Ein Steyr 380 f mit Drumherum (4) – am Ende

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei … so heißt es ja. In diesem Falle muss ich ja auch irgendwann mal fertig sein mit allem Drumherum und Lkw samt Zubehör dem neuen Besitzer übergeben …

Also: Frisch an’s Werk!

Bild 1: Das nächste Preiserlein, wie es aus der Schachtel (am Flohmarkt gefunden) kam

Nachdem es ja nun schon einen mehr oder weniger Freiwilligen „am Sack“ gab, fand sich recht schnell noch jemanden, der die Schaufel in die Hand nahm …

Dieser Kollege musste sich auch keine Arme brechen lassen – er hat von selber gewerkelt!

Allerdings ist diese Figur bei Preiser wohl schon länger im Programm. Die angespritzte Schaufel konnte mich jedenfalls nicht überzeugen … also doch wieder Herumschnitzen.

Bild 2: Die Schaufel gefällt mir jedenfalls besser

Da ich keine feinere Schaufel  gefunden habe, ist eine aus einem 0,3mm-Draht und einem Stück Cinefoil entstanden. Bild 2 zeigt den fleissigen Mitarbeiter nach einer Grundierung aus der Spraydose und …

Bild 3: Und nun ganz bemalt

… Bild 3 mit noch etwas mehr Farbe (irgendwie wirkt er aus der Nähe auf dem Foto sehr fleckig … oder doch dreckig?).

Schließlich habe ich – aus Ermangelung genauerer Vorbildinformationen – überlegt, dass die angefüllten Säcke ja irgendwie geschlossen werden müssen. Hier gab es nicht viel zum Schnitzen. Der Kollege hat einfach entsprechende Schnur bekommen – die war ein einzelner Faden in einer Mulbinde oder sowas …

Bild 4: „Den Sack muss ich noch zubinden …“

Anschließend sieht man mal alle drei bei der Arbeit. Dafür werden sie ja schließlich bezahlt, oder?

Bild 5: Die drei von der Kohlenhandlung …

Da ich noch nicht genau weiß, wo die einzelnen Figuren und der Lkw dann im Einzelnen stehen werden, habe ich noch überlegt, wie man die Kohlensäcke von der Waage (die ja wohl in der Nähe einer größeren Ansammlung von Kohlenstücken – auch Lager, Haufen oder Bansen genannt – stehen wird) bis zum Steyr transportiert … am Rücken tragen ist ja sicher keine so tolle Option.

Nun, es hat ja mal wer die sogenannte Sackkarre erfunden … da ist ja der Name schon Programm. Und im Programm von Noch gibt es sowas … sogar hier bei mir zuhause in einer Packung. Aaaber: Die (Sackkarre!) ist irgendwie für Kinder oder zwergwüchsige Erwachsene … das kann so nicht passen bei „ganzen Kerlen“, so wie den Dreien hier …

Also habe ich mit Polystyrol, ein wenig Cinefoil (ich glaube, ohne geht nichts …) und Draht gespielt. Im Bild 6 mal eine junge Dame als Größenvergleich …

Bild 6: Zur Abwechslung mal ein „Mannequin“ (so nannte man es wohl damals) statt verschwitzer und dreckiger Arbeiter!

Mit ein wenig Farbe sieht das schon etwas besser aus. Und nun – in Bild 7 – mit einem der Arbeiter.

Bild 7: So lässt sich so ein Kohlensack gleich leichter transportieren

Eine letzte Idee führte mich dann zu meiner besseren Hälfte und ihren Stoffen!

Bild 8: Neneneee … kein falsches Foto!

Auch wenn die bunten Katzen jetzt vielleicht irritieren: Die Struktur des Stoffes passt recht gut zu den Kohlesäcken von Kotol. Und die eher weißen Flächen mit etwas Grundierung und Farbe ergeben dann recht brauchbare leere Säcke, die neben der Kohlenwaage am Boden liegen dürfen.

Bild 9: Es liegen auch ein paar leere Säcke bereit (ich habe die nachher noch etwas heller gefärbt)

Damit sind wir nun wirklich am Ende …

… also … dieses kleinen Ausflugs zu einem Steyr 380f mit Drumherum. Eventuell kommen dann irgendwann noch ein paar Bilder, wenn alles an seinem Platz angekommen ist.

Kleinvieh macht auch Mist! … Jason Jensen kümmert sich um Details

Nach und nach hole ich auf … von Jason Jensen gibt es einen ganzen Haufen Videos in YouTube … und eigentlich in jedem finde ich etwas Interessantes. Mit einem Video zum Thema Details, woher man sie bekommt, wie man sie coloriert und plaziert, das ich jetzt geschaut habe, fühle ich mich quasi gezwungen, hier endlich mal einen Link zu setzen. Der geht jetzt speziell eben auf dieses „Detail-Video“, es sei aber jedem ausdrücklich geraten, von dort aus mal weitere Videos von Jason anzuschauen.

Kleine Vorwarnung noch: Jason Jensen ist Amerikaner und spricht auch entsprechend.

Trötzmüller-Garage Wien

„Alte Hasen“ hier im Blog kennen den Beitrag zur Apollogarage in Wien. Und sie erinnern sich vielleicht auch an die Geschichte.

Ich jedenfalls habe etwas daraus gelernt: Wenn Frau fragt, ob man nicht mit nach Wien kommen möchte, dann macht man das nicht nur, weil man ein netter Mensch ist, sondern auch, weil man dann vielleicht wieder was Interessantes sieht.

Was soll ich sagen … ähhh … schreiben. Es hat wieder geklappt!

Wieder gab es eine Garage, aber irgendwie doch ganz anders …

Parkplätze findet man hier keine (zumindest ich fand beim Blick vom Bürgersteig keine, drinnen herumgelaufen bin ich dann nicht), aber es gibt eine Tankstelle und eine Waschanlage. Und auch die Architektur und das Drumherum sind natürlich anders … aber eben auch spannend, wie ich finde.

Und auch, wenn hier die Moderne schon ein wenig Einzug gehalten hat, so kann man sich doch in etwa vorstellen, wie’s hier früher wohl zugegangen ist.

Ein Steyr 380 f mit Drumherum (3)

Es zeichnete sich ja im letzten Beitrag schon ab, dass der Steyr 380 f nun langsam fertig ist. Nach ein paar abschließenden Arbeiten hier und da zeigt er sich jetzt von seiner … ÄHEM … besten Seite.

Bild 1: Die Frontansicht … feine Spiegel und Peilstangen stehen dem Steyr gut, die „in’s Glas“ gespritzten Plastik-Scheibenwischer fallen glücklicherweise nicht so sehr auf
Bild 2: Nummerntafeln müssen natürlich sein …
Bild 3: Kurz vor dem gedachten Abschluß kam dann noch das Reserverad angerollt … das hatte ich total vergessen
Bild 4: Für den gröbsten Dreck gibt’s jetzt auch einen Besen

Der Besen in Bild 4 war eine spontane Idee nach dem Schreiben des letzten Beitrags. Nur … was macht man, wenn man dann beim Durchwühlen der Schubladen keinen Besen findet?

Dieser besteht aus „graviertem“ PVC-Hartschaum (Unterseite mit harter Drahtbürste strukturiert, in die Seiten immer vertikal mit dem Messer eindrücken) und einem dünnen Draht.

Bild 5: Kleines Zeug aus „wertigem“ Metall … kenne ich sonst nur von meiner besseren Hälfte!

Nach dem fertigen Lkw ist es Zeit für das Drumherum, von dem schon länger in der Überschrift der Beiträge zu diesem Thema die Rede ist. Den Beginn macht ein Messingbausatz von Weinert für eine Kohlenwaage.

Schaut kompliziert und „fitzelig“ aus, geht aber eigentlich ganz gut von der Hand, fand ich. Man muss nur schauen, was man wann zusammenbaut, damit man es noch rechtzeitig vorher lackieren kann (und überall herankommt). Zusammengebaut und bemalt zeigt sich die fertige Waage mit einer „Portion Kohle“ dann im nächsten Bild. Fehlt halt noch wer, der die Arbeit dann macht …

Bild 6: „Oida?! Kohlensack? Ich? Geht’s noch?“

Wie in Bild 6 zu sehen ist Preisers gelernter Kraftfahrer (er deutet recht wichtig herum) zuerst noch ein wenig unwillig.

Nun, zwei gebrochene und wieder angeflickte Arme später ist er kooperativ!

Bild 7: Tja … hat er nun davon!

Nun, die Arme wurden soweit möglich auch fachgerecht wieder angebracht, die Kleidung noch einmal ein wenig überarbeitet … ich denke, er ist zufrieden.

Ein Steyr 380 f mit Drumherum (2)

Am Ende des vorherigen Beitrags hatte sich die Erkenntnis herangeschlichen, dass man auch die hintere Ladebordwand verblechen sollte … Nun, spät aber doch habe ich das dann tatsächlich gemacht. Und – mit Bild 1 – auch dokumentiert, dass dort tatsächlich haushaltsübliche Küchen-Alufolie hingeklebt wurde.

Bild 1: Hier sieht man deutlich, wie und wo noch mit Alufolie das Blech nachgebildet wurde … ok! … wo ich gepfuscht hatte …

Nach einer Grundierung aus der Spraydose sieht nun alles grau aus … außer die Außenseiten der Pritsche. Die haben schon ein wenig Holzfarbe abbekommen.

Bild 2: Mal als Ganzes mit nicht mehr silbrig glänzendem Blech

Zusammen mit der Fahrerkabine wird es langsam doch zu einem „klassischen Steyr“ in Grün mit Holzpritsche.

Bild 3: Und ein Blick von vorn

Im Alltag wird so eine verblechte Pritsche ja doch hier und dort einen Knuff abbekommen und auch mal Wind und Wetter ausgesetzt sein. Also wird sie wohl hier und dort und über kurz und lang auch zu rosten begonnen haben.

Mit dunkler Rostfarbe gab’s also die typische Patine. In die noch feuchte Farbe habe ich locker ebenfalls dunkelrotbraune Pigmente eingestupft und massiert. Bild 4 entstand hier nach dem ersten Durchgang … man kann da natürlich hier und dort korrigieren und auch stärker verrosten … wie man halt will. An ein paar Stellen habe ich dann auch noch etwas hellere Pigmente hineingemischt. Ganz am Schluss habe ich mit einem weichen Pinsel ein wenig „gefegt“ … damit wirklich lose Pigmente verschwinden. Harte Pinsel oder zu heftiges „Fegen“ können natürlich noch mehr Pigmente verschwinden lassen. Will man das alles ganz fest und für immer haben, muss man den Spaß fixieren (etwa mit Mattlack). Dabei wird aber in der Regel die Patina etwas „verblassen“. Da m.E. der Lkw selten angefasst werden wird – und dann wohl nie an der Ladefläche -, lasse ich es so gut sein und fixiere nicht.

Bild 4: Auch Blech leidet im rauhen Arbeitsalltag – erste Rostspuren

Jetzt wird es Zeit, sich wieder dem Wohlbefinden des Fahrers zu widmen. Der hatte keine Scheiben mehr in der Fahrerkabine (die setzt man einfach wieder ein) und ich hatte ihm die alten Rückspiegel entfernt. Also habe ich mit neuen für Ersatz gesorgt. Die sind geätzt (Weinert) und mit Brünierung von Ballistol geschwärzt. Nach dem Einkleben mit einem kleinen Tropfen Sekundenkleber haben sie nochmal mit einem feinen Pinsel schwarze Farbe abbekommen, die eigentlichen Spiegel sind mit einem „Gundam Marker“ silbrig gefärbt.

Als totalen Luxus für den Fahrer habe ich noch Peilstangen angebracht (0,3mm Draht, ebenfalls brünert und mit der Spitze vorsichtig in Weißleim getaucht). Die haben dann oben drauf noch einen Klecks weißer Farbe bekommen.

Bild 5: Die Fahrerkabine wieder vollständig mit Glas und brünierten „Peilstangen“ und Spiegeln

Bild 6 zeigt dann abschließend die Pritsche mit etwas Ladung (in Säcken bzw. lose Reste) und noch zusätzlichen Pigmenten in der Farbe der üblichen Ladung: Kohlrabenschwarz.

Zur Auflockerung hat die Pritsche hier und da ein paar Spuren blanken Metalls abbekommen – hier wurde mal irgendwas über die Pritsche gezogen. Solche Spuren bekommt man prima mit einem weichen Graphitstift (Kunstbedarf) hin.

Bild 6: Und schon stehen Kohlensäcke darauf … wem die wohl geliefert werden?

Ein Steyr 380 f mit Drumherum (1) – Naturalientausch mal wieder

Eigentlich wollte ich ja warten, bis alles fertig ist. Nachdem es aber alles – mal wieder – länger dauert … Ihr kennt das. Von mir erst recht. Und jetzt kommt noch das Projekt „Schultüte“ …

Hintergrund ist mal wieder ein „Tausch von Naturalien“ … dieses Mal in größerem Umfang, so dass ich neben dem Lkw noch ein wenig mehr zu tun haben werde … aber dazu später. Herauskommen soll aus dem Ganzen ein Lkw, der in Rodaun am Bahnhof steht … und dort auch was zu tun bekommen sollte. Ein Fuhrunternehmer ist hier mit seinem Steyr 380 f vorgefahren, um Kohle abzuholen. So der Plan …

„Ein Steyr 380 f in H0? Den gibt’s doch gar nicht!“, ruft der Kundige nun aus. Stimmt auch. Basis ist ein Steyr 380 (ohne das „f“) der österreichischen Post, wie es ihn von Starline (bzw. ACC/Austrian Car Collection) inzwischen zahlreich gibt. Einige findet man auch im Programm von Brekina. Für seine Fuhren hat der Fuhrunternehmer aber eine andere Ladefläche/Pritsche gebraucht … hier kam ein Bausatz von Kibri in’s Spiel. Und die Erkenntnis: Für den Steyr 380 (wieder ohne das „f“) ist die Pritsche viel zu lang.

Netterweise findet man ja im Internet neben vielem mehr oder weniger Unnützlichem und Nützlichem auch wahre Juwelen. In diesem Fall – und nicht nur diesem! – hilft ein Blick zu Zuckerfabrik24.de. Hier findet man auch Einiges … Vieles! … Alles?! … über den Steyr 380. So auch, dass Starline mit 42,6mm (1:1: 3710mm) den Radstand des Lkw sehr gut getroffen hat. Aaaber … es gab ihn auch als Steyr 380 f mit 4200mm Radstand (in 1:1 versteht sich). In 1:87, also H0 sind das 48,3mm. Mit ein wenig Herumgeschnippel am Fahrwerk und der Kardanwelle sowie Polystyrol in passenden Querschnitten ist das Verlängern des Fahrwerks kein Hexenwerk.

Bild 1: Stellprobe des Steyr 380 f mit verlängertem Fahrwerk

In Bild 1 sieht man, dass ich im Inneren des Rahmens zusätzliche Stückchen Polystyrol eingeklebt habe. Das erhöht hoffentlich die Haltbarkeit des Ganzen (ok, wenn denn mal die Pritsche befestigt ist, hält’s eh noch besser) und ist später nicht mehr wirklich zu sehen (auch hier hilft die Pritsche).

Die Spiegel der Fahrerkabine haben leider recht schnell den Geist aufgegeben. Naja, es gibt dann feinere als Ersatz.

Bild 2: Und … TADAA! … die Pritsche passt doch gleich viel besser!

Mit dem solchermaßen verlängertem Fahrwerk und einem provisorischen „Kunststoffschnibbel“ kann die Pritsche auch gleich mal „Probesitzen“ … passt! … finde ich.

Das weitere Vorgehen ist wohl klar:

  • Fahrerkabine grundieren und lackieren (klassisch dunkelgrün)
  • Fahrwerkverlängerung „schwärzen“
  • Pritsche grundieren

So weit ist der Steyr 380 f jetzt mal – zu sehen in Bild 3. Die Kühlergitter sind schon ein wenig mit dunkler, dünnflüssigem Schwarzgrau ausgelegt. Und zwischen Pritsche und Fahrgestell ist das Provisorium gewichen.

Bild 3: Zwischenschritt mit lackierter Fahrerkabine und grundierter Pritsche

Ein Schritt ist noch passiert: Vom FREMO-Kollegen Erich gab es dankenswerterweise noch ein schickes Bild eines Pritschen-380er mit dem Hinweis, dass
die Ladefläche mit Blech belegt war.

Da die Pritsche von Kibri innen leider nicht wirklich detailliert ist (und sich auch nicht so wirklich detaillieren lässt im Sinne von „Schnitzen wir mal eine Struktur hinein …“), hat unser Fuhrunternehmer gleich mal die ganze Pritsche innen verblecht!

Bild 4: Sicht auf das verlängerte Fahrwerk und die verblechte Pritsche

Und erst nach dem Foto habe ich bemerkt, dass die hintere Bordwand von innen auch nicht wirklich eine Struktur hat, von mir aber beim Verblechen sträflich übergangen wurde. So spielt das Leben …!

Apropos: Solange ich versucht habe, die Scheiben der Fahrerkabine zu entfernen, blieben diese bockig an ihren Plätzen. Als ich die letzte Scheibe mühevoll mit einer Maskierflüssigkeit für das Grundieren vorbereitet hatte, plumpste diese dann von selbst herunter … und von da kam ich dann an die anderen auch prima heran zum Entfernen. Auch so spielt das Leben!

Zwischendrin in Kottingbrunn – eine alte Straßenlampe/Freileitung

Gestern bin ich in Kottingbrunn durch Zufall an dieser schicken, alten Straßenlaterne vorbeigekommen … also schnell an die Seite mit dem Auto und ein Foto schießen!

Die nächste Straßenlampe war vom gleichen Typ, allerdings war der Lampenschirm nicht mehr vorhanden … deshalb: „Kein Foto für Dich heute …!“

Von der Freileitung werden hier auch noch ein paar Häuser versorgt, die „dicken Kabel“ sind solche Versorgungsleitungen. Interessant, was für ein „Verhau“ da oben so zu finden ist.

Gießerei „Hagen&Hagen“ (10) – in mir arbeitet das doch …

Nach dem letzten Beitrag bekam ich einige Rückmeldungen zum Thema Fabriksmauer. Die sei zu preußisch. Nun kann man sicher herumargumentieren, dass Fabriksmauern in Preussen in etwa das Gleiche zu tun haben wie in Österreich, oder sich auf auf den Stammbaum der Fabrikserbauer mütterlicherseits herausreden … es hilft nichts: In mir hat es gearbeitet.

Ein paar alte Bücher angeschaut … da sieht man in der Regel Lokomotiven, manchmal ganze Züge … eher selten Fabriksmauern. Die paar, die ich gefunden habe, hatten aber in der Tat auf den Pfeilern nicht solche schicke „Türmchen“ wie die Mauer von Auhagen – der österreichische Mauerbesitzer mochte es anscheinend lieber flach oben herum … was die Pfeiler seiner Mauer angeht. Das heißt natürlich nicht, dass es solche Mauern wie die von Auhagen nicht in Österreich gegeben hätte … aber es nagt dann natürlich umso mehr in einem, dass da eventuell etwas nicht ganz so passt.

Ein zweiter Punkt war dann noch, dass man die Auhagen-Mauer inzwischen auch schon wieder recht oft auf Anlagen oder Modulen sieht. Auch gibt es inzwischen quasi schon „Literatur“ zum Thema, die Mauer zu verändern.

Kurz und gut: Ich habe heute mit dem Messer herumgeschnippelt! An den schon in den Mauerstücken verbauten Pfeilern ist das nicht ganz so leicht und gut hinzukriegen, bei „frischen“ aus der Schachtel dafür umso leichter.

Bild 1: So haben die Pfeiler nun einen weiteren Probeauftritt

Aus 0,5mm Polystyrol habe ich zwei quadratische Plättchen (6mm x 6mm und 7mm x 7mm) ausgeschnitten und nach dem Abtrennen des „Türmchens“ oben auf den Pfeiler geklebt. Bei den ersten Versuchen habe ich die Plättchen erst betonfarben angepinselt – die waren dann aber irgendwie nur sehr schwierig anzukleben -, bei den weiteren habe ich erst geklebt (geht dann deutlich besser) und dann gepinselt. Natürlich wird man da farblich noch ein wenig herangehen müssen.

Nun … sieht jetzt erstens anders aus als die bekannten Pfeiler und zweitens irgendwie passender für Österreich. Bin zufrieden …

Und wo ich schon dabei war (Entschuldigung! Der Fiat lag da gerade … und hat noch kein Nummernschild bekommen …), habe ich gleich noch zwei Bonusfotos gemacht. Quasi auch zum Vergleich mit dem entsprechenden vom letzten Beitrag.

Bild 2: Heute kein Falschparker an der Schleppbahn, aber der Fahrer des Opel Blitz sollte mal einen Gang höher schalten!
Bild 3: Da kommt auch schon „Fetzen-Karl“ angerast … Lokführer und Heizer spähen – jeder auf seiner Seite – aus der Lok, weil in letzter Zeit immer wieder Leute die Gleise zuparken!

Haus am Wiener Neustädter Kanal in Kottingbrunn

„Och neee … schon wieder so ein altes Haus!“, das wird jetzt mancher sagen … oder wenigstens denken. Aber dieser Blog-Eintrag kommt jetzt spontan und aus aktuellem Anlass!

Er ist quasi zur Trauma-Bewältigung … meinerseits. Ich glaube, ich schrieb es ja schon (öfter?) – immer wieder passiert es mir, dass ich ein Haus fotografiere … und dann wird es abgerissen. Ja, das wird bald zum Trauma … echt!

Und als ich gestern durch Kottingbrunn fahre, da sehe ich plötzlich so ein modernes „Schuhschachtelhaus“ im Rohbau … wo ich vor 5 Jahren ein sehr interessantes, altes Gebäude vorfand und fotografiert habe. Ich habe bis heute keine Ahnung, was das genau ist … ähhh … Achtung, Trauma! … war. Jetzt steht es dort ja nicht mehr. Stattdessen wohnt dann halt bald jemand in einer Schuhschachtel mit Blick auf den Wiener Neustädter Kanal – oder auch nicht, denn die meisten Häuser dort haben hohe Mauern oder Hecken zum Kanal hin, weil da ja bei schönem Wetter doch sehr viel los ist am Uferweg …

Das damals war auf jeden Fall kein Wohnhaus. Ok … wenn man in einer dunklen Nacht da langläuft und vielleicht Nebel vom Kanal herüberzieht … dann kann da schon ein verrückter Doktor oder Professor hausen und irgendwelche kranken Experimente machen (inklusive schauriger Geräusche aus dem Inneren und flackernder Lichter hinter den Fenstern). Finde ich jedenfalls.

Auffällig sind jedenfalls der „Aufsatz“ auf dem Dach – das könnte eine Entlüftung gewesen sein – und die interessanten „Vordächer“, unter denen irgendetwas an der Wand montiert gewesen sein müsste … eventuell Isolatoren? Und das Gebäude hatte irgendetwas mit Strom zu tun?

Auch sonst scheint es früher noch mehr Anbauten an den Wänden gegeben zu haben – da sieht man Stellen an der Wand, wo wohl etwas um- oder abgebaut wurde.

Klasse auch die Mauern mit den Dachziegeln in „Mönch und Nonne“ Deckung!

Ich fand’s und find’s immer noch spannend … im Gegensatz zu einem Schuhschachtelhaus. Das habe ich aber nicht fotografiert … oder würde das dann wohl auch gleich wieder weggerissen?