Literatur – „Verschwundenes Weinviertel“

Ein braver Osterhase brachte mir – natürlich, weil ich auch ganz brav war  😆 – am vergangenen Osterwochenende ein kleines aber feines Buch.

Ich hatte es bei einem Freund einmal anschauen können und war restlos begeistert … weil ganz arg viele nachbauenswerte Vorbilder zu finden sind. Das musste ich auch haben! Da kam dann Meister Langohr in’s Spiel …

„Verschwundenes Weinviertel“ von Karl Zellhofer und Martin Zellhofer (Verlag Edition Winkler-Hermaden) widmet sich dem, was noch da ist … hier speziell aus dem Weinviertel, aber wohl nicht nur interessant für den, der sein Herz an das Weinviertel verloren hat.

In vielen schönen Bildern sieht man sie auch hier: Die „Lost Places“ aus Zeiten, in denen es in den Dörfern noch Geschäfte, Wirtshäuser usw. gab und man sich nicht in’s Auto setzen musste, um in die nächste „Shopping Mall“ mit angeschlossener „Food Corner“ zu fahren …

Dem Thema Eisenbahn und Bahnhof sind auch ein paar Bilder gewidmet, sie machen aber nur einen kleinen Teil des Buches aus … das als Warnung an die, die meinen, hier eine Buchbesprechung über ein typisches „Eisenbahnbuch“ zu lesen.

Dafür gibt es alles, was oben schon genannt wurde … und dazu die eine oder andere Geschichte von einem der jeweiligen Besitzer etwa.

Interessant … und für jemanden wie mich, der gerne nach Vorbildern für Gebäude in der guten, alten Zeit sucht, eine tolle Quelle der Inspiration!

Triestingtaler Kalkstein- u. Schotterwerk Josef Lechner Schromenau

Huih!

Auch schon wieder zwei Jahre her … Ende Januar 2016 war schönstes Wetter und es ging in’s Triestingtal … genauer nach Furth … und noch genauer nach Schromenau.

Dort findet man einen … ja, es ist wohl wieder einer! … Lost Place … einen alten Kalkofen.

Man muss an der Stelle mal sagen: Geocaching ist ein schönes Hobby, wenn man solche tollen Plätze kennenlernen will. Einfach mal „aus Zufall“ kommt man vermutlich nicht so einfach in diese Gegend. Es ist zwar nicht der A… der Welt, aber man kann ihn von dort schon sehr gut sehen! Naja … der Geocache GC653J9 ist leider seit Anfang dieses Jahres archiviert.

Die Hinfahrt zum Kalkofen in einem engeren Seitental war schon so richtig romantisch, mit der Sonne über den noch „taufrischen“ Wiesen …

 

Der Kalkofen an sich, die Straße nebenan, der Platz davor und die Gebäude rundherum geben dann eine tolle Szenerie ab … herrlich! Wie es hier wohl zugegangen ist, als das alles noch in vollem Betrieb war?!

Dann zweigt da eine noch kleinere Strasse von der schon kleinen Straße, die am Kalkofen entlangführt, ab … wo’s da wohl hingeht?

Die Antwort kam nach ein paar Minuten in Sicht … ein Steinbruch. Ob der quasi der „Lieferant“ für den Kalkofen war? Ich hab’s nicht herausfinden können, aber das wäre natürlich schon irgendwie sinnvoll, wenn man den Kalkstein nicht erst weit herumtransportieren muss zum Kalkofen.

 

Natürlich denkt der Modellbahner dann gleich wieder: „Boah ey! Klasse Vorbild für die Modellbahn!“

Der echte Kalkofen hier hat natürlich keinen Bahnanschluss – auch nie einen gehabt. Aber man könnte ja … wäre sicher eine tolle Sache.

Was aber sicher auch nett wäre, wenn man weniger Platz hat: Eine kleine Feldbahn vom Steinbruch zum Kalkofen darstellen! Irgendwie muss der Kalkstein ja zum Ofen kommen … warum also nicht per Bahn?

Also … ich bin gespannt. Bitte Bescheid geben, wenn es wer baut!

Bauernhof Purgstall

Und schon wieder was vom Vorbild … und wieder ein Punkt in der Liste „Was ich sicher noch irgendwann bauen möchte …“!

Ja, ja … ich bastele auch an meinen Modulen weiter, keine Angst. Aber dann und wann fällt mir etwas ein, was noch auf der Festplatte schlummert und eigentlich hier erscheinen könnte. Bloggen macht Spaß! 😀

Erschreckend … in einem Monat und zwei Tagen sind diese Fotos auch schon wieder zwei Jahre alt. Im September 2015 waren wir in Purgstall auf einem sehr schönen Mittelalterfest. Und beim Wegfahren kamen wir dann an einem alten Bauernhof – ich nehme jedenfalls an, dass es mal einer war – vorbei, der einfach … ach seht selber …

 

Ich sage mal … auch so ein „Lost Place“. Letztes Jahr gab es den Hof noch in etwa dem selben Zustand. Vielleicht komme ich dieses Jahr im September wieder nach Purgstall – dann kontrolliere ich, ob der Bauernhof immer noch so dort steht.

Ach ja … „lost“ … das Gebäude ist eindeutig so ein Fall, bei der „Satellitenschüssel“ hat auch der Zahn der Zeit schon etwas genagt … aaaber: Der Blumenkübel unten im Durchgang unter dem „Türmchen“ sah irgendwie quicklebendig und gar nicht so „lost“ aus. Man sieht auf ein paar Bildern auch, dass wir argwöhnisch (zuerst … nach etwas Kraulen dann eher erfreut) begleitet wurden.

Alles in allem: So „aneinandergeklatschte“ Gebäude, noch dazu in verschiedenen Baustilen, schön bewachsen und mit bröckelndem Putz … und mit Türmchen!!! … das hat doch was!

Oder?

Stallungen (?) in Enzesfeld

Schon Ende Mai war’s, als uns bei einem Spaziergang mehr oder weniger im Wald und unerwartet ein alter Gebäudekomlex aufgefallen ist – ein „Lost Place“, quasi.

Es scheint sich dabei um ehemalige Stallungen, Remise usw. des Schlosses Enzesfeld zu handeln. Direkt nebenan steht ein altes Forsthaus, das piekfein hergerichtet ist, dieser Komplex ist aber ein wenig zugewachsen und wirkt dadurch schon fast verwunschen. Einiges ist auch schon kaputt – das wirkt im Gesamtbild zwar irgendwie reizvoll, aber es bleibt zu hoffen, dass der Verfall hier nicht noch weiter fortschreitet und irgendwann die Bagger kommen (was leider öfter passiert, wenn ich ein altes Haus mal fotografiert habe).

 

Und natürlich entstehen hier gleich Gelüste, das Ganze … nagut: einen Teil davon! … im Kleinen Nachzubauen.

Mal sehen, mal sehen … 😆