Verbandsbaurt K der ÖBB

Durch puren Zufall bin ich jetzt über Fotos gestolpert, die ich vor etwas über 10 Jahren (1. Mai 2009) einmal während eines Waggon-Umbaus gemacht hatte – damals für einen kurzen Bericht in einem Modellbahnforum (und für mich selber … damit ich etwa 10 Jahre danach noch in etwa weiß, wie ich das damals gemacht habe).

Aufgrund dieses runden Geburtstages – Kinder, wie die Zeit vergeht! – und der Tatsache, dass der Umbau auch heute wohl noch so angesagt wäre, weil es weder das entstandene Modell von einem Hersteller gibt, noch die beiden Ausgangsmodelle in einer neueren – meist heißt es dann „zeitgemäßeren“ – Ausführung, gibt es hier noch einen kleinen „Nachschuss“quasi als nachträgliches Geburtstagspräsent.

Ausgangspunkt ist ein Klappdeckelwagen nach preußischen  Musterzeichnungen, wie er nach dem 2. Weltkrieg auch in Österreich zu finden war – ich habe einen Wagen der ÖBB gebaut; DB (mit einem K 06) geht natürlich ebenso, andere europäische Bahnverwaltungen vermutlich auch. Diesen liefert Fleischmann und wir benötigen den Wagenkasten.

Zweiter Ausgangspunkt ist das Fahrwerk eines O 11 von Märklin – also Verbandsbauart (und mit den kleinen Fehlern behaftet, die bei der Verwendung eines solchen Fahrwerks von Märklin halt einzugehen sind … als Ganzes zu hochbeinig und bei den Wagen mit Bremserhaus- und Bühne stimmt der Achsstand nicht so ganz).

In Kürze, was zu tun ist … oder was ich tat:

  • Eine Stirnwand des Wagenkastens muss von allen „Anbauteilen“ (Profile, Tritte, …) befreit werden. Das ist natürlich die auf der Seite, an der hinterher das Bremserhaus sein wird (wenn es nur eine Bremserbühne ist, muss man sich hier alles mal genauer anschauen …).
  • Wagenkasten und Fahrwerk müssen zueinander passen – das bedeutet ein paar Feilenstriche am Märklin-Fahrwerk
  • Das Fahrwerk bekommt neue Tritte (Weinert bzw. aus PS) und Griffe (0,3mm Messingdraht) sowie einen Bremsumsteller (Weinert).
  • Der Wagenkasten bekommt neue Griffe und „Ösen“ (0,3mm Messingdraht) – auch da, wo vorher von Fleischmann nur welche angedeutet waren (etwa an den Klappen) -, Schlussscheibenhalter (Weinert, „gekröpft“ montiert) und Zettelkästen (Gassner). Die Strebe mittig unter der Tür wird aus PS ergänzt, ebenso die dreieckigen Versteifungen an den Seiten unter der Tür, die einige der Wagen bekommen haben.
  • Eigentlich müssten die sechs Klappdeckel noch eine quadratische Mittelfläche bekommen – wie man das sauber und ohne mentale Schäden hinbekommen soll, war (und ist!) mir aber nicht klar. Deswegen haben ich sie so gelassen, wie sie sind – man sieht den Unterschied kaum …
  • Das Fahrwerk mit Bremserhaus stammte bei mir von einem DB-Wagen, weswegen es noch in RAL 8016 passend für einen Wagen der ÖBB lackiert werden musste. Eine passende Beschriftung mit individueller Wagennummer ist etwa von Fedes zu bekommen. Die Bremsecken müssen dann noch korrigiert werden … da gehören dann zwei weiße Streifchen hin! Beides sieht man erst im Bild 5 unten.
Bild 1: Der K mit noch nicht lackierten An-/Umbauteilen von der Seite …
Bild 2: … und von schräg oben (wo natürlich gerade die „Ösen“ an den Klappdeckeln ihre Wirkung zeigen …
Bild 3: … speziell im Vergleich zu den beim Originalmodell (links) nur angedeuteten Teilen
Bild 4: Und noch ein Vergleich der Stirnwände – hier sieht man speziell, dass Fleischmann die Tritte an den falschen Stellen angebracht hat (beim Umbau nimmt man die Positionen aus dem „Carstens“)

Ja … das ist alles an mehr als einem Abend entstanden … es war auch mehr als ein Wochenende (vor allem das Biegen der Griffe und „Ösen“ ist eine elende Fummelei). Man sollte die Sachen erst einmal zur Seite legen und an einem anderen Tag weitermachen, ehe man in einen Trott verfällt und den Wagen verpfuscht …

Bild 5: Schließlich ist ein „Unikat“ entstanden – wie oben zu lesen mit ganz kleinen Schwächen, die aber so gut wie gar nicht auffallen (m eine Meinung)

Bild 5 zeigt dann das Foto, das die Wagenkarte des K ziert, wenn er bei FREMO-Treffen unterwegs ist.

Ein wenig (oder ein wenig mehr …) Alterung wäre freilich noch eine gute Sache …

Gießerei „Hagen&Hagen“ (4)

Und wieder einmal meldet sich jemand von der Schönauer Schleppbahn … ja, eh ich. Nachdem ich schon am Arbeitsplatz gefragt wurde „Was macht eigentlich die Gießerei?“ (Gruß an die BÜ-Entwicklung an der Stelle!), muss ich ja wohl mal wieder was herzeigen.

Wie immer geht es langsam … und bei dem Wetter eh noch langsamer als sonst …

Bild 1: Mit Putz an der Wand wirkt es gleich etwas realistischer …
Bild 2: Und wieder alles mit Kreppband zusammenheften und Probestellen … Fenster und Türen/Tore kommen jetzt so richtig gut zur Geltung

Immerhin – das zeigen die ersten zwei Bilder – ist inzwischen Putz auf den Wänden gelandet und Fenster, Türen und Tore sind in den Farbtopf gefallen … aber schon wieder etwas verwittert und in die Jahre gekommen (das geht irgendwie verdammt schnell an der Schleppbahn …). Im Vergleich zum letzten Beitrag ist auch noch ein wenig „Schnickschnack“ an den Wänden dazugekommen. So ganz armselig sollte die Werkstatt einer ordentlichen Gießerei ja nun auch nicht aussehen!

Die nächsten Schritte sind klar: Die Wände wollen untereinander und mit dem Fundament verbunden werden – immer schön rechtwinklig und nacheinander. Dann geht es daran, die Ecken, der stumpf aneinander Stoßenden Wände noch mit Putz zu versehen und alles schön rechtwinklig (schon wieder) zu versäubern.

Bild 3: Schließlich ist die Zeit des Heftens vorbei!

Jetzt muss man aufpassen und etwas nachdenken … welche Wand kann man noch einkleben und welche sollte man (erst einmal) nicht … weil ansonsten das Einbauen einer Inneneinrichtung nur mehr mit vielem Fluchen und schmerzenden Fingern möglich ist?

Bild 4: Ein einfacher „Innenputz“ und wieder Probestehen …

Hier ist es speziell der schmale Teil der Werkstatt, in den man durch zwei Fenster und eine Tür hineinsehen kann, der ein wenig mehr Beachtung bei der Innenausstattung verlangt. Der Putz ist hier aber nicht gespachtelt, sondern einfach durch aufgestupften „Acrylfarbpampf“ nachgebildet. Auch ein wenig vom Boden kann man später sehen … also rasch etwas Beton nachgebildet (das sieht im Bild 4 noch etwas wild aus, weil es einfach nur reingelegt und -gestellt wurde).

Im benachbarten, breiteren Teil ist dageben eine einfachere Einrichtung geplant. Dazu passend werden – wie praktisch! – die Fenster etwas dreckiger sein … Sowas!

Dafür werde ich dort noch etwas anderes ausprobieren … mal sehen!

Bild 5: Hier ist die Inneneinrichtung einmal fertig!

Mit ein wenig mehr Farbe und Details landet man dann bei Bild 5. Für mich reicht es hier mal …

Die rechte Figur (aus einer Faller-Packung) hätte noch „Draußen“-Potential, der Kollege links (von Noch) eher nicht – aber drinnen darf er sein und an der Maschine werkeln. Der Innenputz und der Boden haben ein ganz wenig Patina abbekommen und der Wandteil, der das zugemauerte Fenster nachbildet, ist einfach mit ein wenig „Elektrokram“ getarnt – ich denke, das sieht man später nicht mehr wirklich, was da los ist … ne, war …

Bild 6: Und so viel sieht man davon noch, wenn die Außenwand an ihrem Platz ist … wie meint FREMO-Kollege „bob“ immer so nett: „Zu wissen, es ist Platin“!

Wenn man nämlich dann mal wieder probeweise die Wand darvorstellt, kann man erahnen, wie viel man später noch sieht … zu viel Arbeit in die Inneneinrichtung investieren, ist daher m.E. nicht zwingend nötig. Ok … es gibt später eine Innenbeleuchtung und die Werkstatt steht an einer Stelle, wo man sie wohl (zumindest nach derzeitiger Planung) halbwegs gut sehen können wird, aaaaaber …

Gießerei „Hagen&Hagen“ (3)

In kleinen Schritten geht es weiter. Wer davon also gelangweilt ist und eher warten mag, bis alles fertig ist, der muss hier aufhören mit Lesen …

Aufhören! Jetzt!

Für alle, die immer noch dabei sind, geht es weiter mit dem Umsetzen der Pläne aus dem letzten Beitrag zur Gießerei. Wie man im Bild 1 sieht, sogar schon mit dem weiteren Anbau.

Bild 1: Grundsteinlegung … oder eigentlich. Fundamanttest

Als erstes entsteht wieder eine Art Fundament – 1mm PS-Platte, dann ein „Rahmen“ aus 2mm x 2mm PS-Profil. Und in diesem Fall, damit die Höhe der Rillenschienen erreicht wird, kommt noch einmal ein 1mm x 2mm PS-Profil oben drauf.

An zwei Stellen sind schon Muttern eingeklebt, mit denen später das Gebäude am Modul festgeschraubt werden kann (da sind darunter in der PS-Platte und in der Deckplatte des Moduls natürlich entsprechende Löcher), ein Loch wird der Stromzufuhr dienen.

Dort, wo man später einen Übergang vom Hof „in das Gebäude“ hat, habe ich mir schon ein wenig Gedanken gemacht, was hier später einmal passieren soll. So gibt es „unten links“ (in Bild 1) das Tor in die Werkstatt, bei dem auch Schienen für eine Industriebahn (Feldbahn trifft es hier ja wohl nicht wirklich) hineinführen (die wird aber nur Attrappe) – sieht man im Bild 3 auch ganz gut (da sogar schon mit mehr Farbe). Weiter „oben“, im Anbau, wird ein Tor offenstehen, so dass hier auch der Betonboden des Anbaus zu sehen sein muss.

Bild 2: Die Straße wird schon etwas „vorortlicher“, wenn auf der linken Seite endlich auch einmal gebaut wird!

Wichtig für mich sind immer wieder Stellproben. Das mag daran liegen, dass die Planung nicht so extrem umfangreich ist (hat man ja gesehen … da ist nicht viel!) und ich eigentlich immer zusehe, wo ich ggf. noch etwas ergänzen oder ändern muss oder kann, damit es dann eher so aussieht, wie ich es mir eigentlich vorstelle …

In Bild 2 sieht man so eine Stellprobe für die Straßenseite – die erste Wand des Gebäudes. Kleine Streifen Kreppband und UHU patafix sorgen für Stabilität, man kann aber alles schnell wieder abbauen. Beim rechten Fenster habe ich einfach mal eine Auhagen-Mauer dahinter geklebt – dieses Fenster wurde irgendwann zugemauert. Später wird das natürlich hochprofessionell dargestellt werden!

Bild 3: Die Hofseite mit testweise eingesetzten Fenstern und Türen/Toren von H0fine

Weiter geht’s dann wie in Bild 3 zu sehen mit der Wand zum Hof. Ich sollte irgendwann einmal ein Foto machen (Notiz an mich!), bei dem ein Auhagen-Fenster neben einem von H0fine eingebaut ist … der Unterschied ist groß!

Spannend wird noch die Tatsache, dass das Rillenschienengleis hier knapp vor dem Gebäude endet. Einfach gerade an die Wand führen und dort irgendwas anbringen, was wegrollende Wagen beim Vorbild stoppen würde, geht leider nicht, weil das Gleis nicht gerade auf die Wand trifft. Ich habe aber schon ein paar Möglichkeiten gefunden oder genannt bekommen, wie man hier – zumindest größtenteils! – ein ungewolltes Zusammentreffen von Waggon und Wand verhindern könnte.

Schließlich wollten dann die mühsam handbemalten Einrichtungsteile auch noch auf’s Bild … also schnell provisorisch einen Fußboden in die Werkstatt gelegt, reingestellt und durch die Fenster geschaut …

Bild 4: Ein Blick in die Werkstatt – schließlich soll man ja hinterher auch etwas sehen können von den mühsam bepinselten Einrichtungsteilen

Passt soweit – würde ich meinen. Hier kann man noch ein wenig ausprobieren , wie viel man hinterher von dem ganzen Spaß sehen kann. Die schönste Einrichtung bringt ja nichts, wenn sie nachher gar nicht mehr zu sehen ist. Theoretisch kann man da natürlich auch noch etwas schummeln – musste ich hier aber gar nicht. Der Boden ist jetzt 1mm höher als die Oberkante des „Fundaments“ und passt damit auch zu der um 1mm erhöht eingebauten Tür, vor die noch eine kleine Stufe kommt.

Gießerei „Hagen&Hagen“ (2) – „Planungen“ und erste Schritte

Ja … und wieder geht das Geschreibsel los …

Wirklich große Pläne erstelle ich von meinen „Baustellen“ ja meistens nicht – keine schicken Zeichnungen am Computer, schon gar keine 3D-Papiermodelle, um sie auf dem Modul zu platzieren. Das mag sich jetzt bei einer etwas größeren Geschichte wie der Gießerei vielleicht noch ändern, aber ich fange auch hier mal klein an … mit einem Gebäudeteil ganz „hinten in der Ecke“.

Ein wenig plane ich aber schon – und die oberste Baubehörde (vulgo: Ehefrau) muss ja auch irgendwas in der Hand haben, um das Bauvorhaben zu befürworten. Das sieht dann in der Regel so ähnlich aus wie in Bild … ähhhh .. Skizze 1:

Bild 1: Skizze der Werkstatt

In eben jener hinteren Ecke steht angenommenermaßen ein kleines Gebäude, das als Werkstatt dient. Das Bild 1 zeigt hier mal den ersten Teil, links kommt noch ein Anbau dazu, für den ich noch nicht ganz fertig bin mit dem Drum und Dran.

Die eigentliche Planung – zumindest ein Teil davon – liegt jetzt mal vor … und ich zeige das jetzt mal mutig her. So sieht es aus … chaotisch, hingekritzelt, … schlimm!

Bild 2: Planung und „Zutaten“

Bild 2 zeigt, dass hier im Wesentlichen die wichtigsten Abmessungen zu sehen sind (zu sehen der Grundriss, auf der Rückseite gibt’s auch Maße für die Wände) und hier und da Anmerkungen, was ich beim Zusammenbau doch bitte bedenken sollte oder was für Teile (Fenster, Türen, Tore, …) man doch bitte verwenden sollte. Gleichzeitig liegen da ein paar Teile (im ersten Teil schrieb ich ja bereits über das Zusammensuchen von Dingen, die ich irgendwann einmal irgendwo gelagert hatte, um sie jetzt zu suchen), um die ich quasi das Gebäude herumbaue … Klar, man kann vieles auch selber bauen und dann ganz individuell passend, aber manchmal hat man halt so Dinge, die man dann für passend erachtet für das Bauvorhaben, und deswegen dann zusieht, wo was am besten aussieht oder hin passt.

Hier werden einige Fenster von H0fine verbaut werden – die sind größtenteils dazu gedacht, Bauten aus dem Auhagen Fabrik-Baukasten zu „pimpen“. Ein Schornstein aus Weißmetall stammt von einem amerikanischen Hersteller (ich finde jetzt gerade den Namen nicht mehr), das blaue Teil aus Plastik stammt aus einem Kugelschreiber und wird in einem weiteren Schornstein seinen Dienst tun. Und die Teile von Mo-Miniatur sind mir mal über eBay zugelaufen (ich meine, die ganze „Weißmetall-Serie“ bekommt man direkt/neu gar nicht mehr). Ursprünglich wollte ich ein schickes Regal aus Resin (gleicher amerikanischer Hersteller) verbauen, das dann aber zu breit war … also eigentlich war die erste Planung des Anbaus für die Werkstatt zu breit geraten und wäre viel zu nah an das Anschlußgleis gekommen … in einen Anbau passender Breite passt nun aber das Regal nicht mehr hinein – Pech gehabt!

Bild 3: Erste Teile der Inneneinrichtung „in Farbe“

Zwei weitere Teile, die dann irgendwie in die „Zu verwenden!-Kiste“ gekommen sind, sieht man in Bild 3 schon in Farbe – ich wollte ja auch mal wieder was weiterbringen und nicht nur suchen und planen. Während der flache Teil vorne ebenfalls von MO-Miniatur ist und noch Beine bekommen wird, sieht man hinten eine Werkbank und Maschine von Maximilian Kramer – die Website zeigt hier fast nur Eisenbahngeschütze, zumindest an seinem Stand auf der Wiener Modellbaumesse konnte man in früheren Jahren in diversen Keksschachteln allerlei Kleinteile, hauptsächlich für Fabriken und Werkstätten bekommen. Die sind jetzt nicht oberdetailliert und sehen ohne Farbe auch eher ein wenig nach „Salzteig“ aus, aber mit Farbe und für eine Inneneinrichtung machen sie m.E. einiges her. Apropos „Salzteig“: Es ist etwas Resinartiges, was hier verwendet wurde. Aber irgendwie recht spröde …

Soweit erstmal aus dem Einrichtungshaus! … beim nächsten Mal hoffentlich schon mit ein paar Bildern vom Bau.

Gießerei „Hagen&Hagen“ (1) – Vorwort(e) und so etwas wie ein Baubeginn

Schon seit Beginn der Ideenfindung für die Schönauer Schleppbahn sollte es ja irgendwo eine mehr oder weniger „alte Fabrik“ geben, die von der Bahn bedient wird. Es gab da viele Dinge, die mich inspiriert haben (oder sagt man heute, es gab „Influencer“, die mich „influenciert“ haben?), aber ganz vorne war da sicher auch wieder Emmanuel Nouaillier mit seinen Dioramen von Motiven der Pariser Vororte.

War es erst noch die Fabrikation von Elektrogeräten („Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann.“), kam dann recht bald der Schwenk zu einer Gießerei (der Saugbläser „Heinzelmann“ passt irgendwie auch nicht zu einer alten, in die Jahre gekommenen und etwas … naja … abgewirtschafteten Fabrik, oder?). Es wurde ja nicht nur in unmittelbarer Nähe der großen Stahlwerke gegossen (und gewalzt und …), sondern auch anderenorts … und da mussten natürlich dann die benötigten Rohstoffe auch irgendwie hinkommen … ein Fall für die Schönauer Schleppbahn auf den letzten Metern durch die Vorstadt … da schließt sich der Kreis dann irgendwie wieder.

Für Gießereien findet man heutzutage im Internet auch einiges an Vorbildern … von ganz groß … bis weniger groß. Damit gab’s dann also wieder Inspiration und die muss jetzt irgendwie noch in einen Plan münden, nach dem ich dann die Gießrei an der Schleppbahn bauen kann. Ein Vorbild – noch dazu aus einem Wiener „Vorort“ – sei an dieser Stelle mal genannt: Die ehemalige Gießerei Zimmermann in Wien Ottakring (und nein, die hat nichts, aber auch gar nichts mit dem in Wien und Umgebung bekannten 16er-Blech zu tun).

Viel zeigen kann ich hier noch nicht … es gibt erste Skizzen und es muss wohl irgendwie ein Plan entstehen, auch wenn ich sonst eher nur etwas plane und der Rest entsteht dann beim Bauen … Das Areal der Gießerei ist so groß, dass sich spätestens ab der Modellbahn-Epoche V die Investoren wie die Geier darum reißen, wenn die Gießerei einmal ihren Betrieb einstellen sollte (gottseidank denkt daran in der Epoche III, in der wie uns bewegen, noch keiner … sonst würden die Arbeiter sich schon um 16er-Bleche reißen). Und darum muss ein wenig mehr geplant werden als sonst.

Eine große Gießerei wird es nicht sein, was die Gebrüder Hagen hier führen – natürlich wird auf dem Modul nur ein Teil der Anlage dargestellt (hauptsächlich der Teil, wo die Rohstoffe „reinkommen“ und die fertigen Gußerzeugnisse „rauskommen“ – sonst wäre es beim FREMO-Betrieb ja irgendwie fad), aber auch der lässt jetzt keine riesige Fabrik jenseits der Modulseitenbretter erahnen. Die Gießerei „Hagen&Hagen“ existiert angenommenermaßen schon länger an diesem Ort, kann und will aber auch nicht an einen neuen Standort wechseln, um sich zu vergrößern. Man hat sich auf einige Nischen spezialisiert und dafür einen guten Markt in Österreich, Europa … und vielleicht sogar darüber hinaus.

Nachdem ich jetzt schon so viel geschrieben habe, kommt auch noch ein Bild! Natürlich sammelt man über die Zeit diverse Dinge, die man irgendwann einmal einbauen möchte, wenn man denn dieses oder jenes baut. Man packt es dann in der Regel irgendwo hin, wo man es im Fall, dass man es endlich braucht, garantiert wiederfindet. Wer auch so vorgeht, der weiß, was ich jetzt tue: Suchen. Ich weiß noch genau, dass ich dieses oder jenes einmal irgendwo hinein gelegt habe, aber wo …? Da, wo es mir jetzt sinnvoll erscheint, ist es jedenfalls nicht …

Ein paar Sachen habe ich aber doch schon gefunden (auch solche, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie habe). Unter anderem war da das Oberteil einer Spüli-Flasche (es müsste so eine mit einem grünen, herumspringenden und -quakenden Tier darauf gewesen sein), das mich irgendwie an einen großen, industriellen Lüfter erinnert hat, wie man ihn auf einer alten Fabrik ganz sicher gefunden hätte. Dieses Oberteil passte auf wundersame Weise auf ein weiteres Teil, das mal ein „Dialyse-Set“ gewesen war, das nach einem Sturz auf den Fußboden seine Sterilität verloren hatte. Mit einem Stück eines Rohres dazwischen würde das Ganze dann auch noch eine irgendwie passende Höhe bekommen, um interessant und imposant zu wirken. Also zusammengeklebt, Beine darunter bebaut und mit Farben von Vallejo und Farbpigmenten verrostet … das erste Stück der Gießerei „Hagen&Hagen“ ist fertig!

Bild 1: Ein Lüfter der Gießerei „Hagen&Hagen“ – analoges Basteln ohne Lasercut und 3D-Druck (nicht, dass solche Verfahren schlecht wären)

Zwischendrin … ’ne Birke zum Geburtstag

Bild 1: Eine mehrstämmige Birke … statt Blumenstrauß zum Geburtstag

Wenn ein guter FREMO-Freund einen runden Geburtstag hat, ihn standesgemäß feiert und noch dazu einige Streckenmodule hat, dann kommt man beim Überlegen, was man ihm zum Geburtstag schenken könnte, zwangsläufige auf das seit Kindheitstagen so beliebte „Ich bastel‘ was!“.

In diesem Fall ist es eine mehrstämmige und sehr verästelte Birke geworden … gebaut wie bei mir üblich, daher hier nicht lange beschrieben …

Zwischendrin … noch ein „Dreitönnerchen“

Bild 1: Mal wieder so ein „Dreitönnerchen“ …

Und wieder nur ganz kurz … ein Dreitonner aus einem der Herpa Minitanks-Lkw. Diesmal mit einer neuen Pritsche von einem anderen Lkw und ein paar Verfeinerungen.

Mehr nicht … echt nicht.

Und auch der geht quasi wieder als Tauschobjekt zu einem FREMO-Kollegen.

FREMO-Localbahn-Treffen 2019 in Schönau/Tr. (2)

Glücklicherweise habe nicht nur ich Fotos gemacht … sondern auch andere Teilnehmer und Gäste waren mit der Kamera vor Ort und haben den Auslöser gedrückt.

Im Folgenden ein paar Links zu Fotogalerien bzw. zu YouTube …

Wenn noch weitere Bilder oder Filme auftauchen, ergänze ich einfach diesen Beitrag (wie zuletzt am 9. April) … also ja nicht wundern …

FREMO-Localbahn-Treffen 2019 in Schönau/Tr. (1)

Zum nunmehr sechsten Mal fand Ende März ein Localbahntreffen in Schönau an der Triesting statt. Die nunmehr helle und freundliche, frisch renovierte Halle „gehörte“ uns für vier schöne, entspannte Tage.

Und ich habe sogar ein paar Fotos gemacht …

Und was diesmal besonders erwähnenswert ist: Viele Dienste – sowohl als Zug- und oder Lokführer als auch als Fahrdienstleiter – waren immer mal wieder fest in Kinder- oder Jugendlichenhand!

Stefaniberg (9) – nun aber Prost!

Nun bin ich fertig!

… ok … diese Worte bedeuten bei mir in etwa das Gleiche wie bei anderen Modellbahnern. Eine Modellbahn – und auch ein Modul – ist eigentlich nie fertig. Vielleicht fällt mir irgendwann doch noch irgendetwas ein, was ich an dem Module noch unbedingt ändern oder ergänzen muss. Mal sehen. Derweil aber: Fertig!

Für ein paar abschließende Fotos – nichts Besonderes und eines schon aus dem letzten Blogeintrag „auf alt getrimmt“ bekannt – hat sich mal das Modul mit dem Christophorus-Hof im „Rübermachen“ versucht. Es steht dort natürlich nie … sonst wäre die Schleppbahn extrem kurz. Andererseits … ich wäre dann schon komplett fertig!

Großartigen und vielen Text möchte ich hier gar nicht loswerden … ich denke, eigentlich alles ist irgendwie von irgendwo schon bekannt. Ich habe ja nichts neue erfunden, denke ich .

Bild 1: Das bekannte Bild in Farbe … mit Christophorus-Hof als „3D-Hintergrund“
Bild 2: Das Schöne an Normen … wenn man sich daran hält passen selbst Dinge zusammen, die eigentlich gar nicht zusammen gehören

Bild 1 und 2 zeigen schön, dass der modulare Aufbau etwas für sich hat. Beide Module stehen so nie zusammen (außer bei einer in Ultrakurzversion aufgebauten Schleppbahn), passen aber – selbst einfach locker auf einer ebenen Unterlage zusammengestellt – fast perfekt zusammen.

Bild 3: Büsche und Unkraut am Straßenrand
Bild 4: Die Modellbüsche und -unkräuter haben gegenüber den echten den Nachteil, dass sie sich nicht so einfach zur Seite biegen, wenn ein Schienenfahrzeug daran vorbeifährt und sie streift …
Bild 5: Hier offenbart sich der ganze Schummel maximal … Schleppbahn in Minimalversion, quasi – der ÖAF Schnelllaster muss gar nicht so schnell fahren … weiter vorne hält die Mitzi tratschenderweise mit ihrem Traktor den Verkehr auf
Bild 6: Der umgebaute Prellbock, dank dessen Werdegang der Stefaniberg erst zu seinem Namen kam
Bild 7: Bei dem schönen Wetter wird’s sicher ein guter Jahrgang am Stefaniberg …
Bild 8: Nach meiner Hilfe sieht’s an der Unkrautfront nicht mehr ganz so schlimm aus und Trecker samt Egge kümmern sich am das, was noch nachgewachsen ist
Bild 9: Wein, Trecker und Egge … ja sogar die Schleppbahn! … sind dem Kleiber, der kopfüber den Stamm der Weide herunterklettert ziemlich egal …