Der Bayerhof (4)

Keine große Veränderung … aber nun sind die nachträglich verputzen Ecken versäubert. Hier und da muss man vielleicht noch einmal ran, aber im Großen und Ganzen …

Bild 1: Putz versäubert

Am rechten Anbau arbeiten bei Bild 1 gerade die Zimmerleute … dass da mal was wie Holz ausschaut!

Bild 2: So beginnt das Holz auszusehen, wie Holz

Das „Holz“ wird mit „Lederbraun“ von Vallejo (es gehen aber natürlich auch andere Farben) leicht lasieren gestrichen. Ich versuche dabei immer, von oben nach unten zu pinseln … irgendwie der natürliche Verlauf der Bretter und des in der Realität herunter laufenden Regens. Von unten nach oben geht auch noch irgendwie … quer schaut bei sowas schnell unnatürlich aus.

Wie man in Bild 2 sieht, ist die Farbe auch nicht ganz gleichmäßig und nicht unbedingt ganz deckend. Der Schuppen ist zwar nicht der allergepflegteste, aber so ganz am Verrotten ist er halt auch noch nicht.

Der Sockel aus behauenen Natursteinen wird mit Beton-Farbe von Heki bestupft. Das gibt – zusätzlich zum mit der Drahtbürste bearbeiteten PVC – noch etwas Struktur. Zwischen den Natursteinen sind ein paar Stellen mit Backstein repariert – hier kommt etwas gebranntes Rot drauf.

Bild 3: Es kesselt …

Im Bild 2 kann man vor dem mittleren Gebäudeteil schon einen groben Betonsockel erkennen. Das wird keine Laderampe … Bild 3 erklärt seinen Sinn.

Während der Sockel aus geschäumtem PS entsteht (vulgo „Styrodur“ – die Struktur der Schalung ist mit einem kleinen Schraubendreher eingedrückt) und ebenfalls mit Betonfarbe von Heki grundiert wird, ist der Tank von Duha.

Ich habe hier versucht, die Beschriftung auf dem laubgrünen Tank mit etwas Terpentinersatz und einem Zahnstocker herunter zu rubbeln. Dabei kam dann das Laubgrün auch gleich mit – das blätterte quasi rundherum ab. Also kam gleich mal eine Schicht Grundierung aus der Sprühdose auf den Tank.

An den „Schnittstellen“ zu den „Deckeln“ des Tanks zeigen sich dann sehr deutlich kleine Spalte. Hier habe ich mit dünnen Draht eine Wulst aufgeklebt. Mit der anschließenden Farbbehandlung (klingt ein wenig wie beim „Energetiker“, meint aber die eigentliche Farbe des Tanks plus allerhand Alterung) sollten die Spalte dann verschwinden, hoffe ich.

Neben dem Tankdeckel ist aus einem Spritzlingsrest, einem Stückchen PS-Rohr und einer gelaserten Mutter noch ein Anschluß für ein Entlüftungsventil entstanden. Vom Tank führt dann (siehe Bild 4) ein Rohr in das Innere des Hauses. Hier wird ein Stück 1mm-Messingrundstab passend gebogen und ein Loch in die Wand gebohrt. Sieht alles etwas improvisiert und hingepfuscht aus … soll es aber auch. Beim Bayerhof hat man halt das genommen, was da war und funktionierte!

Bild 4: Und noch ein Stückchen weiter … beim Kessel und beim Holzanbau

Das Loch wirkt nun allerdings noch zu perfekt … hier wird noch ein wenig nachgearbeitet werden, denn wenn man den Tank nachträglich dort vor die Wand gestellt hat, wird man bei der Einführung des Rohrs in das Innere nicht unbedingt ein so toll versäubertes Loch gemacht haben.

In Bild 4 zeigen sich dann auch noch Naturstein (braun über die graue Grundfarbe lasiert) und Holz (erst Lasur in einem Braun-Beige und kurz bevor diee Farbe antrocknet mit einem Graublau) mit einer weiteren Farbschicht.

Der Bayerhof (3)

In kleinen Schritten geht es weiter – aber es geht weiter!

Nach der Feststellung, dass es ja noch einer weiteren Wand bedarf, werden die Abmessungen des Bayerhofes an der „Schnittkante“ (also dort, wo der Bauernhof später einmal genau an der Modullängsseite steht) auf Polystyrol (hier nehme ich in der Regel 0,5mm – bei größeren Wänden kann man zur Not noch mit hinterklebten „Trägern“ die Wand aussteifen, wenn einem das ganze Konstrukt zu labberig erscheint) übertragen, angeritzt und ausgeschnitten bzw. -brochen.

Bild 1: Alles im Lot … auf dem Bayerhof

Die Rückwand wird dann mit Plastikkleber am Fundament angeklebt (beides aus PS). Gleich anschließend kommt die erste Wand aus PVC-Hartschaum mit Sekundenkleber-Gel dazu. Klarerweise heißt es hier: Aufpassen! Es soll ja alles doch irgendwie senkrecht stehen und nicht windschief.

Dieses war der erste Streich …

Bild 2: Was nicht passt, wird passend gemacht!

… doch der zweite folgt zugleich! In diesem Fall mit der zweiten Giebelwand. Auch die muss passig und senkrecht zur Rückwand eingeklebt werden.

An der Stelle zeigt sich dann, dass ich nicht aufgepasst habe: Die Wand, die nun zwischen die beiden Giebelwände gehört, ist einen knappen Milimeter zu lang. Klar … alles ist anhand der zugeschnittenen Rohwände kalkuliert. Jetzt sind aber auf beiden Giebelwänden Putzschichten drauf – zusammen wohl knapp ein Milimeter. Das hätte man natürlich einrechnen können und die Seitenwand einfach 1mm kürzer zuschneiden können. Hab‘ ich aber nicht dran gedacht … pfui!

Wenn man die Wand mit der Putzseite nach unten auf eine ebene Unterlage legt und an einem Stahllineal mit einer scharfen Klinge von der Rückseite vorsichtig ritzt und ritzt, dann kann man schnell und sauber die Wand passend machen.

Bild 3: Die ersten Wände stehen

So kann man dann auch diese Wand einfügen. Wenn es jetzt noch Ritzen gibt an den Ecken (siehe Bild 3, links), dann macht das eigentlich nichts, weil hier ja eh eine Stoßkante ist, wo noch nachverputzt werden muss.

„Weicheier“ oder Statiker kleben jetzt eventuell innen in den Ecken noch PS-Leistchen oder Reste von PVC-Hartschaum ein, um die Stabilität zu erhöhen. Muss aber nicht sein … jedenfalls nicht bei einem so kleinen Gebäude.

Bild 4: Nächster Durchgang … Verputzen der Stoßkanten

Schließlich spielen wir das ganze Spiel noch einmal beim Anbau … und dann geht es daran, die Stoßkanten zu spachteln.

Im Bild 4 erkennt man das … hier ist die Spachtelmasse gerade frisch auf die Wände gekommen. Klar … da muss, wenn sie getrocknet ist, noch etwas versäubert werden.

Na … dann lassen wir sie mal trocknen …

Der Bayerhof (2)

Für die, die es nicht anders gewollt haben, nicht rechtzeitig hier wieder weggekommen sind oder sich verklickt haben … es geht weiter mit dem Bayerhof.

Es geht dort weiter, wo der erste Teil aufgehört hat – der erste Teil hat übrigens noch ein paar kleine Ergänzungen und Korrekturen über sich ergehen lassen müssen. So hat mir etwa ein „Eingeborener“ erklärt, dass ein Abrechklingenmesser in Österreich kein „Stanley-Messer“ ist … Hat mir irgendwer also einmal falsch erklärt. Sowas!

Weit ist es jetzt eigentlich nicht mehr zum nächsten Bild …

Bild 1: Nun sind alle Wände im Rohbau fertig

Inzwischen dürfen alle Wände (wenn man mal außer Acht lässt, dass das Haus an der „Schnittkante“, die später dann mal am Modulrand sein wird, auch noch eine Art Wand erhalten wird) einmal zusammen probestehen. Passt alles!

Hier erkennt man gut – naja, so halbwegs -, dass im rechten Teil die Mauer aus behauenen Steinen auf Gehrung gearbeitet ist, damit an der Ecke die Steine wie im echten Leben liegen.

Die Holzwand drüber ist natürlich so gebaut, dass die Bretter (aus 0,5mm Polystyrol) auch wie im echten Leben aneinander stoßen. Da gibt’s also keine Gehrung.

Bild 2: Die Wände bekommen die erste Putzschicht

In Bild 2 sieht man verschiedene Dinge …

  • Die Wände werden als Einzelteil „verputzt“. So kann man m.E. die dann noch – mehr oder weniger – ebenen Wände leichter mit der Putzschicht überziehen, als wenn man schon ein dreidimensionales Gebäude in der Hand hält.
  • Dass da eine Tube Moltofill steht, hat im Wesentlichen zwei Gründe:
    • Ich habe damals die Tube im örtlichen Baumarkt gefunden und irgendwie „sympathisch“ gefunden. Das heißt ja noch nichts, aber …
    • … es funktioniert – für mich – damit gut. Das heißt nicht, dass es auch für andere gut funktioniert, und schon gar nicht, dass andere Spachtel nicht auch funktionieren.

Keinesfalls bedeutet Bild 2, dass ich von Molto hier für Werbung bezahlt werde. Leider 😉

Man sieht auf dem Bild auch meine „Maurerkelle“ – ein Zahnarztwerkzeug. Für das gilt prinzipiell das oben für die Spachtelmasse geschriebene (auch wenn man keinen Markennamen darauf entziffern kann – Ihr auf dem Foto schon gar nicht).

Noch ein paar Worte zum Verputzen: Ich nehme dabei entweder kleine Mengen direkt an der Tube auf den Spachtel und bringe sie dort auf die Wand, wo ich sie brauche, oder drücke mir eine längere „Putz-Wurst“ (vielleicht zwei Zentimeter) entweder auf einen Rest PS oder PVC-Hartschaum oder direkt auf das Wandteil und verteile sie dann auf der Wandfläche. Eine zu üppige Wurst bringt nichts, da sonst eventuell die Masse schon aushärtet (zumindest an den Rändern), während man anderswo noch schaut, dass es eine sauber verputze Wand gibt.

Ich für mich bin der Meinung, dass weniger mehr ist. Lieber eine kleine Menge Putz auf der Wand verteilen, trocknen lassen und dann nach dem Versäubern (siehe unten) mit noch etwas Putz Löcher, „Krater“ oder „Täler“ zuspachteln. Nimmt man gleich am Anfang eine große Menge, dann entstehen – zumindest bei mir – eher diecke Berg- und-Tal-Landschaften, die man dann erst recht nacharbeiten muss.

Bild 3: Und einmal die verputzen Wände zusammen

Wenn nun die Wand eine erste Putzschicht abbekommen hat und diese getrocknet ist, muss sie verschliffen werden. Zumindest bei mir ist das notwendig, weil ansonsten keine auch nur halbwegs glatte Putzschicht herauskommt.

Für größere, ebene Flächen bieten sich zum Glätten feine Schmirgelleisten (also Schmirgelpapier auf einer harten, geraden Unterlage) an. Für feine Nacharbeiten gehen auch Schleifblöcke, wie sie die holde Weiblichkeit zur Nagelpflege nutzt.

Wo es keine großen oder ebenen Flächen gibt, der Putz nicht ganze so toll eben und glatt sein soll und alle sonstigen, anderen Fälle, nehme ich ganz einfach ein Stück feinen Schmirgelpapiers auf den Finger und schmirgele los.

Überschüssiger Staub wird dabei regelmäßig mit einem weichen Borstenpinsel „weggefegt“.

Fertig ist man in der Regel dann, wenn das Ganze so glatt ist, wie man es haben möchte. Täler darf es noch geben, Berge – oder eher richtig spitze Gipfel – sollten keine mehr da sein. Die Täler werden dann nochmal zugespachtelt und das Spiel beginnt wieder von vorn.

Aufpassen muss man nur an solchen Stellen, wo ggf. andere Wände oder Gebäudeteile „anstoßen“. Hier sollte entweder gar kein Putz auf der Wand sein (so mache ich es – in Bild 3 besitzt etwa die rechte Giebelwand im unteren Teil, wo der Anbau ist, keine Putzschicht) oder die Stärke der Putzschicht muss schon beim Zuschnitt der Wände berücksichtigt werden.

Wo es eine „saubere Abgrenzung“ zu Wandteilen ohne Putz geben soll (beim Bayerhof im linken, unteren Teil des alten Scheunentors, wo Backsteine aufgemauert sind), kann man mit einem Streifen Kreppband dafür sorgen, dass man nicht großartig nacharbeiten muss (das kann man in Bild 2 erkennen).

Wo Putz abbröckeln soll, da putze ich in der Regel auch nicht. An den Rändern kann man sich dann mit der Graviernadel oder einem anderen Werkzeug noch etwas nachhelfen und „auf den Putz hauen“. Bröckelt zu viel Putz ab (so dass dahinter die Hartschaumplatte ohne eingeritzte Steine zu sehen ist), muss man entweder noch etwas nachverputzen oder die Steine bzw. die Fugen zwischen diesen etwas weiter ritzen …

Jetzt sieht man in Bild 3 natürlich noch die Stellen, wo die Stoßstellen sind bzw. noch unverputzte Wand zu sehen ist … an den Ecken. Diesen Stellen widmen wir uns dann im nächsten Teil …

Der Bayerhof (1)

Manche Dinge ändern sich nie!

Eine Sache, die ich aus dem Geschichtsunterricht immer noch weiß, ist, dass wir früher alle Jäger und Sammler waren. Also … in der Regel war man Jäger oder Sammler. Dann kam schnell der Tauschhandel auf. Wer den ganzen Tag Beeren gepflückt hat, der möchte vielleicht zwischendrin am Abend auch mal eine saftige Mammuthaxe!

So ähnlich läuft das auch noch oft bei Modellbahnern – wobei ich hier zur Verteidigung anmerken möchte, dass es in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Leute gibt, die Ähnliches tun … ohne Modellbahner zu sein.

Lange Vorrede … wenn ich „so zwischendurch“ etwas von einem Kumpel bekomme, dann zahle ich öfter in Naturalien. Bisher meistens quasi sogar tatsächlich, weil es dann irgendwelche (Modell-)Bäume gab. Das reichte von stattlichen Eichen über Baumstümpfe bis zu am Wegesrand liegenden Baumstämmen bisher. Ein wilder Tauschhandel!

Dieses Mal müsste ich einen ganzen Wald bauen … das kostet Zeit, ich werde meine Schulden niemals los … also eine andere Idee: Es gab da auf einem seiner Module noch einen freien Fleck. Hartnäckiges Nachfragen ergab, dass dort irgendwann mal ein Bauernhof (also, eher dessen Rückseite) entstehen soll – wie genau … „Ne, keine Ahnung …“.

Bild 1: Eine erste Idee … und gleichzeitig „Grobplanung“

Einen Tag später gab’s schon eine Skizze (Bild 1) und die Anfrage:“Statt Bäumen …?“. Die wurde akzeptiert. Also los!

Da ich immer mal wieder gefragt werde, wie ich genau meine Gebäude baue, und der Bauernhof ein recht übersichtliches Projekt ist (korrigiere! … zu sein scheint!), will ich hier mal Schritt für Schritt ein paar Dinge erklären. Also gleich zwei Fliegen, eine Klappe … passt!

Nach der Skizze kam natürlich die Vermessung … ein zu großer Bauernhof passt nicht an die gewünschte Stelle, ein zu kleiner sieht da blöd aus (und als Ganzes eh … Jäger und Sammler, Tauschhandel … da geht das nicht), … solche Dinge muss man vorher klären.

Die Hauptmaße habe ich dann mit einer Skizze auf einen Zettel geschmiert, den ich hier lieber nicht zeigen möchte. Erste Ideen für „Ein- und Anbauteile“ hatte ich auch – die müssen auch gleich abgemessen und berücksichtigt werden (wenn ein Tor eine gewisse Höhe hat, dann sollte der Bauernhof an der angedachten Stelle natürlich mal mindestens diese Höhe haben plus genug Platz nach oben für einen Sturz und vielleicht noch etwas weitere Wand). Auch Dinge  wie Dachform und -neigung werden irgendwann spannend (entweder maßstäblich zeichnen oder – mein Weg – die Grundkenntnisse aus der Mathematik herauskramen: Sinus, Cosinus, Pythagoras).

Dann geht es los. Manches wird man später noch abmessen oder festlegen müssen, einiges nicht. Manches lasse ich – speziell bei solchen nicht allzu feinen und in die Jahre gekommenen „Gebrauchsgebäuden“ – auch erst einmal offen, damit es später ein wenig um- und angebaut wirkt.

Bild 2: Ein festes Fundament

Erster Schritt ist dann eine Art Fundament. Alle Abmessungen werden auf 1mm starkem Polystyrol angerissen, Linien geritzt und dann sauber gebrochen (ja, wirklich – PS bricht dann entlang der „Ritze“ in der Regel sauber und rechtwinklig ab). Außen herum und an Stellen, wo ggf. Innenwände stehen (oder auch einfach „so mittendrin“, um größere Flächen zu versteifen) klebe ich dann 2mm x 2mm PS-Profil.

Das Ganze Fundament ist damit 3mm hoch und kann gut in den umgebenden Modulboden (ggf. Fliesenkleber, Erde, Unkraut, Gras) eingesetzt werden.

In diesem Fall sieht man im linken Teil noch eine 2mm starke Platte aus PVC-Hartschaum, in die Pflaster geritzt ist. Hier kommt später ein Tor in die Wand, das ein wenig offen steht. Und da möchte man natürlich lieber Pflaster (und/oder Beton … nur als Beispiele) sehen als weißes Polystyrol.

Bild 3: Erste Wände aus PVC-Hartschaum

Wände schneide ich in der Regel aus 2mm starkem PVC-Hartschaum. Die 2mm (oder jede andere Wanddicke) muss natürlich berücksichtigt werden, wo Wände zusammenstoßen. In diesem Bereich werden die Wände später verputzt – daher stoßen sie hier stumpf aneinander (wobei die Giebelwand bis zur Ecke reicht – klar soweit?).

PVC-Hartschaum ist nicht ganz so leicht zu schneiden wie Polystyrol – ok, 2mm sind auch mehr als 1mm bei der Bodenplatte des Fundaments. Dann und wann ist hierbei auch eine neue Klinge nötig – ich nehme hier ein ganz normales Abrechklingenmesser – vulgo „Cutter“ – aus dem Baumarkt.

Auf dem PVC-Hartschaum ist auf der einen Seite eine blaue Schutzfolie – die sollte man spätestens vor dem Verputzen der Wand abziehen 😆

Im unteren Bereich des linken Giebels springt die Wand etwas heraus. Hier ist ein Stück des 2mm-PVC durch eines mit 3mm Dicke ersetzt.

Bild 4: Erste Stellproben mit Ein- und Anbauteilen

Ob man erst alle Wände ausschneidet und dann die Öffnungen für Fenster und Türen hereinschneidet oder das gleich tut, wenn ein Wandstück zugeschnitten ist (oder gar beide Varianten mischt!), ist eigentlich ziemlich egal. Ich mache es mal so, mal so …

Hier wollte ich auch frühzeitig Fotos machen und dem späteren Eigentümer des Bayerhofes zuschicken. Also sind gleich Löcher in die Wände gekommen.

Was man ab Bild 3 noch sieht: Ich baue immer mal wieder das Gebäude provisorisch mit kleinen Stücken Kreppband zusammen. So merkt man, ob alles soweit passt, und sieht, ob es so wird, wie man es sich vorgestellt hat … und anderen als Skizze geschickt hat 😉

Bild 5: Nicht überall landet Putz auf der Wand

Im auf Bild 5 rechten Teil des Hofes sind die Wände nicht verputzt, sondern bestehen aus behauenen Steinen (unten) und Holz. Der untere Teil der wand besteht wieder aus 2mm dickem PVC-Hartschauen, in den die Struktur der Steine geritzt wird. Anschließend habe ich mit einer (Stahl-)Drahtbürste darauf eingedroschen … so sieht die Oberfläche aus wie bei behauenen Steinen. Diese Wände sind an der Ecke auch nicht stumpf aneinander gesetzt, sondern auf Gerung, damit sich an der Ecke saubere Steine ergeben (was man natürlich beim Einritzen berücksichtigen muss.

Auch dort, wo Putz auf die Wand kommt, soll hier und da etwas vom Mauerwerk zu sehen sein. An diesen Stellen muss man natürlich ebenso im PVC herumritzen – je nach Art des Mauerwerks mehr (kleine Backsteine) oder weniger (große, behauene Steine) und mehr oder weniger genau.

Bild 6: Und wieder ritzen …

Im oberen Teil wird in 0,5mm Polystyrol eine Bretterstruktur geritzt. Klar: Es gibt fertige „Bretterplatten“, aber die sind für so einen alten Schuppen eines Bauernhofes zu gleichmäßig.

Auf jeden Fall – auch bei gleichmäßigen Platten – ritze ich dann noch (etwas weniger tief) eine Holzmaserung ein. Dann kommt wieder die Drahtbürste zum Einsatz: Sie säubert die Ritzen und schafft selber noch einmal ein wenig Struktur.

Bei einigen Bretterritzen habe ich hier das Ganze noch einmal wiederholt, um tiefere und ungleichmäßigere Ritzen zu erhalten. Man kommt dabei (bei 0,5mm dickem Ausgangsmaterial) eventuell sogar einmal „durch“ … aber das macht eigentlich nichts. Auch bei echten, alten Holzschuppen o.ä. kann man ja hier und da doch durch Ritzen schauen.

Für das Ritzen in PS und das Prägen im Hartschaum nutze ich eine Nadel. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob die wirklich von einem Werkzeug-Lieferanten ist (Fohrmann eventuell?) oder von einem dieser Stände, die auf Messen Scheren, Feilen, Zahnarztwerkzeug usw. verkaufen. Wichtig ist, dass das Teil gut in der Hand liegt …

Oben und unten sind dann quer noch 2mm x 2mm Polystyrol-„Balken“ auf die Innenseite gekommen, um der Wand Stabilität zu geben, sie besser auf den Steinen montieren zu können (noch nicht) und – das merkt man, je länger man an der Bretterstruktur arbietet – um sie halbwegs gerade zu bekommen. Wenn man immer nur auf der Außenseite Ritzen in das PS einbringt, dann beginnt sich dieses irgendwann zu biegen, ja fast aufzurollen. Und das hilft natürlich nicht unbedingt, wenn man eine doch halbwegs gerade Wand damit bauen möchte.

Schönauer Schleppbahn – Theorie und Praxis

Nachdem ich in Bezug auf die Schleppbahn-Historie noch wegen alter Pläne gefragt wurde, ist mir noch etwas aufgefallen bei der Suche (bei der ich die eigentlkich gesuchten Gleispläne bisher aber nicht gefunden habe).

Theorie und Praxis … teilweise dicht zusammen, teilweise auch nicht.

Und – was an dieser Stelle auch kund und zu wissen getan werden soll: Fertig!

Der Christophorus-Hof steht nun an seinem Platz und ist angeschraubt, die Umgebung soweit fertig … Kleinigkeiten mögen noch passieren (etwa: in einem gaaanz ruhigen Moment muss ich noch die Tische und Stühle für den Gastgarten aus Ätzteilen zusammenfalten … aber jetzt wird ja es eh erst einmal Winter 😆 ) und man findet sicher hier und dort noch etwas, was noch gemacht gehört, aber es geht nun an die nächste Baustelle … oder eher Baustellen.

Aber für’s erste genug geredet …

Bild 1: Erste „Planung“ der Straßenseite des Heurigen

Eine erste, recht komplexe Straßenfront wurde von einigen Bauexperten in der FREMO-Localbahn-Runde abgelehnt … „Zu Nussdorf’sch!“ war die Meinung.

Bild 2: Zweite, „genehmigte Planung“ der Straßenseite

Bild 3: So sieht’s im Vergleich nun auf dem Modul aus – man erkennt doch viele Ähnlichkeiten

Bild 4: Und die erste Skizze der Hofseite

Bild 5: Im Vergleich fällt hier vor allem der nachträgliche Anbau auf – ansonsten auch viele Übereinstimmungen

Ein paar weitere Bilder gibt’s an der Stelle auf die Schnelle auch noch … vielleicht ist irgendwann noch einmal schönes Wetter, so dass ich draußen fotografieren kann.

Bild 6: Der Blick am Marterl vorbei zur bergauf führenden Straße war auch schon in verschiedenen Stadien zu sehen

Bild 7: Die eigentliche Chefin des Hauses heißt Sabine, hält sich am liebsten auf dem Dach auf und hält Ausschau nach Zügen

Bild 8: Franzi und Fritzi sind Stammgäste und gerade auf dem Heimweg vom Heurigen

In Bild 8 kann man erahnen, woher der Heurige seinen Namen hat. Aber auch da muss ich irgendwann noch einmal mit einer richtigen Kamera Details fotografieren …

Schönauer Schleppbahn-Historie (7)

Nach nun doch schon etwas Erfahrung in Sachen Gebäudebau, zog die Baukolone also zurück zum freien Grundstück an der Einfahrt in die Schleppbahn.

Bild 1: Erste Stellproben mit Wänden aus PVC-Hartschaum und Stuckelementen aus Resin

Beim Heurigen gab es nun natürlich weitere Steigerungen im Vergleich zu vorher:

  • teils „gebogene“ Wände
  • Wände in mehreren Ebenen
  • diverse Stuckelemente aus Resin und PS

Bild 2: Die Hofseite des Heurigen

Bild 3: Auch beim Heurigen gibt es wieder einige Räume, in denen eine Inneneinrichtung erkennbar sein wird – so kann man der Tochter des Hauses bei der Haarpflege zuschauen …

Bild 4: … und trotz des schönen Sommerwetters sitzen ein paar Gäste im Heurigenlokal

Auch nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass der Heurige am Hang liegt. Dadurch sind Gebäudeteile und Höfe auf verschiedenen Ebenen, die Einfahrt zum Hof noch dazu in der Schräge …

Bild 5: Deutlich zu erkennen … es geht bergab! … auch quer zur Hofeinfahrt …

Bild 6: … was deren Pflasterung nicht ganz so leicht macht!

Während Stellproben mit den Rohbauwänden aufgrund der weißen Farbe (PVC-Hartschaum bzw. Spachtelmasse) immer etwas elegant wirken, gibt einem die erste Grundierung dann immer gern die – um mal im Österreichischen zu bleiben – Watschn.

Der Heurige sollte Wände in einem Beige-Braun bekommen – das sah dann so aus …

Bild 7: Erste Grundierung der Wände … ohne weitere Worte

Bild 8: Einige Bemalungsschritte weiter wirkt das Ganze dann erkennbar besser … dafür werkeln nun unübersehbar die Elektriker

Bild 9: Beim Heurigen entstanden viele „Anbauteile“ aus PS-Platten und -Profilen – hier als Beispiel das Hoftor und die Läden vor Tür und Fenster im Erdgeschoß

Der Heurige besteht – angenommenerweise – aus einem alten Kern, der über die Dekaden immer wieder mal um- und angebaut wurde. Insofern fand sich in einer Bieberschwanz-„Dachplatte“ von Noch eine geeignete Möglichkeit, den Regen fernzuhalten …

Bild 10: Bieberschwanzdeckung und Übergang zum Schornstein mit Verblechung wie beim Original

Die Bearbeitung dieser Platten ist indes etwas, über das wir hier lieber schweigen wollen …

Bild 11: Der Anbau mit dem Presshaus hat schon neuere Dachziegel bekommen

Die moderneren Dachziegel auf dem Presshaus-Anbau stammen von Igra und kommen in gelaserten Streifen. Ich denke, damit kann man einiges anfangen, wenn es mal um krumme und schiefe Dächer geht …

Der weitere Anbau (Hühner- und Schweinestall) bekam dann ein Wellblechdach, was aber schon hier im Blog detailliert beschrieben ist.

Bild 12: Auch hier wieder „Was nebenher geschah …“ – Oleander für den Gastgarten bzw. Hof des Heurigen

Bild 13: Nach ein wenig „Vorbildstudium“ entstand eine Baumpresse …

Bild 14: … die einige immer noch so schön finden, dass sie es bedauern, dass die Presse natürlich im Presshaus steht und nur durch dessen offensthendes Tor zu sehen sein wird

Der Giebel zur Schleppbahn – oder davor aufgestellte Plakatwände – war zuerst als „Spielwiese“ der Werbewirtschaft gedacht. Gleichzeitig wollte ich aber mit dem Efeu von MiniNatur den Giebel begrünen.

Bild 15: Tote Efeuranken aus Dichtungshanf

Nach ein paar Versuchen zu abgestorbenen Efeuranken gefällt mir (und der obersten Baubehörde) aber der begrünte Giebel so gut, dass er nicht durch Werbung verschandelt werden soll.

Bild 16: Der Giebel im aktuellen Zustand

Eventuell kommt im rechten Bereich noch ein klein wenig was … aber das soll es dann auch schon gewesen sein mit der „Verschandelung“.

Aufmerksame Leser des Blogs haben inzwischen gemerkt, dass wir die Historie nunmehr aufgearbeitet haben. Alles, was nun anschließend passiert ist, hat bereits seinen Weg in den einen oder anderen Beitrag hier gefunden.

Und alles, was noch passieren wird, wird auch in der einen oder anderen Form hier zu lessen und zu sehen sein … versprochen!

Schönauer Schleppbahn-Historie (6)

Gegenüber der noch zu bauenden Gießerei führt die Vorstadtstrasse mit dem eingebetten Schleppbahn-Gleis ein ganzes Stück über das nächste Modul – immer in leichten Kurven, damit es nicht zu fad ausschaut. Für die typische Bebauung bleiben auf dieser Seite des Moduls durch das IH-Profil nur ein paar Zentimeter Tiefe, auf denen nun das erste typische Gebäude entstehen sollte.

Bild 1: Das kleine Lagerhaus

Mit einem kleinen Lagerhaus, das aus „Stilelementen“ mehrere typischen Gewerbebauten in Wien entstanden ist ging es nun eigentlich erst so richtig los mit dem Gebäudebau …

Auch hier sei zu Details zum Bau darauf verwiesen, dass das Ganze mit diversen Beschreibungen und Zwischenfragen 😉  an anderer Stelle bereits beschrieben ist und ich vorhabe, bei weiteren Gebäuden auch hier im Blog einmal eine Art Bauanleitung einzustellen.

Jedenfalls war die Lagerhalle das erste Gebäude in der Bautechnik, in dem auch bisher alle anderen Hauser entstanden sind.

Bild 2: Ein wenig Innenleben und Bautechnik

Die grundlegende Bautechnik ist natürlich abgeschaut, vieles musste aber irgendwie austrifiziert werden – speziell dann bei den weiteren Gebäuden.

Bild 3: Dezenter Verfall … oder maroder Charme?

Bild 4: Straßenverlauf „geschwungen“ … wie die ganze Schleppbahn

Diverse Kleinteile sind selbstgebaut, kommen in Weißmetall von Mo-Miniatur (Schornstein, jedoch modifiziert) bzw. Woodland (Lüfter) oder – in neuerer Zeit – von Auhagen.

Bild 5: Ein wenig Grün darf auch sein …

Eine Inneneinrichtung ist angedeutet – obwohl man selbst bei Licht (Innenbeleuchtung aus einem Stück „LED-Stripe“ für 12V) durch die dreckigen und kaputten Fenster nicht wirklich viel davon sieht.

Irgendwann ist so ein Gebäude dann auch fertig und man muss sich eine neue Beschäftigung suchen (nicht, dass einem dass bei so vielen jungfräulichen Modulen schwer fallen würde). Hatte ich erst vor, endlich das Übergangsmodul fertig zu machen, kam mir nun doch wieder mal der Zufall in die Quere.

Im Nachbarort fiel mir ein Haus auf, das sich gut als Nachbar der Lagerhalle machen würde. Bei mir ist es eine ehemalige Schmiede, dann Landmaschinenschlosserei und nun Zweirad-Werkstatt. Erst später habe ich erfahren, dass zumindest die ersten beiden „Evolutionsschritte“ wohl auch mein „inoffizielles“ Vorbild durchgemacht hatte (inoffiziell, weil ich das Gebäude nicht sklavisch nachgebaut habe – es wurde aber von Ortskundigen schon wiedererkannt).

Bild 6: Ein kleiner Einblick in die Bautechnik … an der Stelle wohl eher schockierend – bei so viel Blau  😆

Bild 7: Hier kann man später durchaus auch die Inneneinrichtung sehen

Bild 8: Und wieder einmal ein Blick die Strasse entlang … (vergleiche Bild 4)

Ganz wichtig sind natürlich zwischendrin auch immer wieder Stellproben (auch mit diversem „Drumherum“) und Probefahrten.

Bild 9: Der Triebfahrzeugführer der Schleppbahn wird schon ungeduldig … der Fahrer des ENO der Post zuckelt mit fast leerer Batterie vor ihm her und hält den ganzen Verkehr auf – die Waggons müssen aber doch rechtzeitig an die ÖBB übergeben werden!

Der Vergleich zwischen Bild 8 und 9 zeigt noch eine „Probe“: Die Vespa-Werbung wurde nur provisorisch an die Wand geheftet, um ihre Wirkung auszutesten. Es war irgendwie zu viel … und daher ist die Wand ohne Werbung geblieben (die schicke Werbung ist aber aufgehoben und kommt sicher noch irgendwo an eine Wand).

Bild 10: Eigentlich viel zu spät … in einem früheren Baustadium wäre die Wandbeschriftung einfacher zu machen gewesen

Erst spät entschloss ich mich, die Wand mit einer darauf gepinselten Schrift zu versehen. Mit teilweise wieder „abgekratzten“ Anreibebuchstaben (sowas bekommt man etwa noch bei Conrad) und viel Nachbehandlung mit Farbe, erkennt man nun über dem Tor zur Zweiradwerkstatt die alte Anschrift der Landmaschinenschlosserei.

Eigentlich sollte man das viel früher machen. Klar müssen die Wände schon verputzt und gestrichen und gealtert sein, aber mit weniger filigranen Anbeiteilen an der Wand, ware die Sache entspannter abgelaufen …

Schönauer Schleppbahn-Historie (4)

Bild 1: Das erste fertige Gebäude an der Schleppbahn

Wie bereits im vorherigen Beitrag erwähnt, hatte ich mich nicht gleich an den Bau der Garagen getraut. „Etwas Kleines als Testobjekt …“, dachte ich mir. Dass beim Marterl in der angedachten Form auch nicht alles „easy cheesy“ sein würde, habe ich dann auch erst während des Baus gemerkt. Naja, irgendwann stand es dann einsam an der Straße, rundherum Rohbau-Weiten. Immerhin flackern schon von Anfang an zwei schicke Grablichter drinnen, links und rechts der Marienfigur.

Jedenfalls ging’s erstmal an diesem Modul weiter mit der Landschaft, so dass irgendwie auch mal ein Modul wirklich durchgestaltet sein würde.

Bild 2: So „begrüßt“ die Schönauer Schleppbahn den einfahrenden Triebfahrzeugführer

Bild 3: Blick auf die bergauf führende Straße, an deren rechten Seite später der Heurige „Christophorus-Hof“ entstanden ist

Dabei ging es recht zügig voran. Ein großer „freier Fleck“ war die ganze Zeit das Grundstück des Heurigen – dessen Entstehen wird hier zu späterer Zeit auch noch gezeigt, die letzten Schritte zur Vollendung fanden und finden jedoch schon zu Zeiten dieses Blogs statt, so dass es dazu schon eigene Beiträge gibt oder noch geben wird.

Bild 4: Einsatz bei einem FREMO Localbahn-Treffen – diesmal mit der Diesellok der Schleppbahn im Einsatz

Mit den Bäumen gegenüber des Heurigen-Grundstücks und im Garten (rechts im Bild 2) kamen dann auch die ersten Bäume mit MiniNatur-Laub auf/an die Schleppbahn. Auch hierzu steht im vorherigen Beitrag etwas im Vergleich zu den ersten Kopfweiden, die mit Polak-Laub entstanden sind.

Bild 5: Zwei „freischwebende“ Pappeln

Wo ich gerade dabei war, entstanden in einem Rutsch auch die ersten Pappeln, die später einmal am Rand der Gießerei ihren Platz finden sollen. Nebenbei „drehte“ ich immer mal wieder den einen oder anderen Baum – das hat ein wenig meditativen Charakter … nach einem nervigen Arbeitstag einfach mal einen Baum basteln …

Bild 6: Eine stattliche Blutbuche

Bild 7: Eine nicht ganz so stattliche (im Vergleich zur Buche oben) Birke

Nach langen Jahren habe ich mich auch mal wieder an eine Fichte getraut. Geht … könnte man meinen. Die Spitze gefällt mir noch nicht so ganz, aber irgendwo in einem Wäldchen fällt das hoffentlich nicht so sehr auf.

Bild 8: Eine Fichte

Bild 9: Und noch eine Birke

Noch eine Birke – dismal eine mehrstämmige – entstand dann, als mir in der Bastelkiste meiner besseren Hälfte eine Art „Minisieb“  in die Hände gefallen ist. Selbiges ist nun die Basis der Mehrstammbirke … einen Versuch war’s wert. Und wenn ich irgendwann nochmal einen mehrstämmigen Baum oder ein dichteres Gebüscht o.ä. brauche, weiß ich, wo ich suchen muss …

Schönauer Schleppbahn-Historie (3)

Bild 1: Das derzeitige Ende der Schleppbahn

Nach viel Gleisverlegearbeiten (Tillig Gleise und Weichen sowie eine Weiche von G. Weller) und noch mehr Elektrik (Hoffmann-Weichenantriebe – einige Zeit später dann mit „Frog Juicern“ statt der im Antrieb eingebauten Umschaltung der Herzstückpolarität – usw.) war ich irgendwie „ganz heiß“ auf ein wenig wirklichen Modellbau.

Zu der Zeit hatte ich gerade Forenberichte von Lars-Christian Uhlig („lcu“) über Farben von Vallejo mit Begeisterung verschlungen und selber ein paar Farben gekauft. Die passten genau für eine alte Beton-Stützmauer am Gleisende der Schleppbahn (ok … einem Gleisende, denn prinzipiell gibt es ja noch eines mit dem Gleis „auf der anderen Seite“). Ich war begeeistert und nutze seitdem fast nur noch die Farben von Vallejo.

Weitere wesentliche Modellbau-Tätigkeiten bei einer Bahn, die fast ausschließlich direkt neben oder sogar auf der Straße entlangführt, bestehen verständlicherweise in diversen Straßenabschnitten – mit und ohne Gleis darin. Bis zum ersten Treffen hatte ich Straßenbahngleise von Modellbahntechnik Hof verbaut – gerade Gleistücke und „Flexgleis“. Das Ganze mag für Straßenbahnradien irgendwie brauchbar sein, für den geschwungenen Bogen im Straßenverlauf in der Schleppbahn war es schwierig zu verlegen und hinterher problematisch im Betrieb. Das gerade Gleis auf dem Hof der Gießerei war zwar befahrbar, führte aber trotz sorgfältiger Verlegung und Verklebung „über Berg und Tal“. So wurden diese Gleise wieder abgerissen und stattdessen mit Hilfe des „Gleisbautrupps Rodaun“ Swedtram-Gleise verbaut. Und es funktioniert!

Bild 2: Schleppbahngleis im Straßenverlauf und (rechts) Anschluß der Gießerei „Hagen&Hagen“

Der Rest der Straße (also, wo nicht gerade die Schleppbahngleise herumliegen) bestehen aus mit Resin abgegossenen Urmodellen für eine (gerade) Kopfsteinpflasterstrasse, Kibri Kopfsteinpflaster, viel Polystyrol und Spachtelmasse …

Durch ein wenig Sägen an einem Modul und Wieder-Verfüllen entstand dann ein kanalisierter Bach, bei dem erste Versuche mit Begrasung und – langghegter Wunsch meinerseits! – Kopfweiden durchgeführt wurden.

Bild 3: Am kanalisierten Bach

Zwischen Bach und Straße (auf Bild 3 im Hintergrund im Rohbau zu erkennen) sollten Garagen entstehen. Auch hier wollte ich neue Bautechniken ausprobieren, was aber aufgrund der Struktur des Gebäudes nicht ganz so einfach war. So lag der Rohbau erst einmal in Teilen länger herum, ehe er dann doch an besagter Stelle entstand.

Hier soll es nun aber gleich mit einem Bild der Gegend mit Garagen weitergehen – einfach, weil es thematisch zusammenpasst.

Bild 4: Etwa gleicher Blickwinkel wie Bild 3, aber mit Garagen und Schuppen

Bild 5: Die Garagen und Schuppen von der Straße bzw. Eisenbahnkreuzung aus gesehen

Wie meine Gebäude entstehen ist etwa im H0-Modellbauforum zu lesen – ich denke aber, dass ich später hier im Blog auch noch hier und da darüber berichte, so dass ich hier nicht weiter in’s Detail gehen möchte.

Etwas später ist dann auch noch ein Geländer auf die Mauer am Bach gekommen.

Bild 6: Und schlußendlich mit Geländer

Für die Kopfweiden hatte ich Belaubungsmaterial von Polak verwendet. Das fand ich ganz ok, kam aber mit zunehmendem Bau von weiteren Bäumen mit Laub von MiniNatur (auch dazu später mehr) in’s Zweifeln:

  • Das Laub von MiniNatur wirkt „wertiger“ … was sonst nur Anhänger von Schwermetall-Modellbahn so sagen, heißt hier: Es ist irgendwie voller aber gleichzeitig „luftiger“ und wirkt natürlicher. Finde ich jedenfalls! … und meine „oberste Baubehörde“ (auch „Ehefrau“ genannt) sowieso …
  • Das verwendete Weidenlaub von Polak wirkte im Umfeld und direkten Vergleich zu MiniNatur-Laub irgendwie „gräulich“.

Somit kam es noch einmal zu einer Veränderung: Alle Weiden wurden entlaubt und anschließend neu belaubt – diesmal mit Weidenlaub von MiniNatur.

Bild 7: Wieder ähnlicher Blickwinkel, diesmal mit neuem Weidenlaub

An dieser Stelle sind wir nicht nur am augenblicklichen Zustand dieses Teils des Moduls angekommen (und der Rest davon ist bisher nicht ausgestaltet), sondern auch am Ende dieses Berichtes …

Ein Nachtrag in Sachen Anhänger und Physik

Manche Dinge sieht man ja erst so richtig, wenn man auf Fotos von ihnen schaut …

Irgendwas passte da nicht … ah ja! … die Physik war etwas beleidigt, dass sie so sträflich vernachlässigt wurde. Der Anhänger lag vorne mit der Deichsel/Kupplung nach unten, war aber bis über die hintere Bordwand mit einem Stapel schwerer Holzpfosten beladen.

Das passt nicht zusammen!

Also wurde rasch ab- und wieder auf- … also umgeladen!

Bild 1: Zufriedenstellung der Physik

Natürlich hat sich beim Herumwerkeln am Anhänger selbiger vom Untergrund gelöst und es gab eine Bröselei. Darum sieht man auf dem Bild oben auch noch einen feuchten Fleck … vom frischen Schotterkleber zur Behebung der Bröselei.