Puh … staubig hier!

Allerdings … lange nichts geschehen hier im Block. Tut mir leid … ehrlich!

Aber Ihr kennt das eh … man macht hier ein wenig, dort ein wenig … ja, irgendwie kommt dabei fast nix raus. Auf jeden Fall geht es derzeit weiter mit der Gießerei … ich hoffe, da kann ich bald etwas berichten. Und dann findet bald wieder – zum nunmehr zehnten Mal! – das FREMO-Treffen in Schönau statt. Und da muss auch noch ein wenig was getan werden …

Ihr erinnert Euch: Ich hatte mir ja vorgenommen, zum nächsten Treffen jeweils immer mindestens einen (Güter-) Wagen mit allem Pi, Pa und Po – also speziell Alterung – fertig zu machen. Und da sind wir wieder bei „staubig hier“. 

Bild 1: Stau vor der Eisenbahnkreuzung!

Irgendein Schlingel hat doch tatsächlich beim Verschub auf der Scheppbahn zwei Wagen – die kommen zum Großmarkt … oder von dort – auf der EK stehen lassen. Die arme Mitzi kann da also gar nicht weiterfahren mit ihrem Traktor! 😊

Nun, die zwei F der FS sind mal wieder eingestaubt (siehe oben) und eingesaut worden. Inzwischen finde ich das sogar halbwegs gelungen … aber nach oben ist wie immer noch sehr viel Luft!

Ich freue mich nur, dass ich inzwischen eine recht einfache aber m.E. wirksame Methode gefunden habe, die Radsätze zu altern: Acryl-Stifte! Da hat (u.a.) ein Satz mit diversen Brauntönen seinen Weg zu mir gefunden … und wenn die Acrylfarbe getrocknet ist, kommt jeweils noch ein Wash mit Schwarz an das Rad. Fertig!

Carro Aperto Tipo L bzw. LL der FS von ATM

Mal wieder eine Produktempfehlung … weil man manche schöne Dinge ja nur findet, wenn man durch Zufall darauf stößt … oder über jemand anderen davon erfährt.

Wie gehabt. Es soll um eine Produktvorstellung gehen – keine langen Vergleiche mit dem Vorbild oder sowas. Dazu kenne ich mich – speziell an dieser Stelle – auch viel zu wenig mit den Vorbildern aus!  

Ausländische Fahrzeuge sind in unseren Zügen ja immer ganz beliebt, bringen sie doch Abwechslung (wenn man nicht gerade zig Wagen mit mehr oder weniger vorbildfreien Werbebeschriftungen besitzt) in das „braune Allerlei“ – braun natürlich, weil es hier um Güterwagen gehen soll. Speziell interessant finde ich – wohlgemerkt: in der Epoche III modellbahnerisch daheim! – italienische Wagen. Irgendwie wirken sie exotisch und modern … über die Breite von Bretterfugen oder -furchen muss man da in der Regel gar nicht mehr nachdenken … und die Achsstände sind teilweise schon gigantisch … nun ja … genug Begeisterung für’s Erste!

Die durch ihr Spitzdach noch etwas exotischeren geschlossenen Wagen sind ja nun schon einige Jahre in mehreren Varianten und von mehreren Herstellern zu haben (und als typische „Obst-Transporteure“ der Epoche III auch immer wieder Gast an der Schönauer Schleppbahn). Bei den offenen gab es einen recht fein gemachten, sehr kurzen Typ bei Klein Modellbahn und … das war’s dann auch sehr lange (lässt man mal teure Kleinserien oder schwer zu bekommende Modelle außer Acht). ACME ist jetzt bei den offenen angekommen, aber bisher immer in der (für mich) falschen Epoche oder in Sets mit noch mehr geschlossenen Wagen (sie ich schon genug habe), noch dazu teilweise in Varianten, die man m.E. außerhalb Italiens nicht wirklich nutzen kann.

Durch Zufall bin ich jetzt auf den italienischen Hersteller ATM gestoßen, der einige sehr interessante Wagen der FS – speziell Güterwagen – im Programm hat. Durch das Internet ist ja heute auch eine Bestellung in Italien kein Problem mehr … also habe ich es mal gewagt …  

Bild 1: Carro Aperto Tipo L (1959) Con Garitta … also ein offener Güterwagen des Typs L von 1959 mit Bremserhaus
Bild 2: Ein Blick auf die Bremserbühne mit Bremserhaus
Bild 3: Das Wageninnere

Alles in allem also ein recht fein gemachter Wagen … ich würde sagen: „state of the art“. Klar, es gibt Firmen, die Feineres mit noch mehr Details liefern … aber dann kostet so ein Wagen auch nicht die knapp 35 Euro, die ich für diesen Tipo L bezahlt habe. Die Wagenaußenseiten sind ordentlich gemacht, die Innenseiten nicht so detailliert (wobei sich die Frage stellt, was in einem offenen Wagen aus Stahl auch groß an Detail sein sollte?), die Bedruckung ist m.E. wirklich gut gemacht.

Sehr nett auch von ATM, dass hier Wagen des EUROP-Pools zu haben sind … viele Hersteller sehen ja irgendwie nicht, dass mit solchen ggf. auch eher ausländische Modellbahner zugreifen, weil der Wagen damals frei in den EUROP-Ländern verwendet werden konnte (quasi wie ein „Inländer“).

Den Tipo L gibt es übrigens auch als Wagen ohne Bremserhaus … falls jemand die Abwechslung sucht.

Bild 4: Carro Aperto Tipo LL (1956) … also ein offener Güterwagen des Typs LL von 1956

Beim Tipo LL dann kein EUROP … soweit ich das überblicke (wie gesagt: kein Experte in Sachen Güterwagen der FS) waren diese aber auch nicht im EUROP-Pool (analog den gedeckten F, die es im EUROP-Pool gab, den langen FF aber nicht). Aber der Wagen gefiel mir irgendwie (ein Wahnsinns-Achsstand … oder?) … und irgendwas wird der schon von Italien herankarren dürfen! Außerdem: Ein schönes Modell unter 30 Euro!

Innen sieht er übrigens so aus wie der L, es gibt jedoch keine Andeutung der Türen (also alles glatt).

Beide Wagen rollen übrigens leicht und sind sauber verarbeitet.

Fazit für mich: Zwei schöne und interessante Wagen (der EUROP-L auch wirklich fast überall einzusetzen) zu fairen Preisen. Mal sehen, was da bei ATM noch so alles kommt …

Update 8.12.2024

Inzwischen ist mir der Carro Aperto Tipo L wieder in die Hände gefallen – im Bestreben, mehr und mehr Wagen gealtert einsetzen zu können.

Ich  meine, er macht auch so eine gute Figur. Realistische Farbe ist eben mindestens so wichtig wie stimmige Details und Feinheiten!

Bild 5: Der gealterte L zusammen mit einem F des Herstellers A.C.M.E. (ebenfalls gealtert)

Zusammen mit einem geschlossenen Spitzdachwagen (Modell von A.C.M.E.) passt das richtig gut … finde ich jedenfalls.

Bild 6: Die Sache mit dem „besenrein“ muss man dem Lehrling wohl noch einmal erklären … der Wagen hatte Koks für die Gießerei geladen

Benutzt habe ich wieder Washes und Pigmente – Letztere vor allem in Form von PanPastel.