Schönauer Schleppbahn-Historie (3)

Bild 1: Das derzeitige Ende der Schleppbahn

Nach viel Gleisverlegearbeiten (Tillig Gleise und Weichen sowie eine Weiche von G. Weller) und noch mehr Elektrik (Hoffmann-Weichenantriebe – einige Zeit später dann mit „Frog Juicern“ statt der im Antrieb eingebauten Umschaltung der Herzstückpolarität – usw.) war ich irgendwie „ganz heiß“ auf ein wenig wirklichen Modellbau.

Zu der Zeit hatte ich gerade Forenberichte von Lars-Christian Uhlig („lcu“) über Farben von Vallejo mit Begeisterung verschlungen und selber ein paar Farben gekauft. Die passten genau für eine alte Beton-Stützmauer am Gleisende der Schleppbahn (ok … einem Gleisende, denn prinzipiell gibt es ja noch eines mit dem Gleis „auf der anderen Seite“). Ich war begeeistert und nutze seitdem fast nur noch die Farben von Vallejo.

Weitere wesentliche Modellbau-Tätigkeiten bei einer Bahn, die fast ausschließlich direkt neben oder sogar auf der Straße entlangführt, bestehen verständlicherweise in diversen Straßenabschnitten – mit und ohne Gleis darin. Bis zum ersten Treffen hatte ich Straßenbahngleise von Modellbahntechnik Hof verbaut – gerade Gleistücke und „Flexgleis“. Das Ganze mag für Straßenbahnradien irgendwie brauchbar sein, für den geschwungenen Bogen im Straßenverlauf in der Schleppbahn war es schwierig zu verlegen und hinterher problematisch im Betrieb. Das gerade Gleis auf dem Hof der Gießerei war zwar befahrbar, führte aber trotz sorgfältiger Verlegung und Verklebung „über Berg und Tal“. So wurden diese Gleise wieder abgerissen und stattdessen mit Hilfe des „Gleisbautrupps Rodaun“ Swedtram-Gleise verbaut. Und es funktioniert!

Bild 2: Schleppbahngleis im Straßenverlauf und (rechts) Anschluß der Gießerei „Hagen&Hagen“

Der Rest der Straße (also, wo nicht gerade die Schleppbahngleise herumliegen) bestehen aus mit Resin abgegossenen Urmodellen für eine (gerade) Kopfsteinpflasterstrasse, Kibri Kopfsteinpflaster, viel Polystyrol und Spachtelmasse …

Durch ein wenig Sägen an einem Modul und Wieder-Verfüllen entstand dann ein kanalisierter Bach, bei dem erste Versuche mit Begrasung und – langghegter Wunsch meinerseits! – Kopfweiden durchgeführt wurden.

Bild 3: Am kanalisierten Bach

Zwischen Bach und Straße (auf Bild 3 im Hintergrund im Rohbau zu erkennen) sollten Garagen entstehen. Auch hier wollte ich neue Bautechniken ausprobieren, was aber aufgrund der Struktur des Gebäudes nicht ganz so einfach war. So lag der Rohbau erst einmal in Teilen länger herum, ehe er dann doch an besagter Stelle entstand.

Hier soll es nun aber gleich mit einem Bild der Gegend mit Garagen weitergehen – einfach, weil es thematisch zusammenpasst.

Bild 4: Etwa gleicher Blickwinkel wie Bild 3, aber mit Garagen und Schuppen

Bild 5: Die Garagen und Schuppen von der Straße bzw. Eisenbahnkreuzung aus gesehen

Wie meine Gebäude entstehen ist etwa im H0-Modellbauforum zu lesen – ich denke aber, dass ich später hier im Blog auch noch hier und da darüber berichte, so dass ich hier nicht weiter in’s Detail gehen möchte.

Etwas später ist dann auch noch ein Geländer auf die Mauer am Bach gekommen.

Bild 6: Und schlußendlich mit Geländer

Für die Kopfweiden hatte ich Belaubungsmaterial von Polak verwendet. Das fand ich ganz ok, kam aber mit zunehmendem Bau von weiteren Bäumen mit Laub von MiniNatur (auch dazu später mehr) in’s Zweifeln:

  • Das Laub von MiniNatur wirkt „wertiger“ … was sonst nur Anhänger von Schwermetall-Modellbahn so sagen, heißt hier: Es ist irgendwie voller aber gleichzeitig „luftiger“ und wirkt natürlicher. Finde ich jedenfalls! … und meine „oberste Baubehörde“ (auch „Ehefrau“ genannt) sowieso …
  • Das verwendete Weidenlaub von Polak wirkte im Umfeld und direkten Vergleich zu MiniNatur-Laub irgendwie „gräulich“.

Somit kam es noch einmal zu einer Veränderung: Alle Weiden wurden entlaubt und anschließend neu belaubt – diesmal mit Weidenlaub von MiniNatur.

Bild 7: Wieder ähnlicher Blickwinkel, diesmal mit neuem Weidenlaub

An dieser Stelle sind wir nicht nur am augenblicklichen Zustand dieses Teils des Moduls angekommen (und der Rest davon ist bisher nicht ausgestaltet), sondern auch am Ende dieses Berichtes …

Schönauer Schleppbahn-Historie (2)

Nach ersten Ideen folgten weitere … und schließlich die Festlegung, die Schönauer Schleppbahn als Betriebsstelle (und damit großes Modul) intern nochmal modular aufzubauen. So erfolgt der „Anschluß“ an die große, weite Welt des FREMO-Arrangements über das F-Modulprofil, es beginnt dann aber recht bald eine Straße (hier gut zu sehen) neben den Gleisen und die einzelnen Teile der Schleppbahn (also eigentlich auch Module) entsprechen weitestgehend der IH-Norm.

Weitestgehend heißt, dass die Geometrie von Straße und Schiene und die Bohrungen übereinstimmen. Zusätzlich haben die Teile der Schleppbahn noch eine Leitung mit 12V Wechselstrom, um die Weichenmotoren anzusteuern und hier und da Lichter einschalten zu können. Es ist auch nicht gedacht, dass „Fremdmodule“ in der Schleppbahn auftauchen, aber irgendwann macht es vielleicht einmal Sinn, dass die Reihenfolge der Anschließer in der Schleppbahn anders aussieht, statt einer Links- eine Rechtskurve (da das IH-Profil nicht symmetrisch ist, muss man sowas schon unterscheiden) gebraucht wird … sowas eben.

Bild 1: Erste Rohbauten

Grundstock der Schleppbahn bilden vier Modulbaukästen, die bei Harald Brosch geordert wurden. Jeweils zwei hatte ich für einen Anschließer eingeplant. Kurz darauf folgte neben zwei ganz kurzen „Endmodulen“ (hier endet das Schleppbahn-Gleis entweder links oder rechts an einem Prellbock o.ä.) noch ein zusätzliches rechteckiges Modul aus im lokalen Baumarkt zugesägten Holzeteilen. Die vier Brosch’schen Modulekästen besitzen kein bestimmtes Modulprofil – sie sind einfach „platt“ und somit bestens für die IH-Norm geeignet. Nebenbei sind sie Kurvenmodule, damit das ganze Schleppbahnensemble nicht einfach nur eine lange Gerade darstellt.

Bild 2: „Bodenansicht“ mit Aufnahmen für Beine

Zur damaligen Zeit entstanden in der Regionalgruppe Wien des FREMO gerade Beinhalterungen – diese sind somit auch unter meinen Modulen gelandet. Die Beine sind einfache Holzleisten aus dem Baumarkt mit höhenverstellbaren Füßen.

Viel Mehr ist zum Rohbau wohl kaum zu sagen … irgendwann war er fertig und es lagen Gleise. Gut!

Bild 3: Die Schönauer Schleppbahn beim ersten Treffen

Bild 4: Hier stößt IH an ein F-Profil

Nach dem ersten Treffen mit den Rohbaumodulen entstanden dann noch (beim Tischler meines – damaligen  – Vertrauens) zwei Übergangsmodule F – IH. Bei diesen ist jeweils nicht das Gleis verschwenkt (liegt bei IH-Modulen außermittig, siehe Bild 4), sondern die Modulkanten.

Und noch während des ersten Treffens flogen eineige Gleise wieder herunter und wurden ersetzt … aber dazu später an dieser Stelle …

Schönauer Schleppbahn-Historie (1)

Man könnte jetzt meinen: Wenn er schon nichts Anderes zu berichten hat, dann wärmt er halt Altes auf.

Stimmt.

Andererseits ist dieser Blog erst geboren worden, als meine Schönauer Schleppbahn schon länger in Bau war (die Jahre zähle ich jetzt lieber nicht …), und auf der „alten Website“ hatte ich noch nie so wirklich etwas über sie berichtet.

Also wird es doch Zeit, hier mal ein wenig „aufzuräumen“ und die Historie der Schleppbahn in konzentrierter Form darzustellen. Wer die schon kennt und sich eventuell langweilen würde, kann ja gerne weiterblättern.

Also … wenn man über einen Umweg in Bayern auf dem Nordwestbalkan – vulgo: Südliches Niederösterreich – landet und eigentlich eine nordeutsche Privatbahn auf Modulen bauen wollte, dann beginnt man spätestens dann über andere Dinge nachzudenken, wenn man nach längerer Abstinenz wieder zum FREMO findet. So geschehen, als sich im Wiener Raum so um 2008 herum eine „kritische Masse“ an FREMOikanern zusammenfand, die einen monatlichen Stammtisch organisierte und dann auch noch ein Treffen organisieren wollte – tat die „kritische Masse“ (inklusive mir) dann auch. Und ich war am Nachdenken …

Mein neuer Wohnort ist leider nie zu einem Bahnhof gekommen, die früher mal existierende Haltestelle an der Aspangbahn war viel zu weit weg vom Ort und wurde so gut wie nie von den Einwohnern genutzt, so dass sie irgendwann wieder geschlossen wurde. Aber Aspangbahn … das hatte schon irgendwie was. Nach einigen Lokalaugenscheinen (u.a. auf dem wunderschön hergerichteten Bahnhof Tattendorf) kam die Idee, die Aspangbahn einfach in Gedanken ein wenig zu verlegen … eine etwas längere Schleife zwischen Tattendorf und Sollenau und es hätte einen Bahnhof „Schönau/Tr.“ gegeben – warum nicht? Und die örtliche Spinnerei hätte ja eventuell dann auch ein Anschlussgleis bekommen – Industrie ist mir wichtig, da gibt’s dann ordentlich was zu tun in der Betriebsstelle …

Dann bin ich irgendwie in das Thema Schleppbahn Liesing hineingestolpert.

Gran – di – os! Stadtrand mit teilweise dörflichem Charakter, dazwischen noch Felder oder Weingärten, daneben eher städtische Häuder und – gaaanz wichtig! – Handwerk, Gewerbe, Industrie … Spätestens bei alten Bildern mit Schleppbahnzügen mitten auf der Straße war der Entschluß dann gefasst!

Bild 1: Erste Idee/Zeichnung für die Schönauer Schleppbahn

Ganz genau wollte ich die Schleppbahn (anderswo auch „Anschlußbahn“ oder „Industriestammgleis“ genannt) freilich nicht nachbauen, aber das ganze Drumherum sollte schon irgendwie daran erinnern … wie eine Schleppbahn um 1960 an einem Stadtrand einer größeren Stadt um 1960 halt hätte aussehen können. Schönaus gibt es einige – warum also nicht ein Dorf, das inzwischen als Bezirk am Rand einer größeren Stadt liegt …

Ein paar Bleistiftstriche später lag sie vor mir: Eine Idee für zwei Module der Schönauer Schleppbahn (die Idee für den Namen kam dann nur kurze Zeit später). Ein wenig anders schaut sie nun doch aus … und auch die weitere Planung, aber die im Bild 1 zu sehende Fabrik an der Straßenecke mit dem Eckhaus gegenüber kommt definitiv, wenn auch im Detail etwas anders! Versprochen!

Was definitiv auch kommt sind weitere Beiträge zu diesem Thema … demnächst dann wieder an dieser Stelle …

Ein Nachtrag in Sachen Anhänger und Physik

Manche Dinge sieht man ja erst so richtig, wenn man auf Fotos von ihnen schaut …

Irgendwas passte da nicht … ah ja! … die Physik war etwas beleidigt, dass sie so sträflich vernachlässigt wurde. Der Anhänger lag vorne mit der Deichsel/Kupplung nach unten, war aber bis über die hintere Bordwand mit einem Stapel schwerer Holzpfosten beladen.

Das passt nicht zusammen!

Also wurde rasch ab- und wieder auf- … also umgeladen!

Bild 1: Zufriedenstellung der Physik

Natürlich hat sich beim Herumwerkeln am Anhänger selbiger vom Untergrund gelöst und es gab eine Bröselei. Darum sieht man auf dem Bild oben auch noch einen feuchten Fleck … vom frischen Schotterkleber zur Behebung der Bröselei.

Der Hof vom Hof … und: Pkw-Anhänger von „Small Models“ (4)

Nun war er endlich fertig, der Anhänger (mehr dazu im vorherigen Beitrag dazu), da kam er gleich auf den Hof des Heurigen – da kann man ihn sicher gut brauchen, dachte ich mir.

Tja, kurze Zeit später hatte man ihn schon in Beschlag genommen …

Bild 1: Da steht er nun auf dem Hof, der Anhänger …

Von der Einkaufsfahrt zum Lagerhaus gibt es ausreichend Pfosten, um einen Weingarten nach der Lese zu reparieren, einen Kanister und einen Rechen hat auch gleich irgendwer abgeladen … auf dem Anhänger. Der ist natürlich mit Steinen gegen ein Wegrollen gesichert und ein weiterer Stein steht vorne unter der Kupplung, damit man sich später nicht so weit herunter bücken muss …

Man sieht, dass sich auch sonst ein wenig was getan hat … auch wenn der Hof noch nicht wirklich fertig ist.

Die Landschaft ist aus Styrodur geschnitzt und dann mit flexiblem Fliesenkleber überzogen. Erde und Grünzeug sind die bekannte Mischung. Der Hof ist zum Teil gepflastert bzw. mit einer Betonoberfläche versehen, der Rest ist einfach mit geeignetem „Füllmaterial“ angeschüttet worden.

Zum Nachbargrundstück findet man an dieser Ecke des Hofes eine niedrige Natursteinmauer mit einem Lattenzaun darauf – ehe ich hier selber irgendwelche „Filigranitäten“ schnitze, habe ich an solch „gefährdeter Stelle“ (bei Auf- und Abbau) lieber (gutes!) Industriematerial etwas aufgepeppt (Zaun von Busch und die – grandios gemachte! – Natursteinmauer von Preiser). Gleichzeitig begrenzen Mauer und Zaun den Auslauf der Hühner – an der anderen Seite tun dies Maschendrahtzaun und Wellblech.

Die etwas unscharf zu erkennende Holzmastleuchte im Vordergrund stammt von Kluba/Kotol. Hier habe ich den Schlitz im Mast mit Molto-Fertigspachtel verschlossen und die beiden – nun miteinander verdrillten Litzen – erst im unteren Bereich in den Masten und durch das Loch nach unten eingefädelt. Die „Einfädelstelle“ ist durch einen selbstgeschnitzen Anschlusskasten getarnt. Die direkt rechts neben der Leuchte wachsende Linde ist für das Foto freundlicherweise zur Seite getreten  😉   (ok, auch die Leuchte ist derzeit nur vorläufig eingesteckt).

Pkw-Anhänger von „Small Models“ (3)

Nach Beendigung des notwendig gewordenen Baumarktausflugs (siehe letzter Beitrag) klappte es nun auch mit dem Grundieren. Mir war zwar noch einmal Angst und Bange, weil die Grundierung doch recht „dickflüssig“ daherkam, aber sie hat netterweise keine Details verklebt.

Nach der Grundierung kam dann das übliche Vorgehen: Anmalen und dann „in die Jahre kommen lassen“.

Der dunkle Metallrahmen des Anhänger ist nicht zu stark angerostet – hier und da hat es halt mal einen Rempler gegeben. Auch die Bordwände sehen noch nicht ganz hinüber aus … aber eben so, als hätten sie auch schon hier und da etwas abbekommen. Wo Ladebordwände abgeschrammt sind und am Boden sieht man auch schon eher rohes Holz, ansonsten erkennt man an den Ladebordwänden noch das helle Braun von der Lackierung.

Bild 1: Da steht er nun … ein etwas „mitgenommenes“ Arbeitstier

Ja … und wie zu erwarten geht’s jetzt schon los: Das Ding will beladen werden!

Pkw-Anhänger von „Small Models“ (2)

Schon im letzten Blog-Eintrag war ja zu lesen, dass ich mit den dem Bausatz beiliegenden Kotflügeln nicht so glücklich bin … das ist auch so geblieben, so dass nach Abhilfe gesucht wurde.

Erster Ansatz war ein PS-Rohr, von dem ein „Ring“ passender Breite abgeschnitten wurde. Den habe ich dann zerteilt an den „Außenkanten“ etwas rund gefeilt und provisorisch an den Anhänger „angeheftet“.

Bild 1: Runde Kotflügel, erster Versuch

Vom „look&feel“ sind das eher die 60-er, aber das PS-Material ist einfach zu dick. Und das kriegt man nicht irgendwie sinnvoll dünner … also ab damit.

Was das Bild 1 aber auch zeigt: Der Anhänger ist ein Arbeitstier – da leiden auch die Bordwände mit der Zeit. Und an der abgeklappten hinteren Bordwand sind Scharniere aus 0,3mm Messingdraht entstanden.

Bild 2: Runde Kotflügel, zweiter Versuch … das war’s!

Es wäre ja alles so einfach, nähme man gleich das Naheliegende … natürlich ist auch hier mal wieder Cinefoil die Lösung. Etwas stabiler als Alufolie kann man es passig zuschneiden und mit Sekundenkleber-Gel an den Anhänger anbringen. Das passt!

Und wenn man vorsichtig mit allem umgeht, dann verbiegen die Kotflügel auch nicht gleich.

Danach wollte ich eigentlich „nur mal schnell“ mit einer Spraydose Grundierung auftragen … na Pustekuchen!

Bei der ersten Grundierung war die Spraydüse verstopft – egal, für solche Fälle hat man Ersatzdüsen daheim liegen. Aus der kam auch Farbe heraus, nur leider nicht dort, wo sie soll. Stattdessen blubberte alles fröhlich rund um den Düsenteil herum in die Höhe … grundiert waren also erstmal meine Finger, sonst nix.

Aus der Düse der zweiten Dose kam dann etwas heraus und sogar dort, wo es soll. Leider war die Dose wohl schon etwas „überreif“ und vor allem „überflüssig“ … diesmal tropfte also die Grundierung vom Anhänger herunter.

Also tat Mann das, was Mann an einem Samstag eigentlich tun muss: Ab in den Baumarkt!

Pkw-Anhänger von „Small Models“ (1)

Schon vor einiger Zeit ist mir ein Bausatz von „SM“ (keine Sorge 😮 … steht für „Small Models“) zugelaufen … Modellbahner sind ja in dem Sinn immer noch Jäger und Sammler. Aber gerade bei kleinen Herstellern und Kleinserien muss man halt zugreifen, auch wenn man das betreffende Modell erst viel später mal wirklich gebrauchen kann.

Eigentlich sind es auch drei Bausätze …

Bild 1: Bausätze für drei Pkw-Anhänger von „Small Models“

In dem kleinen Karton finden sich diverse Resin- und Ätzteile für drei Pkw-Anhänger. Dazu gibt’s noch eine kurze, aber m.E. völlig ausreichende Bauanleitung, die leicht verständlich zeigt, welche Teile für welchen Anhänger benötigt werden und wie sie zu montieren sind.

Bild 2: Der Packungsinhalt

Keine große Schwierigkeit also … man sollte aber schon einmal einen Resin-Bausatz zusammengebastelt haben, denn die Resinteile für die Anhänger sind wirklich sehr fein und zierlich – speziell die Deichseln -, so dass man wissen sollte, wie man mit dem Material umgeht und wie man es vorsichtig „säubert“.

Apropos „säubert“: Ober- und Unterteil des Anhängers sind sauber gegossen und nur von einer feinen Haut zu befreien. Da alles recht filigran ist, muss man hier wirklich vorsichtig vorgehen. Wenn’s gut aussehen soll oder gar wirklich ein Anhängsel für ein Pkw sein soll, dann muss man auch das kleine Loch aufbohren, mit dem man den Anhänger anhängen kann … 😉

Zwischen Ober- und Unterteil habe ich strategisch ein paar Tropfen Sekundenkleber-Gel verteilt – hält!

Zumindest den Boden des Anhängers habe ich noch mit einer Nadel etwas nachgraviert … wenn hier öfter aus- und eingeladen und transportiert wird, ist der schon nach kurzer Zeit nicht mehr so ganz „schachtelfrisch“. Auch an den Bordwänden mag ich noch ein wenig in der Richtung werkeln … Wie schon geschrieben: Mit der nötigen Vorsicht geht das recht locker von der Hand.

Bild 3: Erste Probezusammenstellung

Die Räder bestehen aus einer Resinfelge, die in ein „Reifenteil“ geklebt wird, das m.E. aber nicht aus Resin ist.

Da mein Anhänger mit Beladung (dazu später noch mehr … versprochen!) auf dem Hof eines Heurigen stehen soll, wollte ich zusätzlich noch die hintere Bordwand herunter geklappt darstellen. Das geht aufgrund des wirklich dünnen Resingusses recht einfach – man muss jedoch auch hier wieder sehr vorsichtig vorgehen und mit einem scharfen Messer vorsichtig an den Kanten der Bordwand entlang fahren. Nach dem zweiten oder dritten „Ritzer“ ist man durch …

Entsprechend der Anleitung vermute ich, dass es sich bei den Anhängern um Modelle tatsächlicher Vorbilder aus der Tschechoslowakei handelt. Was das genau für welche sind und von wann sie stammen, habe ich jetzt nicht großartig erforscht. Ich denke aber, dass auch anderswo in den 60ern solche oder zumindest sehr ähnliche Anhängsel hinter dem einen oder anderen Pkw hingen.

Die Kotflügel in der „eckigen“ Form scheinen mir etwas moderner zu sein, aber hier könnte man ja durchaus auch noch ein wenig umbauen … auch dazu – vermutlich – später mehr an dieser Stelle.

Schotter und Unkraut (Zugabe)

Und nachdem einige Fragen gekommen sind …

  • Der Schotter ist Kalkstein von ASOA (ich meine, da gibt es eine feinere Variante, die ich bestellt hatte), zu den Rändern hin ist vorher etwas Kalkstein-Splitt gelandet (teilweise auch in das Gras hinein).
  • Ich hatte absichtlich bis relative nahe an das Gleis vorher Moos und Gras angepflanzt, so dass der Schotter dann zwischen das Gras rieseln konnte, um ein nicht so wirklich gepflegtes Gras darzustellen. Das hat im Ansatz geklappt, an vielen Stellen reieselte aber nichts, so dass ich den Schotter mit einem einem Pinsel bzw. einem Zahnstocher etwas „antreiben“ musste.
  • Geklebt ist das Ganze mit „mowi“, einem im FREMO sehr verbreiteten und beliebten Kleber, der mit einem Liter Spiritus angesetzt wird. Das Zeug ist wirklich erstklassig zu verarbeiten – man muss auch nicht vorher mit entspanntem Wasser „vornässen“ wie beim bekannten verdünntem Weißleim – und hält dann bombenfest.
  • Abschließend ist an „strategische Punkte“ nochmal etwas Moos (feines „Turf“, nach Aufbringen auch mit „mowi“ angeklebt) und Gras (2mm, Spätherbst und beige) an und zwischen den Schienen gewachsen.

Jetzt geht’s dann aber mit den Bereichen vom Modul weiter, die auf dem Foto im letzten Beitrag extra nicht zu sehen sind …

Schotter und Unkraut

Direkt neben dem Christophorus-Hof (so heißt der Heurige direkt neben der Schleppbahn … nur, falls das noch nicht bekannt sein sollte) ist inzwischen ein bißchen Gras über die Sache gewachsen … also, über den „Schotter“, den man irgendwann einmal unter dem Gleis und um die Schwellen herum verteilt hatte …

Bild 1: Das Schleppbahn-Gleis direkt neben dem Heurigen – die EK inzwischen vorschriftsmäßig mit Pfeifpflöcken gesichert

Einen wirklich vorbildlichen Eindruck hat das Gleis der Schleppbahn ja noch nie gemacht, jetzt zeigt sich aber das ganze Ausmaß … überall sprießt Gras und Moos macht sich breit. Dazwischen liegt auch hier und da ein wenig Mist (so sagt der Österreicher, wenn er Müll meint) herum.

Immerhin hat man es geschafft, die Eisenbahnkreuzung ordentlich zu sichern: Aus jeder Richtung steht nun kurz vor der eigentlichen EK (man rast ja nicht so sehr auf der Schleppbahn …) ein Pfeifpflock.

Und zum Thema Gras und Moos? … da warten die Schleppbahner einfach auf ihren Unkraut-Sprengwagen … der wird’s schon richten! 😉