Pkw-Anhänger von „Small Models“ (3)

Nach Beendigung des notwendig gewordenen Baumarktausflugs (siehe letzter Beitrag) klappte es nun auch mit dem Grundieren. Mir war zwar noch einmal Angst und Bange, weil die Grundierung doch recht „dickflüssig“ daherkam, aber sie hat netterweise keine Details verklebt.

Nach der Grundierung kam dann das übliche Vorgehen: Anmalen und dann „in die Jahre kommen lassen“.

Der dunkle Metallrahmen des Anhänger ist nicht zu stark angerostet – hier und da hat es halt mal einen Rempler gegeben. Auch die Bordwände sehen noch nicht ganz hinüber aus … aber eben so, als hätten sie auch schon hier und da etwas abbekommen. Wo Ladebordwände abgeschrammt sind und am Boden sieht man auch schon eher rohes Holz, ansonsten erkennt man an den Ladebordwänden noch das helle Braun von der Lackierung.

Bild 1: Da steht er nun … ein etwas „mitgenommenes“ Arbeitstier

Ja … und wie zu erwarten geht’s jetzt schon los: Das Ding will beladen werden!

Pkw-Anhänger von „Small Models“ (2)

Schon im letzten Blog-Eintrag war ja zu lesen, dass ich mit den dem Bausatz beiliegenden Kotflügeln nicht so glücklich bin … das ist auch so geblieben, so dass nach Abhilfe gesucht wurde.

Erster Ansatz war ein PS-Rohr, von dem ein „Ring“ passender Breite abgeschnitten wurde. Den habe ich dann zerteilt an den „Außenkanten“ etwas rund gefeilt und provisorisch an den Anhänger „angeheftet“.

Bild 1: Runde Kotflügel, erster Versuch

Vom „look&feel“ sind das eher die 60-er, aber das PS-Material ist einfach zu dick. Und das kriegt man nicht irgendwie sinnvoll dünner … also ab damit.

Was das Bild 1 aber auch zeigt: Der Anhänger ist ein Arbeitstier – da leiden auch die Bordwände mit der Zeit. Und an der abgeklappten hinteren Bordwand sind Scharniere aus 0,3mm Messingdraht entstanden.

Bild 2: Runde Kotflügel, zweiter Versuch … das war’s!

Es wäre ja alles so einfach, nähme man gleich das Naheliegende … natürlich ist auch hier mal wieder Cinefoil die Lösung. Etwas stabiler als Alufolie kann man es passig zuschneiden und mit Sekundenkleber-Gel an den Anhänger anbringen. Das passt!

Und wenn man vorsichtig mit allem umgeht, dann verbiegen die Kotflügel auch nicht gleich.

Danach wollte ich eigentlich „nur mal schnell“ mit einer Spraydose Grundierung auftragen … na Pustekuchen!

Bei der ersten Grundierung war die Spraydüse verstopft – egal, für solche Fälle hat man Ersatzdüsen daheim liegen. Aus der kam auch Farbe heraus, nur leider nicht dort, wo sie soll. Stattdessen blubberte alles fröhlich rund um den Düsenteil herum in die Höhe … grundiert waren also erstmal meine Finger, sonst nix.

Aus der Düse der zweiten Dose kam dann etwas heraus und sogar dort, wo es soll. Leider war die Dose wohl schon etwas „überreif“ und vor allem „überflüssig“ … diesmal tropfte also die Grundierung vom Anhänger herunter.

Also tat Mann das, was Mann an einem Samstag eigentlich tun muss: Ab in den Baumarkt!

Pkw-Anhänger von „Small Models“ (1)

Schon vor einiger Zeit ist mir ein Bausatz von „SM“ (keine Sorge 😮 … steht für „Small Models“) zugelaufen … Modellbahner sind ja in dem Sinn immer noch Jäger und Sammler. Aber gerade bei kleinen Herstellern und Kleinserien muss man halt zugreifen, auch wenn man das betreffende Modell erst viel später mal wirklich gebrauchen kann.

Eigentlich sind es auch drei Bausätze …

Bild 1: Bausätze für drei Pkw-Anhänger von „Small Models“

In dem kleinen Karton finden sich diverse Resin- und Ätzteile für drei Pkw-Anhänger. Dazu gibt’s noch eine kurze, aber m.E. völlig ausreichende Bauanleitung, die leicht verständlich zeigt, welche Teile für welchen Anhänger benötigt werden und wie sie zu montieren sind.

Bild 2: Der Packungsinhalt

Keine große Schwierigkeit also … man sollte aber schon einmal einen Resin-Bausatz zusammengebastelt haben, denn die Resinteile für die Anhänger sind wirklich sehr fein und zierlich – speziell die Deichseln -, so dass man wissen sollte, wie man mit dem Material umgeht und wie man es vorsichtig „säubert“.

Apropos „säubert“: Ober- und Unterteil des Anhängers sind sauber gegossen und nur von einer feinen Haut zu befreien. Da alles recht filigran ist, muss man hier wirklich vorsichtig vorgehen. Wenn’s gut aussehen soll oder gar wirklich ein Anhängsel für ein Pkw sein soll, dann muss man auch das kleine Loch aufbohren, mit dem man den Anhänger anhängen kann … 😉

Zwischen Ober- und Unterteil habe ich strategisch ein paar Tropfen Sekundenkleber-Gel verteilt – hält!

Zumindest den Boden des Anhängers habe ich noch mit einer Nadel etwas nachgraviert … wenn hier öfter aus- und eingeladen und transportiert wird, ist der schon nach kurzer Zeit nicht mehr so ganz „schachtelfrisch“. Auch an den Bordwänden mag ich noch ein wenig in der Richtung werkeln … Wie schon geschrieben: Mit der nötigen Vorsicht geht das recht locker von der Hand.

Bild 3: Erste Probezusammenstellung

Die Räder bestehen aus einer Resinfelge, die in ein „Reifenteil“ geklebt wird, das m.E. aber nicht aus Resin ist.

Da mein Anhänger mit Beladung (dazu später noch mehr … versprochen!) auf dem Hof eines Heurigen stehen soll, wollte ich zusätzlich noch die hintere Bordwand herunter geklappt darstellen. Das geht aufgrund des wirklich dünnen Resingusses recht einfach – man muss jedoch auch hier wieder sehr vorsichtig vorgehen und mit einem scharfen Messer vorsichtig an den Kanten der Bordwand entlang fahren. Nach dem zweiten oder dritten „Ritzer“ ist man durch …

Entsprechend der Anleitung vermute ich, dass es sich bei den Anhängern um Modelle tatsächlicher Vorbilder aus der Tschechoslowakei handelt. Was das genau für welche sind und von wann sie stammen, habe ich jetzt nicht großartig erforscht. Ich denke aber, dass auch anderswo in den 60ern solche oder zumindest sehr ähnliche Anhängsel hinter dem einen oder anderen Pkw hingen.

Die Kotflügel in der „eckigen“ Form scheinen mir etwas moderner zu sein, aber hier könnte man ja durchaus auch noch ein wenig umbauen … auch dazu – vermutlich – später mehr an dieser Stelle.