Stefaniberg (7) – Schmalspur? Schmalspur!

Aus vorherigen Beiträgen war ja schon zu erahnen, dass am Stefaniberg irgendwo ein Traktor seiner Arbeit nachgehen soll. In diesem Fall war es das Modell (MO-Miniatur) eines Eicher Puma – ein Schmalspurtraktor, der im Wein- und Obstbau zur Anwendung kam – das mir irgendwann in’s Auge gesprungen war.

Aber was tat ein Weinbauer – noch dazu einer, der um 1960 einen Schmalspur-Traktor für die Arbeit im Weingarten besessen hätte – im Spätsommer denn so im Weingarten mit seinem Traktor? „Mechanische Unkrautvernichtung“ war die Antwort von Kundigen … in den Reihen zwischen den Weinstöcken hätte unser Bauer am Stefaniberg dann und wann das Unkraut entfernt. Beim Sichten, was es da geeignetes an „Werkzeug“ im Modell gibt, bin ich dann bei der Zick-Zack-Egge von Weinert gelandet. Die ist sehr fein, leicht zu bauen … nur ist sie zu breit. Eben möglichst breit, damit man auf dem Acker schneller fertig ist mit der Arbeit. Wenn aber rechts und links Weinstöcke im Weg sind, geht das so nicht …


Bild 1: Der Puma mit der Zick-Zack-Egge … ja, das Hinterrad „schwebt“ etwas über dem ebenen Untergrund

Bild 2: Die „Aufhängung“ der Egge entstand aus PS- und Messing-Profilen

Also wurde von der Weinert-Egge nur das mittlere Drittel verwendet – mal sehen, was mit dem linken und dem rechten noch passiert …

Nun braucht die Egge aber eine „Aufhängung“ – sie soll ja bei Fahrt auf Straßen und Wegen hochgezogen werden können, um selbige und sich selbst nicht zu beschädigen, bei Fahrt über das Unkraut im Weingarten am Stefaniberg aber durch den Boden eggen, um dort das Unkraut herauszuziehen.

Diese Aufhängung ist mehr oder weniger „frei Schnauze“ aus Polystyrol- und Messing-Profilen entstanden. Beim Vorbild hängt die Egge dann mit Ketten an diesem Gestell … so zierliche Ketten kenne ich im Modell aber nicht. Also „spielen“ vier hochgebogene Messingzapfen (wo dieses Drittel der Egge normalerweise mit dem linken und dem rechten Nachbarn verbunden ist) Ketten – mit Rost und Dreck erkennt man nicht wirklich, ob es nun eine Kette ist oder nicht – aber es ist fein (und ohne erhöhtes Fluchaufkommen an der „Aufhängung“ zu befestigen)!

„Aufhängung“ mit Egge unten dran werden dann mit der Ackerschiene verbunden. Hier muss man vorher ein wenig schauen, wie man mit den Höhen klar kommt. Die Bilder 1 und 2 zeigen, dass die Zinken der Egge tiefer sind als der Traktor, so dass auf der ebenen Fläche die Hinterräder des Eicher Puma in der Luft stehen. Bei der Arbeit sollen sie aber natürlich tief im Boden sein und dort das Unkraut erwischen … passt also. In Bild 3 sieht man das Gespann nun bei der Arbeit … ich denke, da passt die „Tiefe“ der Egge schon ganz gut.


Bild 3: Egge in Aktion

Der Eicher Puma selbst ist ein ganz feines Teil … einzig der sehr dominante „Überrollbügel“ in rassigem Rot störte m.E. irgendwie den Eindruck. Da unser Weinbauer eher nicht in steilen Weingärten unterwegs ist (der Stefaniberg ist ja so gesehen auch eher ein Hügel …), hat er den eben abgebaut. Außerdem hat er passende „Nummerntaferl“ vorn und hinten montiert.

Ansonsten brauchen natürlich Traktor und Anhang Alterung, Dreck und Ackererde … hier kamen wieder Farben von Vallejo und diverse Pigmente zur Anwendung. Abschließend muss natürlich auch noch irgendwer auf dem Traktor sitzen und diesen fahren … ein „weißes Preiserlein“ entpuppte sich als von der Pose recht passend. Allerdings hatte ich dabei einen Feuerwehrmann mit passendem Helm erwischt. Während die Uniform dank Farbe zu passenden „Ackerklamotten“ mutierte, wurde der Helm so beschnitzt, dass er eher wie eine Mütze aussieht.


Bild 4: Viel Unkraut am Stefaniberg …

Als ich den Boden für den Weingarten angelegt habe, hatte ich natürlich schon im Hinterkopf, was der Traktor dort wie mit der Egge tun soll. Also wurde dort, wo der Traktor schon geeggt hat, natürlich nicht begrast. Im Gegenteil: Dort landete noch etwas gröbere Erde und anschließend etwas Unkraut aus feinem Flock von Heki und einfach „hingerieselten“ Grashalmen von MiniNatur – eben das, was beim Eggen von den Zinken so hochgerissen wird und nun auf dem Erdboden liegt.

Gräf & Stift LVT-9 F/7 (1)

Wie schrieb ich vor einer knappen Stunde (siehe letzten Eintrag): „… wenn nichts dazwischen kommt …“.

Da fällt mir ein, dass doch da auch noch ein paar andere Fotos auf der Festplatte herumgammeln … das muss ja nicht sein. Also schnell mal hochgeladen und hier verlinkt. Passt!

Vor ein paar Wochen fand in Wien Inzersdorf die jährliche Hausmesse der Kleinserienhersteller statt. In den letzten Jahren irgendwie immer weniger interessant, weil auch immer weniger lohnenswerte Aussteller kommen, aber einer kommt doch immer und hat wirklich tolle Sachen dabei: JFK.

Ok, ich kaufe ja nicht immer – geht ja gar nicht -, aber dieses Jahr kam ich nicht an einem Lkw von Gräf&Stift vorbei – ein ehemaliger Kraftfahrzeughersteller in Wien.

Mitgekommen ist dann ein grüner Pritsche/Plane-Laster, wie im Bild 1 zu sehen.

Bild 1: Der Gräft & Stift von JFK mit Pritsche/Plane

Schon beim Betrachten grübelte ich herum. Ich gestehe: Ich mag ja Doppelkabinen irgendwie. Mag daran liegen, dass diese Variante in Realistät und Modell immer selten und exotisch wirkt. Aber ja … da kam das Grübeln: Ein Pritsche/Plane-Laster … mit Doppelkabine? Warum?

Doppelkabine … das heißt ja in der Regel, dass man mit dem Lkw neben dem eigentlichen Ladegut mehr Personal als sonst transportieren möchte (sehen wir mal ab von bekannten Sattelzugmaschinen mit Doppelkabine vor Tankaufliegern, bei denen der zusätzliche Stauraum wohl für den Transport diverser Öle zu den Tankstellen genutzt wurde).

Neben der auch von JFK realisierten Variante eines Feuerwehrfahrzeugs (wollte ich aber nicht, war auch nicht (mehr) zu haben), fallen mir spontan Fahrzeuge vom Bau oder dem Militär ein. Ersteres wohl noch spannend an der Schleppbahn, Zweiteres nicht unbedingt.

Dann fiel mir ein, dass in meiner Kindheit noch zahlreiche „Möbellaster“ mit Doppelkabinen herumkurvten – ok, ich gestehe … meistens mit speziellen Aufbauten bis über eben jene Doppelkabine. Aber für Übersiedlungen (zu Deutsch: Umzüge) braucht man halt auch Leute, die die diversen Kisten/Kartons oder Möbelstücke tragen …

Aber es hätte ja sein können, dass ein ganz normaler Kofferaufbau  …

Bild 2: Erste Probe mit neuem Koffer

In der Bastelkiste zuhause fand sich noch ein Brekina-Lkw mit einem Nivea-Koffer. Also flugs mal demontiert an beiden Lkw (der JFK ist zwar geklebt, aber die Pritsche ließ sich recht schnell abhebeln) und den Kofferaufbau auf den Gräf & Stift drauf … gar nicht so übel!

Bild 2 zeigt aber auch, dass die am Fahrgestell des Gräf & Stift angebauten Teile mit dem Koffer bzw. seinen tiefen Schürzen nicht so ganz zusammenpassen.

Bild 3: Im Vergleich zu Bild 2 passt es nun doch erheblich besser …

Nach noch etwas Grübeln habe ich am Fahrgestell des Gräf & Stift alle Anbauteile abgeschnitten. Man muss hier ein wenig vorsichtig sein, weil alles aus Resin ist. Aber machbar … Ebenso muss man hinten am Fahrgestell ein wenig kürzen (inklusive der hinteren Stoßstange samt Anhängerkupplung).

Der Kofferaufbau von Brekina muss zwischen den Freiräumen für die Kotflügel (selbige bleiben am Brekina-Lkw – so der Plan) und Räder noch etwas bearbeitet werden, dann kann die zweite „Anprobe“ erfolgen.

Bild 4: Auch von hinten … eigentlich ein schicker Laster, oder?

Jetzt passt der Aufbau schon fast so auf das Fahrgestell, als hätte man ihn dafür gemacht. Bei den Kotflügeln spekuliere ich darauf, dass der noch zu sehende, breite Spalt verschwindet, wenn der Kofferaufbau fest mit dem Fahrgestell verklebt wird.

Bild 5: Hier erkennt man – zumindest teilweise -, wo überall herumgeschnitten wurde

Die vom Fahrgestell abgeschnittenen Teile hebe ich derweil noch auf. Eventuell kommen die dann – ganz oder teilweise – wieder unter den Aufbau (wenn man sie denn sieht hinter/unter den Schürzen).

Nun schrieb ich aber oben von einem Lkw, der Möbel herumfahren soll. Da steht doch aber noch Nivea dran … passt also nicht ganz.

Bild 6: Innerhalb recht kurzer Zeit ein ganz anderer …

Den Koffer habe ich daher mit ganz feinen „Schmirgelschwämmchen“ (sowas findet man in diversen Online-Shops günstig in größeren Mengen in der Kategorie „Beauty“) bearbeitet, dann mit einem hellgrauen „Primer“ aus der Sprühdose überzogen.

Bild 7: An einer entsprechenden Beschriftung des Koffers wird – zumindest im Kopf – schon gearbeitet

Neben einer neuen Beschriftung für den neuen Zweck müssen auch an der Fahrerkabine noch einige Dinge passieren:

  • Scheibenwischer
  • Rückspiegel
  • Fahrer, Beifahrer, … eben Leute, die die Doppelkabine füllen
  • die Scheiben könnten schöner aussehen …

Kein Durchhänger beim Anhänger

Vor einiger Zeit – hier nachzulesen – hat ja der Maier-Bauer einen neuen (alten) Anhänger bekommen.

Inzwischen hat er sich redlich bemüht, seinen Steyr-Traktor in einen zum Anhänger passenden Zustand zu bringen – er hat seine Frau fahren lassen 😆 Die Maier-Mitzi hat dann auch gleich mal für ein paar Rostflecken und Dreck gesorgt, noch dazu musste der vordere, linke Kotflügel getauscht werden, nachdem sie den ursprünglichen etwas zu sehr am Torpfosten deformiert hatte …

Bild 1: Fleissig, die Maier-Mitzi … bei der Sommerhitze muss hier und da einmal frisches Wasser hingebracht werden

Erster Teil der Um- und Weiterbauten war aber der Anhänger. Einfach nur leer umherfahren … ne, das ist langweilig. Die schöne, fertige Strohladung passt nicht in der Breite … und dann eine Hitzewelle nach der anderen. Da kommt man dann darauf, dass im Sommer die Bauern eventuell auch mal Vieh und Pflanzen mit frischem Wasser versorgen müssen. Also bekam der Anhänger einen (nach einiger Pinselei) alten Wassertank auf die Ladefläche (im Bild 2 sieht man auch, dass es sogar einen Schlauch gibt).

Oh ja … und ein Kennzeichen wurde nun auch angeschraubt …

Bild 2: Ein paar Worte mit dem Nachbarn wechseln … dafür muss Zeit sein!

Der Steyr-Traktor ist dann eine andere Baustelle. Klar: Wenn der fahren soll, muss wer darauf sitzen. Die Mitzi halt.

Hier haben aber Dr. Preiser (bei der Geburt der Mitzi) und Mo-Miniatur (bei der Schöpfung des wirklich tollen Modells) nicht ganz zusammengearbeitet. Nach dem (gewaltsamen) Abbau des Lenkrades und einigem Quitschen der Mitzi (sie ist an den Beinen und Füßen offensichtlich sehr kitzelig … und beides musste ich ihr ein wenig verbiegen) kann sie aber nun in ihrem Arbeitsgewand (das zum Teil aus 2K-Knetmasse entstand, ein Kopftuch aus Cinefoil brachte auch wieder dieses wunderbare Material in’s Spiel) am Traktor sitzen. Sie beugt sich dabei aber sehr nach vorne, weswegen flugs noch ein Gesprächspartner am Straßenrand präsentiert wird – die Gelegenheit, noch ein paar Autos hinter und neben (Einmündung der Nebenstrasse) dem Gespann zu platzieren, ist ja auch ganz nett … Die Autofahrer werden sich wohl eher bei der Mitzi bedanken, weil’s wieder herumtratscht!

Ihr Bub, der Franzi, wollte auch unbedingt mitfahren und hockt auf dem Sitz am Kotflügel. Ihm scheint’s Spaß zu machen. Er war auch kooperativer beim Hinbiegen der Gließmaße 😉

Ansonsten kamen beim Steyr noch einige Farben und Pülverchen zum Einsatz … und – gaaanz wichtig für die Mitzi! – die burgenländischen Kennzeichen mussten weg!

Dann kam der Augenblick, an dem ich Trecker und Anhänger mal so richtig zusammengestellt habe … Auweia! Der Steyr hatte das Kupplungsmaul so weit unten montiert, dass die Deichsel des Anhängers über seine Ackerschiene schliff … geht gar nicht. Etwas weiter oben gab es aber noch etwas, was wie die Aufnahme einer Kupplung aussah – also schnell umgebaut … und passt!

So hält sie also nun den Verkehr auf, die gute Mitzi … und wer weiß, vielleicht tratsch sie gerade über den „Rumpelnden Hamburger„!

Der Maier-Bauer dankt an dieser Stelle aber nochmal dem Toni ganz lieb für den Anhänger!

Tempo-Dreirad (1) – es spukt an der Schönauer Schleppbahn

Es spukt an der Schönauer Schleppbahn!

In den letzten Tagen kommt es immer öfter zu Berichten, dass es spukt an der Schönauer Schleppbahn. Immer in den Abendstunden sehen Menschen wie Du und ich eine leicht schimmernde, fast durchsichtige Erscheinung über die alten Kopfsteinpflasterstraßen fahren!

In Analogie zum „Fliegenden Holländer“ haben die Anwohner dem Spuk den Namen  „Rumpelnder Hamburger“ gegeben und sprechen nur noch leise und an gut beleuchteten Orten davon …

Erst gestern kam eine aufgelöste und kreischende Lisa in den Christophorus-Hof gelaufen und konnte nur unter größter Mühe dazu gebracht werden, langsam und verständlich zu erzählen, dass er gerade eben wieder vor dem Haus über die Schienen gerumpelt kam … der „Rumpelnde Hamburger“ …

Bild 1: Lisa steht wie versteinert an der Eisenbahnkreuzung … der „Rumpelnde Hamburger“ ist wieder unterwegs!

Soweit zu dem, was man weiß … oder zu wissen glaubt. Vielleicht wäre das ja was für die Presse? Oder doch nur fake news im Sommerloch?

Andere sehen hier einen 3D-Druck eines Tempo-Dreirads mit Doppelkabine. Den habe ich beim Stöbern im Shapeways-Shop entdeckt und interessehalber mal bestellt.

Nun ja … als ich die drei Einzelteile mal eben zusammengesteckt hatte (sehr passgenau … hält schon so prima zusammen!), kam mir die Idee, ein wenig bei den kleinen Preiserlein herumzuspuken …

Bild 2: Einmal ohne „störenden Hintergrund“ – die zusammengesteckten Teile des Tempo-Dreirades

Das Dreirad besteht aus drei Teilen: Kabine, Pritsche mit Plane und Unterteil, auf das die beiden anderen Teile passgenau und schon recht haltbar aufgesteckt werden können. Ich habe das Ganze in „Smoothest Fine Detail Plastic“ gedruckt und (ohne Porto) 26,95€ dafür bezahlt. Gut, das ist nicht wenig, aber man bekommt sehr fein gedruckte Teile einer Variante, die so m.W. nicht von einem anderen Hersteller in H0 zu bekommen ist. Die immer als Nachteil der 3D-Technik hervorgekramte sichtbare Schichtung ist mir bisher jedenfalls nicht aufgefallen … mal sehen, wie das Teilchen dann aussieht, wenn es mal grundiert ist.

Bild 3: So kommt das Dreirad per Post … drei Teile in einem Klarsichtbeutel

Wie in den diversen Berichten über 3D-Drucke zu lesen, möchte ich das Modell jetzt erst einmal auslüften lassen … es darf dabei auch gerne noch hier und da entlang der Schleppbahn auftauchen und Angst und Schrecken verbreiten 😉

Dann wird es wohl eine graue Grundierung und Farbe per Pinsel geben. Scheibenwischer und Außenspiegel müssen wohl auch noch irgendwie angebracht werden und ich muss mir Gedanken machen, wie ich es verglase … es bleibt spannend … äh … gruselig natürlich! 😆

Stefaniberg (3) – der Hänger

Nach einer längeren Pause (zwecks Sommerurlaub) soll es nun einmal wieder etwas weitergehen … „etwas“ wohlgemerkt, denn wirklich viel gibt es nicht zu berichten.

Es haben inzwischen erste Bäume bzw. Büsche am Stefaniberg ihren Platz eingenommen – eine Straßenlampe hat es ihnen nachgemacht. Selbige kommt von Beli-Beco und hat im Nachhinein nur zwei Isolatoren (an der Schleppbahn werden die Straßenlampen großteils noch über Freileitungen mit Strom versorgt) bekommen und der an der Rückseite des Mastes befindliche Schlitz wurde verspachtelt. Klar … dann kam noch etwas Farbe drauf.

Ja, ähnliche Lampen gab es auch mal beim Kotol (Kluba?) und die waren ein ganzes Stück billiger … aaaber: Es waren Glühlampen verbaut, es gibt sie nicht mehr und bisher sind die guten Stücke auch nicht wieder mit LED im Programm zu finden … derzeit also keine Alternative.

Bild 1: Der Maier-Bauer hat gleich mal den Steyr angespannt und eine Spritztour mit dem neuen Hänger gemacht (ts, ts, ts … ohne Nummernschild!)

Etwas Neues ist aber doch zu sehen … aber hier war ich nicht tätig. Ein guter Freund – der Toni – kam so mir-nix-Dir-nix, plötzlich und unerwartet mit einem von ihm gebauten Anhänger vorbei.

Er hat sich viele Male entschuldigt, dass der beim Verpacken wohl etwas an den Bordwänden gelitten hatte, aber bei so einem alten Gefährt finde ich es nicht unpassend, wenn da von der einen oder anderen Ladung über die Jahre auch mal was schief oder verzogen ist.

Bild 2: Ein wohl seltener Blick – der Anhänger von unten -, den der Erbauer des Modells auch hatte und so alles ganz genau anschauen und vermessen konnte.

Extra für Euch hat der Maier-Bauer den Anhänger mal auf die Seite gelegt … so sieht man nämlich ganz genau, was an Details auch im Fahrwerkbereich ganz genau nachgebildet ist.

Ich bin begeistert, der Maier-Bauer ist es auch … Danke, Toni!

Jetzt muss ich mal den Steyr des Maier-Bauern auch etwas altern und verdrecken und dann einen schönen Platz für das Gespann suchen!

Schönauer Schleppbahn-Historie (5)

Als Zwischenschritt soll es hier noch einmal um das gehen, was so nebenher passiert ist. Ging es im letzten Beitrag um zu meditativen Zwecken auf Vorrat gebaute Bäume 😆 , so soll es diesmal um Schienen- und Straßenfahrzeuge gehen.

Klar, Schienenfahrzeuge richtet man dann und wann her, um bei FREMO-Treffen Fahrzeuge mitnehmen zu können (also müssen zumindest RP25-Radsätze und Bügelkupplungen eingebaut werden), aber manchmal verirrt sich auch einer zu einem „Fotoshooting“ auf’s Gleis … hier ein SSl von Liliput, ursprünglich ein Wagen der DR in der DDR.

Bild 1: Ein SSl der ÖBB auf dem in die Straße eingelassenen Gleis der Schleppbahn

Ein spezielles Thema ist dann natürlich, dass die Schleppbahn auch ein Triebfahrzeug braucht. Eines war schon mal zu sehen, doch noch ehe es bei der Schleppbahn eingetroffen ist (erst warten auf das Modell, dann kam es gleich in die Werkstatt), kam eine zweite Maschine hinzu …

Bei einem der leider viel zu seltenen Besuche des bervorzugten Händlers kam ich nicht an einer kleinen „Schneider“ (der Hersteller des Vorbilds, das u.a. in Häfen und Industrieanschlüssen in Spanien gelaufen ist, weswegen es von Ibertren – einem spanischen Modellbahnhersteller – in H0 herausgebracht wurde) vorbei, ohne die mitzunehmen. Interessanterweise war es fast das letzte Modell, alle anderen waren schon verkauft. Kaufen so viele Leute „spanisch“ wegen Urlaub und Schönwetter?

Bild 2: 589.02 der SSB, im Volksmund „Fetzen-Karl“ genannt

Die Lok wurde ein wenig umgemodelt, um in österreichische Gefilde zu passen und erhielt eine geätzte Beschriftung mit fiktiver Nummer. Leider hat die Lok – natürlich! – werksmäßig Radsätze nach NEM, womit sie erstmal nur fahren konnte, wenn zwischen der Schönauer Schleppbahn und dem nächstgelegenen Bahnhof (zu diesem werden Wagen für die Schleppbahn gebracht bzw. nimmt hier der Bezirksgüterzug der ÖBB Wagen, die von der Schleppbahn kommen, wieder mit in die große, weite FREMO-Welt) keine Module verbaut waren, die sich nicht mit NEM-Rädern befahren lassen. Klar, wenn im ÖBB-Bahnhof entsprechendes Gleis lag, ging’s auch nicht.

Bild 3: 589.02 der SSB

Bei einem Localbahntreffen stand also „Fetzen-Karl“, wie die Lok von den Anwohnern in der Gegend der Schleppbahn und den Arbeitern in den Betrieben liebevoll-neckisch genannt wird, eher auf einem Nebengleis, als ihm eine freundliche „Radsatz-Fee“ (in Gestalt eines FREMO-Kollegen aus dem Fränkischen) den Wunsch nach RP25-Rädern erfüllte.

Bild 4: 589.02 der SSB

Mit geeigneten Radsätzen und ohne Haftreifen (die machten Probleme mit der Stromaufnahme auf dem in die Straße eingelassenen Gleis) ist die Lok nun eine feste Größe auf den Localbahntreffen. Und es wird verschiedentlich gemunkelt, dass auch andere Anschließer inzwischen an und mit ihren kleinen „Schneiders“ arbeiten …

Der blaue Henschel-Diesel (ein passender Spitzname für diese Lok wird zur Zeit noch immer gesucht!) kommt eher zum Zug, wenn auch die ÖBB-Fahrzeugplanung beim Treffen etwas moderner aussieht.

Bild 5: Ladeguteinsatz „Großmarktabfall“ (noch etwas zu hoch gestapelt)

Auch wenn die Industrie-Anschlüsse an der Schleppbahn noch nicht wirklich als solche zu erkennen sind, so müssen sie doch im FREMO-Betrieb schon bedient werden. Und dazu braucht es auch ein paar Ladegüter, die typisch sind.

Eines, bei dem die FREMO-Kollegen immer wieder auch über eine mögliche olfaktorische Darstellungskomponente spekulieren, ist der Abfall des Obst- und Gemüsegroßmarktes. Kaputte und abgenutzte Paletten, zerbrochene Kisten, alte Säcke 😀 , … was eben so anfällt, wird gesammelt und irgendwann in einen offenen Güterwagen geworfen.

Bild 6: Ladeguteinsatz „Großmarktabfall“ (tiefer gelegt … ey! 😆 )

Nach ein wenig Probieren ist der Ladeguteinsatz nun passend für typische Om-Modelle (siehe Bild 5) und Omm. Wie oft schon ein Lademeister wegen der etwas einseiten Beladung ein Auge zugedrückt hat, ist indes nicht bekannt …

Bild 7: Ein alter Skoda – wenigstens parkt er nicht auf den Gleisen …

Auch die Straßen entlang der Schönauer Schleppbahn sind belebt. Somit braucht es dann und wann ein passendes Fahrzeug.

Gut, der Skoda aus Bild 7 belebt eine der schon in einem früheren Beitrag gezeigten Garagen (die gerade geöffnet wird, damit man von dem gealterten und verdreckten Fahrzeug wenigstens etwas sieht), aber irgendwas muss ich hier ja auch mal zeigen … nicht nur elend lange Romane schreiben, oder?

Spannend war in diesem Zusammenhang ein Beiwagengespann der Post, das Ferro Train vor einiger Zeit in das Programm genommen hat. Bis auf ein wenig noch aufzubringende Farbe ist das Modell schon sehr schön – es sitzt nur keiner darauf. Klar, einen Postler hätte man auch einfach neben das geparkte Motorrad stellen können, aber das wäre ja viel zu einfach.

Eine passende Preiser-Figur war schnell gefunden, länger dauerten in vereinter FREMO Localbahn-Runde die Klärungen, was der eigentlich genau um 1960 anziehen musste (ob also die Figur wirklich passt) und in welcher Farbe. Dann mussten ihm nur Arme und Beine gebrochen und wieder zusammengeflickt werden. Aber sowas verträgt ein Preiserlein ja in der Regel ohne Murren!

Bild 8: Trari, trara! … die Post ist da!

Nach dem Lesen eines Beitrags von „Ermel“ auf modellbahnfrokler.de dämmerte mir, dass ich passende Grundmodelle ja auch noch in den weiten meiner Schubladen liegen hatte. Also flugs gesucht und mal ein zivil(isiert)es „Dreitönnerchen“ (© Ermel) daraus gebastelt.

Bild 9: Ein alter Opel Dreitonner

Neben ein paar Verfeinerungen am Ausgangsmodell braucht es natürlich vor allem eine Lackierung – es sollte ja nicht grau bleiben. Und wo ich gerade dabei war, habe ich einen Ladeguteinsatz von Artitec (gedacht für Haus-zu-Haus-Behälter) als Ladegut umgemodelt:

  • Natürlich passt der Ladeguteinsatz auf die Ladefläche … aber rundherum ist dann noch etwas Platz, der kreativ gefüllt werden mag.
  • An einer Seite hat Artitec den Ladeguteinsatz einfach „abgeschnitten“. Ich kenne mich zwar mit den niederländischen Gepflogenheiten beim Beladen von Behältern nicht aus, denke aber, dass man auch dort nicht einfach Fässer schräg abgesägt hat, um sie an die Behälterwand anzupassen … Sowas musste also durch anderes „Zeugs“ getarnt werden.

Wo und wie genau Post-Motorrad und „Klumpat-Laster“ dann auftauchen und zum Einsatz kommen … wer weiß das schon genau?

Ein Nachtrag in Sachen Anhänger und Physik

Manche Dinge sieht man ja erst so richtig, wenn man auf Fotos von ihnen schaut …

Irgendwas passte da nicht … ah ja! … die Physik war etwas beleidigt, dass sie so sträflich vernachlässigt wurde. Der Anhänger lag vorne mit der Deichsel/Kupplung nach unten, war aber bis über die hintere Bordwand mit einem Stapel schwerer Holzpfosten beladen.

Das passt nicht zusammen!

Also wurde rasch ab- und wieder auf- … also umgeladen!

Bild 1: Zufriedenstellung der Physik

Natürlich hat sich beim Herumwerkeln am Anhänger selbiger vom Untergrund gelöst und es gab eine Bröselei. Darum sieht man auf dem Bild oben auch noch einen feuchten Fleck … vom frischen Schotterkleber zur Behebung der Bröselei.

Der Hof vom Hof … und: Pkw-Anhänger von „Small Models“ (4)

Nun war er endlich fertig, der Anhänger (mehr dazu im vorherigen Beitrag dazu), da kam er gleich auf den Hof des Heurigen – da kann man ihn sicher gut brauchen, dachte ich mir.

Tja, kurze Zeit später hatte man ihn schon in Beschlag genommen …

Bild 1: Da steht er nun auf dem Hof, der Anhänger …

Von der Einkaufsfahrt zum Lagerhaus gibt es ausreichend Pfosten, um einen Weingarten nach der Lese zu reparieren, einen Kanister und einen Rechen hat auch gleich irgendwer abgeladen … auf dem Anhänger. Der ist natürlich mit Steinen gegen ein Wegrollen gesichert und ein weiterer Stein steht vorne unter der Kupplung, damit man sich später nicht so weit herunter bücken muss …

Man sieht, dass sich auch sonst ein wenig was getan hat … auch wenn der Hof noch nicht wirklich fertig ist.

Die Landschaft ist aus Styrodur geschnitzt und dann mit flexiblem Fliesenkleber überzogen. Erde und Grünzeug sind die bekannte Mischung. Der Hof ist zum Teil gepflastert bzw. mit einer Betonoberfläche versehen, der Rest ist einfach mit geeignetem „Füllmaterial“ angeschüttet worden.

Zum Nachbargrundstück findet man an dieser Ecke des Hofes eine niedrige Natursteinmauer mit einem Lattenzaun darauf – ehe ich hier selber irgendwelche „Filigranitäten“ schnitze, habe ich an solch „gefährdeter Stelle“ (bei Auf- und Abbau) lieber (gutes!) Industriematerial etwas aufgepeppt (Zaun von Busch und die – grandios gemachte! – Natursteinmauer von Preiser). Gleichzeitig begrenzen Mauer und Zaun den Auslauf der Hühner – an der anderen Seite tun dies Maschendrahtzaun und Wellblech.

Die etwas unscharf zu erkennende Holzmastleuchte im Vordergrund stammt von Kluba/Kotol. Hier habe ich den Schlitz im Mast mit Molto-Fertigspachtel verschlossen und die beiden – nun miteinander verdrillten Litzen – erst im unteren Bereich in den Masten und durch das Loch nach unten eingefädelt. Die „Einfädelstelle“ ist durch einen selbstgeschnitzen Anschlusskasten getarnt. Die direkt rechts neben der Leuchte wachsende Linde ist für das Foto freundlicherweise zur Seite getreten  😉   (ok, auch die Leuchte ist derzeit nur vorläufig eingesteckt).

Pkw-Anhänger von „Small Models“ (3)

Nach Beendigung des notwendig gewordenen Baumarktausflugs (siehe letzter Beitrag) klappte es nun auch mit dem Grundieren. Mir war zwar noch einmal Angst und Bange, weil die Grundierung doch recht „dickflüssig“ daherkam, aber sie hat netterweise keine Details verklebt.

Nach der Grundierung kam dann das übliche Vorgehen: Anmalen und dann „in die Jahre kommen lassen“.

Der dunkle Metallrahmen des Anhänger ist nicht zu stark angerostet – hier und da hat es halt mal einen Rempler gegeben. Auch die Bordwände sehen noch nicht ganz hinüber aus … aber eben so, als hätten sie auch schon hier und da etwas abbekommen. Wo Ladebordwände abgeschrammt sind und am Boden sieht man auch schon eher rohes Holz, ansonsten erkennt man an den Ladebordwänden noch das helle Braun von der Lackierung.

Bild 1: Da steht er nun … ein etwas „mitgenommenes“ Arbeitstier

Ja … und wie zu erwarten geht’s jetzt schon los: Das Ding will beladen werden!

Pkw-Anhänger von „Small Models“ (2)

Schon im letzten Blog-Eintrag war ja zu lesen, dass ich mit den dem Bausatz beiliegenden Kotflügeln nicht so glücklich bin … das ist auch so geblieben, so dass nach Abhilfe gesucht wurde.

Erster Ansatz war ein PS-Rohr, von dem ein „Ring“ passender Breite abgeschnitten wurde. Den habe ich dann zerteilt an den „Außenkanten“ etwas rund gefeilt und provisorisch an den Anhänger „angeheftet“.

Bild 1: Runde Kotflügel, erster Versuch

Vom „look&feel“ sind das eher die 60-er, aber das PS-Material ist einfach zu dick. Und das kriegt man nicht irgendwie sinnvoll dünner … also ab damit.

Was das Bild 1 aber auch zeigt: Der Anhänger ist ein Arbeitstier – da leiden auch die Bordwände mit der Zeit. Und an der abgeklappten hinteren Bordwand sind Scharniere aus 0,3mm Messingdraht entstanden.

Bild 2: Runde Kotflügel, zweiter Versuch … das war’s!

Es wäre ja alles so einfach, nähme man gleich das Naheliegende … natürlich ist auch hier mal wieder Cinefoil die Lösung. Etwas stabiler als Alufolie kann man es passig zuschneiden und mit Sekundenkleber-Gel an den Anhänger anbringen. Das passt!

Und wenn man vorsichtig mit allem umgeht, dann verbiegen die Kotflügel auch nicht gleich.

Danach wollte ich eigentlich „nur mal schnell“ mit einer Spraydose Grundierung auftragen … na Pustekuchen!

Bei der ersten Grundierung war die Spraydüse verstopft – egal, für solche Fälle hat man Ersatzdüsen daheim liegen. Aus der kam auch Farbe heraus, nur leider nicht dort, wo sie soll. Stattdessen blubberte alles fröhlich rund um den Düsenteil herum in die Höhe … grundiert waren also erstmal meine Finger, sonst nix.

Aus der Düse der zweiten Dose kam dann etwas heraus und sogar dort, wo es soll. Leider war die Dose wohl schon etwas „überreif“ und vor allem „überflüssig“ … diesmal tropfte also die Grundierung vom Anhänger herunter.

Also tat Mann das, was Mann an einem Samstag eigentlich tun muss: Ab in den Baumarkt!