erwartet
Und da ist er schon … der dritte Zug. Jetzt sind wirklich alle Gleise belegt …
Als Zugchef alles fest im Griff!
Und noch einmal „Full House“ …
Wenn die Züge länger werden, ist mit dem baldigen Ende des Treffens zu rechnen …
Ab Sonntagmittag heißt es wieder abbauen … Schön war’s!
Ein paar kleine Filmchen sind auch entstanden … ich will sie Euch nicht vorenthalten …
Neben der Übergabe zur Schmalspur bot Unsmarkt auch diesen feinen Einblick in eine Sauna, in der gerade der frische Aufguss vorgenommen wirdEine Garnitur der ungarischen MAV zu Gast auf der Schmalspurstrecke kurz vor dem Endbahnhof KrimmlIn Unsmarkt wurde testweise mit einem funkferngesteuerten (!) Lkw verschoben – selbiger ist ein Umbau auf Basis eines Unimog von Carson … eine nette Idee, wie ich finde!Der Eiltriebwagen auf dem Weg nach Bierbaum durch die berühmte „Apfelkurve“Ein Austro-Daimler Triebwagen unterwegs auf der Schmalspur
Die Überschrift ist jetzt ein wenig weit hergeholt … wenn man im Hinterkopf hat, dass es hier um Modellbahn-Geschichten in Österreich geht. „Die Milch macht’s“ ist ein Slogan des Milchland Niedersachsen, der mir in sehr guter Erinnerung geblieben ist (es gibt ihn aber noch immer … den Slogan): Auf Messen, bei Ausstellungen usw. konnte man sich sicher sein, dass es, wo auch immer „Die Milch macht’s“ zu lesen war, leckere Milchprodukte gab … Milchshakes, Joghurt, … mjammi!
Aber hier soll es um etwas Anderes gehen … (zunächst) mal einen weiteren Wagen für den Milchtransport. Die waren teilweise bis in die Epoche IV bei den ÖBB zu sehen … und vor allem mit vollen Milchbehältern ein nettes Anhängsel an Personenzügen! Klar, die Milch musste schnell von der Kuh zur Molkerei zur Weiterverarbeitung, sonst wäre sie – vor allem in der warmen Jahreszeit – schnell gammelig geworden. Eine feine Sache, um beim FREMO-Betrieb auch die Fahrpläne der „Fensterzüge“ interessanter zu machen!
Gleich noch eine Sache vorweg: Der hier vorgestellte Umbau hat kein wirkliches Vorbild! Es gab einige Wagentypen, die recht gut dokumentiert sind (einen solchen hat etwa Märklin/Trix mit Behältern verschiedener Molkereien im Programm), aber auch zig Fotos, auf denen andere Wagentypen – meist ältere Wagen, die vermutlich umgebaut wurden, um die Milchtanks aufnehmen zu können – zu sehen sind. Das „Look&Feel“ (um es mal ganz unpassend für die 60er Jahre zu benennen) eines solchen Wagens wollte ich treffen.
Also … frisch an’s Werk!
Ausgangspunkt war der Museumswagen 2006 von Märklin (Art.-Nr. 48006), der günstig im eBay auf mich wartete. Anscheinend auch ein umgebauter älterer Wagen mit Behältern einer Brauerei. Ob es den Wagen wirklich so gab … über so etwas denkt man bei Märklin wohl lieber gar nicht erst nach.
Schnell stellte sich heraus, dass dieser Wagen komplett andere Aufnahmen für die Behälter hat als der bekannte „Milchwagen“ – hier wollte ich aber konsistent bleiben, um zunächst mal die bestehenden Milchbehälter laden zu können (dazu später mehr).
Daher musste der Wagenboden komplett neu aus einer PS-Platte „geschnitzt“ werden. Mit passenden Löchern konnte man wenigstens die Griffe für die Verschieber am Nicht-Bremsbühnenende weiter verwenden … praktisch.
Die Aufnahmen für die Behälter wurden anschließend analog zu denen des Märklin-Wagens in 3D konstruiert und ausgedruckt. Allerdings habe ich die Aufnahme/Befestigungen für die Behälter wesentlich feiner konstruiert … bei Märklin ist das einfach nur ein „Klotz“.
Bild 1: Die neuen, 3D-gedruckten Aufnahmen … rechts mit einem Milchtank von Märklin zur Probe
In Bild 1 erkennt man im Hintergrund einen Märklin-Wagen mit schon modifizierten Aufnahmen für die Behälter. Die U-förmigen Schienen zwischen den Befestigungs-„Klötzen“ sind hier schon aus dünnem PS entstanden. Genau genommen sind wohl bei diesem (eher modernen) Wagentyp diese Schienen in den Wagenboden eingelassen und nicht auf ihm montiert … aber dazu hätte ich den Märklin-Wagen komplett umkonstruieren müssen – und damals noch ohne 3D-Druck-Teile. Bei den Befestigungen, an denen kein Milchtank steht, sind weiterhin die inneren, zweiten „Klötze“ aus kleinen PS-Stücken nachgebildet. Beim originalen Wagen von Märklin gab es sie gar nicht.
Ergebnis nach der Stellprobe aus Bild 1: Kann man so machen … passt!
Bild 2: Wagenboden im Rohbau mit Halterungen für vier Milchtanks
Also wurden die gedruckten Befestigungen im passenden Abstand (hierzu habe ich Schablonen mit dem 3D-Drucker erzeugt, um die genauen Abstände leichter zu treffen) auf den Boden geklebt. Erneuter Test mit Tanks: Passt!
Im Vergleich zwischen Bild 1 und Bild 2 sieht man auch einen reizvollen Unterschied, den ich nachbilden wollte: Der hier in Bau befindliche Wagen kann vier Milchtanks tragen, der Märklin-Wagen hingegen fünf.
Leider habe ich bisher aber auch nur fünf Tanks – eben die, die beim Märklin-Wagen dabei waren. Hier ist der Plan, weitere Tanks auch zu konstruieren und mit dem 3D-Drucker zu erstellen. Alte Fotos zeigen auch hierzu: Es gab Tanks mit verschiedenen Geometrien. Auch das könnte noch reizvoll werden …
Aber natürlich kann ich auch weitere Tanks von Märklin verwenden. Der hier gebaute Wagen soll jedenfalls mit vier Tanks laufen … der umgebaute Märklin-Wagen soll zumindest noch einen Tank dazu bekommen, damit die Achsen gleichmäßig belastet sind.
Bild 3: passend eingefärbt (aber noch nicht gealtert) und mit Beschriftung versehen
Nun wurde der Wagen in den Grundfarben „angepinselt“ – die Beschriftungen kam vom Fedes, bei den spezifischen Beschriftungen des Einstellers (Wiener Molkerei usw.) und Ladungshinweisen nach meinen Vorgaben. Passende Schriften analog zum Wagen von Märklin liefern heutzutage online-Tools … feine Sache!
Gerade rechtzeitig fiel mir die für einen Behälterwagen für Milch, der in Personenzügen mitlaufen soll, unpassende Bremse auf … oder eher die unpassenden Bremsecken. Das Vorbild (?) des Wagens von Märklin besitzt eine Bremse ohne G-P-Wechsel, ist daher also nicht für die Mitfahrt im Personenzug geeignet. Ich gestehe: Die Bremse habe ich nicht komplett umgebaut, aber einen eben solchen Wechsel bzw. den dafür auch von außen erkennbaren Hebel (von Weinert) habe ich noch nachgerüstet – und die Bremsecken entsprechend lackiert.
Bild 4: Der fertige Wagen im Vergleich zum Wagen von Märklin (links)
Nach einer Alterung mit diversen Washes, PanPastels und Pigmenten ist der Wagen einsatzbereit für’s kommende FREMO-Treffen. Die beiden Tanks haben noch ein wenig „Blei getankt“, damit der Wagen nicht zu leicht ist. Und sie sind derzeit mit UHU patafix am Wagen befestigt, um ggf. später bei der Konstruktion eigener Tanks noch vermessen werden zu können.
Und so kann man sich dann auch vorstellen, warum in der Überschrift ein „(1)“ steht, und hoffen, dass es auch noch einen Teil 2 geben wird … Ich trink‘ jetzt erstmal eine kalte Milch! Prost!
Nun, ich will mich an dieser Stelle kaum einen großen Meister nennen – vielmehr geht es um die sogenannten großen Meister der Eisenbahnfotografie. Egal ob Deutschland oder Österreich … es gab Fotografen, die in den 50ern und 60ern „Jagd“ auf die die Dampfloks mit ihren Zügen machten (in anderen Ländern gab es solche sicher auch … aber da kenne ich mich halt nicht aus …).
Teilweise sieht man auf den Fotos des einen auch noch andere Fotografen, weil man eben nicht alleine seinem Hobby frönte. Und so kommt man auf die Beinahe-Standardausrüstung eines großen Meisters: Kamera (öfter ältere Modelle, Großformat, …), eine Tasche dafür und eventuell Proviant sowie ein Fahrrad … man musste ja auch an die entsprechenden Stellen kommen.
Bild 1: Einer der großen Meister prüft die Kameraeinstellungen, um an der Schönauer Schleppbahn „Fetzen-Karl“ auf den Film zu bannen
Von den großen Meistern der Eisenbahnfotografie geht’s jetzt zum globalisierten Handel und „böse“ chinesische Verkaufsplattformen. Ja: Man sollte dort nicht kaufen … schon gar nicht alles und in Mengen …, ich weiß. Aber als ich bei einem Blick in „Temu“ dort eine Packung mit 3D gedruckten Figuren fand (und noch ein paar andere Sachen, die ich hier, lokal nirgends bisher gesehen hatte), habe ich eine Probebestellung gemacht.
Oben im Bild sieht man nun eine solche Figur angemalt (die Kamera liegt einzeln dabei und kann so ebenfalls „gemütlich“ angepinselt werden) mit einem Fahrrad – die Tasche für die Kamera auf dem Gepäckträger ist selbst gedruckt – auf der „Jagd“ an der Schleppbahn. Die Figur und die Kamera sind überaus detailliert … und es kam auch alles intakt per Post an!
Klar, der Klebebatzen unter dem linken Schuh ist nicht schön, aber die Figur ist nur kurz zu Besuch an dieser Stelle … sie möchte dann weiter zu einem Freund, der auf seinen Modulen sicher auch noch ein paar Stellen hat, an denen man wirklich gute Fotos machen kann!
Allerdings … lange nichts geschehen hier im Block. Tut mir leid … ehrlich!
Aber Ihr kennt das eh … man macht hier ein wenig, dort ein wenig … ja, irgendwie kommt dabei fast nix raus. Auf jeden Fall geht es derzeit weiter mit der Gießerei … ich hoffe, da kann ich bald etwas berichten. Und dann findet bald wieder – zum nunmehr zehnten Mal! – das FREMO-Treffen in Schönau statt. Und da muss auch noch ein wenig was getan werden …
Ihr erinnert Euch: Ich hatte mir ja vorgenommen, zum nächsten Treffen jeweils immer mindestens einen (Güter-) Wagen mit allem Pi, Pa und Po – also speziell Alterung – fertig zu machen. Und da sind wir wieder bei „staubig hier“.
Bild 1: Stau vor der Eisenbahnkreuzung!
Irgendein Schlingel hat doch tatsächlich beim Verschub auf der Scheppbahn zwei Wagen – die kommen zum Großmarkt … oder von dort – auf der EK stehen lassen. Die arme Mitzi kann da also gar nicht weiterfahren mit ihrem Traktor! 😊
Nun, die zwei F der FS sind mal wieder eingestaubt (siehe oben) und eingesaut worden. Inzwischen finde ich das sogar halbwegs gelungen … aber nach oben ist wie immer noch sehr viel Luft!
Ich freue mich nur, dass ich inzwischen eine recht einfache aber m.E. wirksame Methode gefunden habe, die Radsätze zu altern: Acryl-Stifte! Da hat (u.a.) ein Satz mit diversen Brauntönen seinen Weg zu mir gefunden … und wenn die Acrylfarbe getrocknet ist, kommt jeweils noch ein Wash mit Schwarz an das Rad. Fertig!
Während des Aufbaus zum letzten FREMO-Treffen in Schönau war es, als mein Patenkind … Kind! hüstel … ganz geknickt mit einem Teil von einem Pfeifpflock in der Hand zu mir kam … im Eifer des Gefechts war die weiß-rot gestreifte Tafel vom eigentlichen Pfosten abgegangen – kann passieren, normalerweise meistens mir!
Bild 1: Man kann hier den übrig gebliebenen Pfosten des Pfeifpflocks nach dem Aufbau zum Schönauer FREMO-Treffen nur erahnen … aber so sah es aus auf dem Übergangsmodul!
Gottseidank war jedoch der Pfeifpflock oder eben die Tafel nicht geknickt – Sekundenkleber sei Dank! -, so dass einer Reparatur eigentlich nichts im Wege stand. Tja … bis auf die Tatsache, dass ich eigentlich schon länger die Landschaft auf diesem Modul noch ein wenig überarbeiten … eben fertig (wird ein Modul je so ganz fertig?) machen wollte. Also … die gestreifte Tafel vorsichtig in ein Plastikdöschen gegeben, Patenkind nochmal gedankt (nicht für das Zerlegen des Pfeifpflocks, aber für die Hilfe beim Aufbau der Module!) und ein schönes Treffen gehabt.
Über den Sommer habe ich dann ein wenig nachgedacht, gewerkelt … und wie meistens im Sommer: Die meiste Zeit für Anderes genutzt.
Irgendwann kam aber eh die Zeit, in der das „Grünzeug“ rund um den Pfeifpflock dann ein wenig gerodet wurde – die nicht mehr vorhandene Tafel war ja glücklicherweise nicht mehr im Wege und somit auch nicht gefährdet … also mit der Pinzette Büsche entfernt und schließlich auch mit einer Flachzange Gras ausgerissen … warum, das zeigt das folgende Bild!
Bild 2: Hier war nicht der panonische Riesenmaulwurf am Werk. Aber nach der Rodung von diversem Grünzeug war nun Platz, einen weiteren Baum zu pflanzen!
Wie der neue Baum entstand, erläutere ich hier jetzt nicht in epischen Worten, das habe ich nämlich bereits an anderer Stelle in meinem Blog getan.
In diesem Fall ist eine stattliche Sommerlinde entstanden … die erst ein wenig kleiner ausfallen sollte, dann aber irgendwie mit der Zeit gewachsen ist, so dass zwischendrin sogar eine ganze Packung Lindenlaub von MiniNatur nicht mehr ausreichte und erst einmal Nachschub geordert werden musste.
Bild 3: Der September ist gekommen, die Bäume schlagen aus …!
Die Linde hat dann recht üppiges und ausuferndes Wurzelwerk bekommen … auch das nicht ohne Grund, wie man in Bild 4 erkennen kann. Während der neugierige Unterweltbewohner aus einem unbemalten 3D-Druck (hier zu bekommen … es gibt entgegen dem Namen nicht nur Panzer und dazugehörige Figuren) entstand, kamen nach und nach noch diverse Unkräuter und Gebüsche hinzu – ein nicht unerheblicher Teil entstand aus Naturmaterialien aus dem grandiosen Sortiment von DioramaPresepe.
Bild 4: Ein Dachs kommt neugierig aus seinem Bau, der einen Ausgang zwischen den Wurzeln der Linde hat …
Nachdem nun die Landschaft um den Pfeifpflock herum und auch selbiger wieder intakt und fein anzusehen sind, gibt es von der Gegend noch ein paar Bilder … sogar mit einem langsamst dahin zuckelnden (Unkrautspritz-) Zug der Schleppbahn.
Bild 5: Die Maier-Mitzi tratscht noch immer …Bild 6: … und hält den nicht vorhandenen Verkehr auf – Notiz an mich: Selbigen sollte ich endlich auch mal fertig machen!Bild 7: Der erste Wagen hinter „Fetzen-Karl“ ist ein Umbau aus allerhand Restteilen und Teilen aus dem 3D-Drucker … bei Bedarf kann ich dazu hier auch noch berichten. Ladung und Personal sind aus einem grandiosen Set von ArtitecBild 8: Noch einmal unser Dachsfreund … mit ein wenig mehr „Gegend“ rundherumBild 9: Und … Happy End! … auch der Pfeifpflock ist wieder intakt …
Diesen Sommer zog es uns Südschweden – genauer in die alte Provinz Småland … eigentlich wollten wir vor der Sommerhitze fliehen, hatten dann aber doch sonnige Tage mit im Schnitt etwa 25°C (und bis zu 29°C), während der Juli in Österreich eher verregnet und kühl war … nun ja.
An einem der wärmeren Tage zog es uns dann nach Västervik, wo wir am Bahnhof den zweiten Zug des Tages in Richtung Hultsfred bestiegen – Schmalspur! Museumsfahrt! … also einiges, was das Eisenbahnerherz so begehrt.
Dabei ist die jetzige Strecke von Västervik nach Hultsfred (den Ort kennt man eventuell aus den Geschichten von „Michel aus Lönneberga“ von Astrid Lindgren) nur der 71km lange Rest eines ehemaligen Netzes von Strecken mit 891 mm Spurweite (was drei schwedischen Fuß entspricht) und ist die erste schwedische Bahnstrecke, die unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Da ich hier nicht lange über die Geschichte der Bahn schreiben will, schaut doch einfach in der Wikipedia … und wer selber dort ist und mitfahren möchte, findet Informationen und den Fahrplan der Bahn auf der (deutschsprachigen) Webseite des Museumsbahnvereins.
Nun aber zu den Bildern … wobei einige aus dem fahrenden Zug heraus entstanden sind. Man sehe über eine gewisse Unschärfe bei solchen Fotos durch die Fensterscheiben bitte einfach hinweg!
Der erste Zug des Tages – bestehend aus vier Triebwagen vom Typ YP in unterschiedlichen Lackierungen – fährt in Västervik ein und wird um zwei Triebwagen geschwächt für den zweiten Zug
Plötzlich ein Halt zeigendes Signal – der Triebfahrzeugführer muss über sein Mobiltelefon anfragen, ob er trotzdem weiter fahren darf
In einigen Unterwegsstationen stehen noch alte Fahrzeuge (in verschiedenen Erhaltungszuständen)
Zugführer (links) und Triebfahrzeugführer im Unterwegsbahnhof Tuna
Das stattliche Empfangsgebäude von Hultsfred – der Ort, in dem Michel aus Lönneberga (Astrid Lindgren) ein „lustiges Leben“ führte
Der Zug wird bereit gemacht für die Rückfahrt nach Västervik
Ein altes Formsignal (Semaphor) – jedoch mit Kreuzen als ungültig gekennzeichnet – auf einer Unterwegsstation
Unser Zug hat wieder Västervik erreicht
Nachdem unser Zug wieder in Västervik angekommen ist, wird er um einen YP-Triebwagen verstärkt – dieser kann an den Zug vorfahren, nachdem die Gleissperre für die Zufahrt aus dem BW von den Schienen abgelegt ist
Zwei YP-Triebwagen kurz vor dem „Kuss“
Herstellen der elektrischen Verbindung (speziell Mehrfachsteuerung der Triebwagen)
Der Übergang zwischen den beiden Triebwagen wird hergestellt
Nun kann man von Wagen zu Wagen gehen (darf aber nur der Zugführer/Schaffner)
Das BW in Västervik beherbergt noch zahlreiche historische Fahrzeuge
Jetzt werden sich sicher einige (ein paar? wenige? …) fragen, was jetzt mit den oben erwähnten Kajaks ist … und überhaupt: Was hat das jetzt mit der Schmalspurbahn zu tun?
Nun … das ist sowas zum Thema „Unnützes Wissen“ … aber es steht sogar in der Wikipedia (das heißt, die ganz eifrigen Leser, die gleich oben den Link zu Wikipedia geklickt und dort alles gelesen haben, können jetzt mit dem Lesen hier aufhören …): Die in Västervik beheimatete Kajakwerft/-fabrik Vituddens Kanot Varv (VKV) versendete ihre Kanus mit der Bahn … und das bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bei der Schmalspurbahn nach Hultsfred war aber die Ladelänge mit 520cm begrenzt … und so war das die maximale Länge, die ein VKV-Kajak haben konnte. VKV war sehr erfolgreich und viele Jahre führend in der Branche, so dass also die Schmalspurbahn indirekt dazu beitrug, die Standards für Kajaks zu setzen …
Und für alle, die bis hier durchgehalten haben, gibt’s nun auch noch ein paar bewegte Bilder zu sehen! … quasi als Bonus … oder Schmerzensgeld … 😉
Auf nach Hultsfred … wo schon Michel aus Lönneberga ein „lustiges Leben führte“!Der Zug schaukelt durch die südschwedische LandschaftWenige Kilometer vor Västervik (wir sind auf der Rückfahrt) bei Jenny mündet die Schmalspur, nachdem der Zug eine Schutzweiche passiert hat, in das Normalspurgleis – bis zum Bahnhof Västervik geht es dann auf einem DreischienengleisEin zusätzlicher YP wird an unseren Zug gekuppelt, um den dritten Zug des Tages – für den sich mehr Fahrgäste angekündigt hatten – zu bilden
Nach nun doch fast zwei Wochen komme ich endlich dazu, die von mir gemachten Fotos während unseres FREMO-Treffens in den Blog zu werfen und öffentlich zugänglich zu machen.
Es war – natürlich! – wieder ein sehr schönes und entspanntes Treffen. Meine Meinung, aber andere haben das auch so gesagt. Wirklich, ehrlich!
Und nun: Genug geschwafelt, hier sind die Fotos!
Wieder wartete eine (noch) leere Halle auf uns …
… aber im Füllen von Hallen sind wir gut … echt gut! Erste Orientierung: Was kommt später wo hin?
Module schieben mit System, quasi 😆
Alles ordentlich ausrichten!
Die Arbeitskräfte kommen zuhauf!
Zum Haare-raufen war es dann doch eher selten …
Feinjustierung der Modulhöhe
Vier Mann, vier Ecken!
Kennt noch wer Tetris? Level 1 …
… und Level 2 … 🤣
Nach dem Aufbau der Module kommt die Technik an die Reihe. Diesmal sind wir komplett mit WiFred gefahren … die sich in der Nacht vor dem Freitag und damit dem ersten Betriebstag noch einmal ausrasten und aufladen dürfen! Meine persönliche Meinung (die ich aber öfter gehört habe): Gran – di – os! Nicht das dauernde Suchen nach einer Stöpselbox fällt weg, man muss diese auch nicht mehr anbauen und verdrahten … das spart Zeit und Nerven! Und ohne Kabel ist man „frei“ und näher am Zug.
Sammeln zur Erklärung des Fahrplankonzepts
Windach … wie immer pipifein vorbereitet mit Grundaufstellung!
Dienstbeginn an der Schönauer Schleppbahn! Drei leere Spitzdachwagen fahren zusammen zurück nach Italien, um dort wieder mit Zitronen und Orangen beladen zu werden. Dahinter rollt ein Schiebedachwagen, der Maschinenteile der Gießerei „Hagen&Hagen“ ausliefert
Bierbaum war im Vergleich zu den letzten Treffen eher eine Wellness-Oase … selten viel Betrieb …
Ein Güterzug rollt am Bayerhof vorbei
Der Personenzug in Richtung Windach ist in Bierbaum angekommen
Frische Südfrüchte aus holländischen Häfen! 😊 … sehr beliebt waren dieses Treffen auch die Bodensee-Äpfel (hier am Zugende)
Eine 92 rollt im Morgenlicht mit ihrem GmP durch Piestingau
Tête-à-tête von „Fetzen-Karl“ (links) und Susi (rechts) – während „Fetzen-Karl“ bei der Schleppbahn schon sichtbar schwer arbeiten musste, konnte sich Susi quasi Schachtel-frisch einen netten Tag machen!
Nachwuchs-Fahrdienstleiter in Bierbaum
Eine Reihe 95 mit ihrem Güterzug in Bierbaum
Ob die beiden auch ein FREMO-Treffen planen? 🤔
Obwohl deutlich näher, kamen diese Äpfel nie beim Großmarkt an … 🤔
Um die Mittagszeit stand die Sonne (wenn sie denn mal da war) günstig … das berühmte „Schönauer Licht“ an der Schleppbahn!
GmP auf dem Weg nach Simmering … während die Postumläufe immer gut funktioniert haben (und die Postwagen auch immer brav hinter der Lokomotive gereiht waren – man hat ja nach dem großen Postraub in England doch etwas dazugelernt!), sind die beladenen Viehwagen nach den ab und an stattfindenden Viehmärkten in St. Nikolai immer mit dem langsamen Güterzug gefahren … Verbesserungspotential für nächstes Jahr! 😆
Ziegelsteine für eine Baustelle beim Großmarkt … vielleicht sollte ich die endlich einmal dort verbauen? 🤔
Update 10.6.2025
Nun gibt es auch noch ein paar weitere Fotos im Netz … bei Manfred.
Keine Sorge, es geht nicht um volkstümliche Musik oder sowas … hätte man erwarten können nach dem Heurigen mit seinen Musikern im Gastgarten, oder? Ich knobele aber schon seit Tagen an einer passenden Überschrift für diesen Beitrag und die ist mir jetzt eingefallen … sonst waren’s eher fade Ideen.
Letztlich geht es schon wieder um den Carro Aperto Tipo L … wieder mal. Man könnte denken: „Jetzt hat er das Modell, es ist gealtert, hat wohl auch eine Wagenkarte bekommen … was will er denn noch?“
Nun, bei einem offenen Güterwagen sieht der Betrachter sofort, was er geladen … oder eben, dass er nichts geladen hat. Da ich kein Freund von losen Schüttgütern bin (ich habe Angst, dass da beim Be- und Entladen immer viel daneben geht) und nicht passende Ladeeinsätze, die irgendwie in den Laderaum des Wagens reingepfuscht werden, dann auch blöd aussehen, bleibt einem nicht viel übrig: Entweder so Alibiladungen wie Maschinenteile oder sowas … was eben in fast jeden O-Wagen hineinpasst … oder eine passgenaue Ladung, die zu so einem Wagen gehört.
Da nun aber der gute Carro Aperto Tipo L ganz andere Abmessungen hat als meine sonstigen offenen Güterwagen (da habe ich passende Ladeguteinsätze eigentlich für die typischen O, Om und Omm … vor allem bei letzteren kann man diese dank UIC-Standards u.ä. in recht vielen Wagen nutzen), musste also etwas Neues her.
Und nach etwas Grübeln kam ich auf die Idee, dass ich diesmal nicht mit Polystyrolplatten und/oder -profilen (Unterteil) bzw. Styrodur (Oberteil, Schüttkegel) wie bisher herumwerkeln wollte. Das musste besser gehen!
Bild 1: Drei Druckteile für eine Schüttgutladung frisch aus dem 3D-Drucker
Also mal ein wenig gezeichnet und den 3D-Drucker angeworfen. Na bitte, geht doch! Waren erst noch drei Teile als „Sandwich“ geplant, sind es dann recht schnell nur noch zwei gewesen … geht auch, ist einfacher.
Bild 2: Unterteil mit Oberteil (Nachbildung der Schüttkegel) im Tipo L
Sowas kann man schon mit einem günstigen „Würstchenleger“ schnell und einfach drucken. Die in Bild 2 sichtbare, recht grobe Struktur vom Druckvorgang hat hier sogar noch den Vorteil, dass man hinterher das Schüttgut mit Weißleim (erst unverdünnt auf den 3D-Druck, dann nochmal verdünnt über das eigentliche Schüttgut … hier dann eine Schicht Koks) gut befestigen kann.
Bild 3: Hier schon nur noch zwei Teile … und ein Probedruck einer Ziegelsteinladung
Schnell kam der Gedanke, dass man solche Schüttgutladungen ja auch einfach ohne 3D-Drucker basteln kann … aber wo er schon beim Drucken ist: In O-Wagen gestapelte Ziegelsteine waren in der Epoche III noch durchaus üblich. Und das ist ohne Hilfsmittel eine ziemliche Plackerei. Also wieder ein wenig herumgezeichnet (neues Oberteil für den Ladeguteinsatz, das Unterteil konnte ich unverändert übernehmen) und mal schnell auf dem „Würstchenleger“ gedruckt.
Bild 4: Nicht wirklich schön vom Druck, aber als Machbarkeitsstudie …
Bild 4 zeigt das nicht so schöne, aber erwartete Ergebnis: Sollte gehen! Heißt an der Stelle … der doch aufwändigere und langsamere aber genauere Resindrucker sollte das hinbekommen.
Versteht mich nicht falsch: Kann man auch ohne solche 3D-Drucker machen … und der Aufwand ist hierbei eigentlich nur verschoben, denn selbst wenn man einen Ziegelstein zeichnet (hier im Normalformat in 1:87 … also 2,9mm x 1,4mm x 0,7mm) und den dann zig Male kopiert, bis der Wagen voll ist, wirkt das Ganze erst wirklich überzeugend, wenn man nahezu jeden Stein noch ein wenig verschiebt und verdreht. Also auch Arbeit!
Bild 5: Während der Resindrucker druckt, bin ich über den einfachen Ausdruck noch mit einer Sprühdose und etwas Patina gegangen …Bild 6: … und dann war der Resindrucker auch fertig. Ein Einsatz mit der Sprühdose und etwas Acrylfarbe später …
Passt! Zwar bekommt der Resindrucker nicht ganz so tiefe Spalten zwischen den Ziegeln hin (klar, die Ziegel sind 0,7mm hoch und „stecken“ unten noch zu einem kleinen Teil in einer durchgehenden „Bodenschicht“, damit nicht alles doch zu losem Schüttgut wird … die Spalte sind also eher „flach“ als „tief“ und im Schnitt 0,1mm breit … da bleibt gerne etwas Resin drin „hängen“), aber mit sorgfältiger Farbgebung sieht das dann doch überzeugend aus. Finde ich zumindest.
Bild 7: Noch ein paar Ziegel in loser Schüttung drüber als Garnitur …
Wo ich eh schon mit einem einzelnen Ziegel begonnen hatte, habe ich davon gleich ein paar mit ausgedruckt und auf dem Ladeguteinsatz verteilt. Das lockert die Sache ungemein auf 😆
Bild 8: Was ist das jetzt für ein „Griffel“? Noch dazu mit persönlicher Widmung …
In Bild 8 ist jetzt noch ein orangener „Griffel“ zu sehen … was hat es nun mit dem aus sich?
Das, was nun kommt, ist nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern einfach nur geklaut. Rühmt also die Menschen, denen das vorher eingefallen ist … nicht mich! Aber schon im ersten Bild sieht man in der – später entfallenen – „Zwischenlage“ ein zusätzliches paar Löcher … für Magnete!
Die zuerst geplanten, kleinen und rundlichen erwiesen sich später in vielen langen, komplizierten und höchst gefährlichen 😉 Versuchen als zu schwach und wurden durch größere ersetzt (siehe Bild 10), aber von Anfang an wollte ich einen möglichst einfachen und berührungslosen Austausch der Einsätze. Meine vorherigen muss man im Regelfall mit einem passenden Werkzeug aus dem Wagenmodell hebeln – einfach den Wagen in die Hand nehmen und umdrehen geht auch, aber das will man ja auch nicht unbedingt dauernd machen …
Bild 9: So einfach ist das!
Der orangene Griffel hat an jedem Ende einen Magneten – jeweils einmal mit einem Süd- und einmal mit einem Nordpol … so muss ich bei den Ladeguteinsätzen nicht groß aufpassen, wie herum ich die Magnete einklebe. Man muss den Wagen eventuell noch ein wenig mit der Hand festhalten, damit er nicht entgleist, und natürlich aufpassen, welches Griffelende man gerade braucht, aber im Großen und Ganzen geht es einfach und unkompliziert. So, wie es sein sollte!
Bild 10: Das Geheimnis der Ladeguteinsätze von unten …
Im Unterteil des Ladeguteinsatzes ist jetzt jeweils an den Enden ein Loch, in das die Magnete heineinpassen (10mm x 4mm x 2mm habe ich jetzt genommen); im Oberteil ist dieses auch ein Stück weit – soweit es eben geht – ausgebildet. Nachdem man beide Teile zusammengeklebt hat (das geht über die runden Löcher im Unterteil und passende „Stifte“ im Oberteil sehr gut), kann man so einfach zwei Magnete einkleben. Fertig!
Bild 11: Noch mehr Ziegel?
Viele Gedanken und Ideen kommen dann ja bei der Arbeit … Hier dann: So eine Ziegelladung kann man ja prinzipiell auch einfach „konventionell“, ohne Resindrucker frokeln. Ja, es ist ein Fummelei, aber es geht.
Dann fielen mir die 7-Loch-Ziegel (und deren Bruch) ein, die ich vor Jahren mal bei Kotol bestellt hatte. Sehr feine Teilchen, mit dem Lasercutter aus „Pappe“ geschnitten.
„Das kann ein 3D-Drucker aber auch!“, schrie mein Hirn … und ich war dabei, einen Ladeguteinsatz für einen UIC-Standard-Wagen (Abwechslung muss sein!) mit solchen Ziegeln zu konstruieren und zu drucken.
Bild 12: Normalformat links, 7-Loch rechts …
Beim Ladeguteinsatz kommen wieder die feinen „Löcher“ erst durch die Behandlung mit Farbe so richtig zur Geltung, aber es wirkt schon toll.
Bild 13: Ja, man kann solche Ziegel und Bruch auch 3D-drucken …!
Klar habe ich wieder den einzelnen Ziegel genommen und ein paar mal einzeln gedruckt. Und ich habe – im Konstruktionsprogramm! – auch ein paar Ziegel zerbrochen …
Geht also!
Und die Ziegel aus Resin sind noch dazu stabiler als die aus Karton gelaserten. Ha!
… so sang damals (1990) die EAV – oder auch Erste Allgemeine Verunsicherung – in ihrem Lied „Ding Dong“ (für die Jüngeren unter uns … so klang es damals … und sah es aus 🤣).
Bei Türen, Toren und Fenstern auf der Modellbahn finde ich es aber gerade reizvoll, wenn diese auch mal geöffnet dargestellt werden, um der ganzen Szene etwas Leben einzuhauchen. Und so habe ich mich in letzter Zeit wieder etwas in die 3D-Konstruktion hineingekniet und ein „Türsystem“ gezeichnet, bei dem sich halt Türen auch mal offen darstellen lassen. Diese sind dann für die Gießerei „Hagen&Hagen“ gedacht … denn zumindest in einige Büros und Werkstätten wird man recht gut hineingucken können. Ergo braucht es sowas …
Bild 1: Ein paar Türen
Türen und Rahmen sind dabei einzelne „Teile“, die sich gegeneinander (an den Türscharnieren) drehen lassen – so entstehen die geöffneten Türen. Klar, zu geht auch …
Fotos sind ja unbarmherzig … man sieht in Bild 1, dass da die Reste der Supporter vom 3D-Druck noch besser weggeschliffen werden müssen. Die Tür ist ausgedruckt aber auch nur knappe 29mm hoch …
Bild 2: Eine Doppeltür … für eine Werkstatt der Gießerei fast schon etwas zu „protzig“
Was entgegen erster Skepsis prima funktioniert hat, ist der Druck auch der Türklinken. Der runde Teil einer Klinke hat einen Durchmesser von 0,3mm, der eigentlich Griff ist gerade einmal 0,2mm dick. Ich würde meinen: Das hat prima funktioniert!
Bild 3: Tür mit Oberlicht
Nicht funktioniert hat aus mir bisher unbekannten Gründen die in Bild 3 zu sehende Variante einer Tür mit Oberlicht. Dieses ist sauber gezeichnet, wird dann aber in der 3D-Druck-Software quasi „verschlossen“ – also die Bereiche zwischen den kleinen Streben dort.
Vielleicht sollte ich einfach mal einen Druckversuch unternehmen und gucken, was dabei herauskommt?!
Sachdienliche Hinweise werden jedenfalls entgegengenommen … denn eigentlich sollte eine solche Tür in die Rückwand der späteren Pförtnerloge eingebaut werden, an der ich jetzt wieder zu arbeiten beginne.