Ein Steyr 380 f mit Drumherum (4) – am Ende

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei … so heißt es ja. In diesem Falle muss ich ja auch irgendwann mal fertig sein mit allem Drumherum und Lkw samt Zubehör dem neuen Besitzer übergeben …

Also: Frisch an’s Werk!

Bild 1: Das nächste Preiserlein, wie es aus der Schachtel (am Flohmarkt gefunden) kam

Nachdem es ja nun schon einen mehr oder weniger Freiwilligen „am Sack“ gab, fand sich recht schnell noch jemanden, der die Schaufel in die Hand nahm …

Dieser Kollege musste sich auch keine Arme brechen lassen – er hat von selber gewerkelt!

Allerdings ist diese Figur bei Preiser wohl schon länger im Programm. Die angespritzte Schaufel konnte mich jedenfalls nicht überzeugen … also doch wieder Herumschnitzen.

Bild 2: Die Schaufel gefällt mir jedenfalls besser

Da ich keine feinere Schaufel  gefunden habe, ist eine aus einem 0,3mm-Draht und einem Stück Cinefoil entstanden. Bild 2 zeigt den fleissigen Mitarbeiter nach einer Grundierung aus der Spraydose und …

Bild 3: Und nun ganz bemalt

… Bild 3 mit noch etwas mehr Farbe (irgendwie wirkt er aus der Nähe auf dem Foto sehr fleckig … oder doch dreckig?).

Schließlich habe ich – aus Ermangelung genauerer Vorbildinformationen – überlegt, dass die angefüllten Säcke ja irgendwie geschlossen werden müssen. Hier gab es nicht viel zum Schnitzen. Der Kollege hat einfach entsprechende Schnur bekommen – die war ein einzelner Faden in einer Mulbinde oder sowas …

Bild 4: „Den Sack muss ich noch zubinden …“

Anschließend sieht man mal alle drei bei der Arbeit. Dafür werden sie ja schließlich bezahlt, oder?

Bild 5: Die drei von der Kohlenhandlung …

Da ich noch nicht genau weiß, wo die einzelnen Figuren und der Lkw dann im Einzelnen stehen werden, habe ich noch überlegt, wie man die Kohlensäcke von der Waage (die ja wohl in der Nähe einer größeren Ansammlung von Kohlenstücken – auch Lager, Haufen oder Bansen genannt – stehen wird) bis zum Steyr transportiert … am Rücken tragen ist ja sicher keine so tolle Option.

Nun, es hat ja mal wer die sogenannte Sackkarre erfunden … da ist ja der Name schon Programm. Und im Programm von Noch gibt es sowas … sogar hier bei mir zuhause in einer Packung. Aaaber: Die (Sackkarre!) ist irgendwie für Kinder oder zwergwüchsige Erwachsene … das kann so nicht passen bei „ganzen Kerlen“, so wie den Dreien hier …

Also habe ich mit Polystyrol, ein wenig Cinefoil (ich glaube, ohne geht nichts …) und Draht gespielt. Im Bild 6 mal eine junge Dame als Größenvergleich …

Bild 6: Zur Abwechslung mal ein „Mannequin“ (so nannte man es wohl damals) statt verschwitzer und dreckiger Arbeiter!

Mit ein wenig Farbe sieht das schon etwas besser aus. Und nun – in Bild 7 – mit einem der Arbeiter.

Bild 7: So lässt sich so ein Kohlensack gleich leichter transportieren

Eine letzte Idee führte mich dann zu meiner besseren Hälfte und ihren Stoffen!

Bild 8: Neneneee … kein falsches Foto!

Auch wenn die bunten Katzen jetzt vielleicht irritieren: Die Struktur des Stoffes passt recht gut zu den Kohlesäcken von Kotol. Und die eher weißen Flächen mit etwas Grundierung und Farbe ergeben dann recht brauchbare leere Säcke, die neben der Kohlenwaage am Boden liegen dürfen.

Bild 9: Es liegen auch ein paar leere Säcke bereit (ich habe die nachher noch etwas heller gefärbt)

Damit sind wir nun wirklich am Ende …

… also … dieses kleinen Ausflugs zu einem Steyr 380f mit Drumherum. Eventuell kommen dann irgendwann noch ein paar Bilder, wenn alles an seinem Platz angekommen ist.

Ein Steyr 380 f mit Drumherum (3)

Es zeichnete sich ja im letzten Beitrag schon ab, dass der Steyr 380 f nun langsam fertig ist. Nach ein paar abschließenden Arbeiten hier und da zeigt er sich jetzt von seiner … ÄHEM … besten Seite.

Bild 1: Die Frontansicht … feine Spiegel und Peilstangen stehen dem Steyr gut, die „in’s Glas“ gespritzten Plastik-Scheibenwischer fallen glücklicherweise nicht so sehr auf
Bild 2: Nummerntafeln müssen natürlich sein …
Bild 3: Kurz vor dem gedachten Abschluß kam dann noch das Reserverad angerollt … das hatte ich total vergessen
Bild 4: Für den gröbsten Dreck gibt’s jetzt auch einen Besen

Der Besen in Bild 4 war eine spontane Idee nach dem Schreiben des letzten Beitrags. Nur … was macht man, wenn man dann beim Durchwühlen der Schubladen keinen Besen findet?

Dieser besteht aus „graviertem“ PVC-Hartschaum (Unterseite mit harter Drahtbürste strukturiert, in die Seiten immer vertikal mit dem Messer eindrücken) und einem dünnen Draht.

Bild 5: Kleines Zeug aus „wertigem“ Metall … kenne ich sonst nur von meiner besseren Hälfte!

Nach dem fertigen Lkw ist es Zeit für das Drumherum, von dem schon länger in der Überschrift der Beiträge zu diesem Thema die Rede ist. Den Beginn macht ein Messingbausatz von Weinert für eine Kohlenwaage.

Schaut kompliziert und „fitzelig“ aus, geht aber eigentlich ganz gut von der Hand, fand ich. Man muss nur schauen, was man wann zusammenbaut, damit man es noch rechtzeitig vorher lackieren kann (und überall herankommt). Zusammengebaut und bemalt zeigt sich die fertige Waage mit einer „Portion Kohle“ dann im nächsten Bild. Fehlt halt noch wer, der die Arbeit dann macht …

Bild 6: „Oida?! Kohlensack? Ich? Geht’s noch?“

Wie in Bild 6 zu sehen ist Preisers gelernter Kraftfahrer (er deutet recht wichtig herum) zuerst noch ein wenig unwillig.

Nun, zwei gebrochene und wieder angeflickte Arme später ist er kooperativ!

Bild 7: Tja … hat er nun davon!

Nun, die Arme wurden soweit möglich auch fachgerecht wieder angebracht, die Kleidung noch einmal ein wenig überarbeitet … ich denke, er ist zufrieden.

Ein Steyr 380 f mit Drumherum (2)

Am Ende des vorherigen Beitrags hatte sich die Erkenntnis herangeschlichen, dass man auch die hintere Ladebordwand verblechen sollte … Nun, spät aber doch habe ich das dann tatsächlich gemacht. Und – mit Bild 1 – auch dokumentiert, dass dort tatsächlich haushaltsübliche Küchen-Alufolie hingeklebt wurde.

Bild 1: Hier sieht man deutlich, wie und wo noch mit Alufolie das Blech nachgebildet wurde … ok! … wo ich gepfuscht hatte …

Nach einer Grundierung aus der Spraydose sieht nun alles grau aus … außer die Außenseiten der Pritsche. Die haben schon ein wenig Holzfarbe abbekommen.

Bild 2: Mal als Ganzes mit nicht mehr silbrig glänzendem Blech

Zusammen mit der Fahrerkabine wird es langsam doch zu einem „klassischen Steyr“ in Grün mit Holzpritsche.

Bild 3: Und ein Blick von vorn

Im Alltag wird so eine verblechte Pritsche ja doch hier und dort einen Knuff abbekommen und auch mal Wind und Wetter ausgesetzt sein. Also wird sie wohl hier und dort und über kurz und lang auch zu rosten begonnen haben.

Mit dunkler Rostfarbe gab’s also die typische Patine. In die noch feuchte Farbe habe ich locker ebenfalls dunkelrotbraune Pigmente eingestupft und massiert. Bild 4 entstand hier nach dem ersten Durchgang … man kann da natürlich hier und dort korrigieren und auch stärker verrosten … wie man halt will. An ein paar Stellen habe ich dann auch noch etwas hellere Pigmente hineingemischt. Ganz am Schluss habe ich mit einem weichen Pinsel ein wenig „gefegt“ … damit wirklich lose Pigmente verschwinden. Harte Pinsel oder zu heftiges „Fegen“ können natürlich noch mehr Pigmente verschwinden lassen. Will man das alles ganz fest und für immer haben, muss man den Spaß fixieren (etwa mit Mattlack). Dabei wird aber in der Regel die Patina etwas „verblassen“. Da m.E. der Lkw selten angefasst werden wird – und dann wohl nie an der Ladefläche -, lasse ich es so gut sein und fixiere nicht.

Bild 4: Auch Blech leidet im rauhen Arbeitsalltag – erste Rostspuren

Jetzt wird es Zeit, sich wieder dem Wohlbefinden des Fahrers zu widmen. Der hatte keine Scheiben mehr in der Fahrerkabine (die setzt man einfach wieder ein) und ich hatte ihm die alten Rückspiegel entfernt. Also habe ich mit neuen für Ersatz gesorgt. Die sind geätzt (Weinert) und mit Brünierung von Ballistol geschwärzt. Nach dem Einkleben mit einem kleinen Tropfen Sekundenkleber haben sie nochmal mit einem feinen Pinsel schwarze Farbe abbekommen, die eigentlichen Spiegel sind mit einem „Gundam Marker“ silbrig gefärbt.

Als totalen Luxus für den Fahrer habe ich noch Peilstangen angebracht (0,3mm Draht, ebenfalls brünert und mit der Spitze vorsichtig in Weißleim getaucht). Die haben dann oben drauf noch einen Klecks weißer Farbe bekommen.

Bild 5: Die Fahrerkabine wieder vollständig mit Glas und brünierten „Peilstangen“ und Spiegeln

Bild 6 zeigt dann abschließend die Pritsche mit etwas Ladung (in Säcken bzw. lose Reste) und noch zusätzlichen Pigmenten in der Farbe der üblichen Ladung: Kohlrabenschwarz.

Zur Auflockerung hat die Pritsche hier und da ein paar Spuren blanken Metalls abbekommen – hier wurde mal irgendwas über die Pritsche gezogen. Solche Spuren bekommt man prima mit einem weichen Graphitstift (Kunstbedarf) hin.

Bild 6: Und schon stehen Kohlensäcke darauf … wem die wohl geliefert werden?

Ein Steyr 380 f mit Drumherum (1) – Naturalientausch mal wieder

Eigentlich wollte ich ja warten, bis alles fertig ist. Nachdem es aber alles – mal wieder – länger dauert … Ihr kennt das. Von mir erst recht. Und jetzt kommt noch das Projekt „Schultüte“ …

Hintergrund ist mal wieder ein „Tausch von Naturalien“ … dieses Mal in größerem Umfang, so dass ich neben dem Lkw noch ein wenig mehr zu tun haben werde … aber dazu später. Herauskommen soll aus dem Ganzen ein Lkw, der in Rodaun am Bahnhof steht … und dort auch was zu tun bekommen sollte. Ein Fuhrunternehmer ist hier mit seinem Steyr 380 f vorgefahren, um Kohle abzuholen. So der Plan …

„Ein Steyr 380 f in H0? Den gibt’s doch gar nicht!“, ruft der Kundige nun aus. Stimmt auch. Basis ist ein Steyr 380 (ohne das „f“) der österreichischen Post, wie es ihn von Starline (bzw. ACC/Austrian Car Collection) inzwischen zahlreich gibt. Einige findet man auch im Programm von Brekina. Für seine Fuhren hat der Fuhrunternehmer aber eine andere Ladefläche/Pritsche gebraucht … hier kam ein Bausatz von Kibri in’s Spiel. Und die Erkenntnis: Für den Steyr 380 (wieder ohne das „f“) ist die Pritsche viel zu lang.

Netterweise findet man ja im Internet neben vielem mehr oder weniger Unnützlichem und Nützlichem auch wahre Juwelen. In diesem Fall – und nicht nur diesem! – hilft ein Blick zu Zuckerfabrik24.de. Hier findet man auch Einiges … Vieles! … Alles?! … über den Steyr 380. So auch, dass Starline mit 42,6mm (1:1: 3710mm) den Radstand des Lkw sehr gut getroffen hat. Aaaber … es gab ihn auch als Steyr 380 f mit 4200mm Radstand (in 1:1 versteht sich). In 1:87, also H0 sind das 48,3mm. Mit ein wenig Herumgeschnippel am Fahrwerk und der Kardanwelle sowie Polystyrol in passenden Querschnitten ist das Verlängern des Fahrwerks kein Hexenwerk.

Bild 1: Stellprobe des Steyr 380 f mit verlängertem Fahrwerk

In Bild 1 sieht man, dass ich im Inneren des Rahmens zusätzliche Stückchen Polystyrol eingeklebt habe. Das erhöht hoffentlich die Haltbarkeit des Ganzen (ok, wenn denn mal die Pritsche befestigt ist, hält’s eh noch besser) und ist später nicht mehr wirklich zu sehen (auch hier hilft die Pritsche).

Die Spiegel der Fahrerkabine haben leider recht schnell den Geist aufgegeben. Naja, es gibt dann feinere als Ersatz.

Bild 2: Und … TADAA! … die Pritsche passt doch gleich viel besser!

Mit dem solchermaßen verlängertem Fahrwerk und einem provisorischen „Kunststoffschnibbel“ kann die Pritsche auch gleich mal „Probesitzen“ … passt! … finde ich.

Das weitere Vorgehen ist wohl klar:

  • Fahrerkabine grundieren und lackieren (klassisch dunkelgrün)
  • Fahrwerkverlängerung „schwärzen“
  • Pritsche grundieren

So weit ist der Steyr 380 f jetzt mal – zu sehen in Bild 3. Die Kühlergitter sind schon ein wenig mit dunkler, dünnflüssigem Schwarzgrau ausgelegt. Und zwischen Pritsche und Fahrgestell ist das Provisorium gewichen.

Bild 3: Zwischenschritt mit lackierter Fahrerkabine und grundierter Pritsche

Ein Schritt ist noch passiert: Vom FREMO-Kollegen Erich gab es dankenswerterweise noch ein schickes Bild eines Pritschen-380er mit dem Hinweis, dass
die Ladefläche mit Blech belegt war.

Da die Pritsche von Kibri innen leider nicht wirklich detailliert ist (und sich auch nicht so wirklich detaillieren lässt im Sinne von „Schnitzen wir mal eine Struktur hinein …“), hat unser Fuhrunternehmer gleich mal die ganze Pritsche innen verblecht!

Bild 4: Sicht auf das verlängerte Fahrwerk und die verblechte Pritsche

Und erst nach dem Foto habe ich bemerkt, dass die hintere Bordwand von innen auch nicht wirklich eine Struktur hat, von mir aber beim Verblechen sträflich übergangen wurde. So spielt das Leben …!

Apropos: Solange ich versucht habe, die Scheiben der Fahrerkabine zu entfernen, blieben diese bockig an ihren Plätzen. Als ich die letzte Scheibe mühevoll mit einer Maskierflüssigkeit für das Grundieren vorbereitet hatte, plumpste diese dann von selbst herunter … und von da kam ich dann an die anderen auch prima heran zum Entfernen. Auch so spielt das Leben!

Jenbach Kompressor von fineWerk

Jaaaa … noch immer kein weiteres Gebastel. Entschuldigung! Kommt hoffentlich auch bald wieder …

Aber eine neue Kategorie im Blog: „Produktempfehlung“

Ganz klar … ich will hier keine Werbung machen und ich kriege auch nichts für Dinge, die ich hier „empfehle“. Und gleich vorweg: Geschmäcker sind verschieden! Ich dachte mir nur, dass es neben den „Großen“ und „Bekannten“ ja auch immer Hersteller gibt, die man vielleicht gar nicht so „auf dem Schirm hat“, obwohl sie schöne Dinge anbieten, die man vielleicht eigentlich gerade genau so braucht …Deswegen also!

Heute also fineWerk. Dieser kleine und noch recht junge Hersteller aus Österreich war hier im Blog sogar schon einmal Thema, nämlich hier. Da ging es um einen Umbausatz … bzw. das feine „Teilchen“, was man daraus basteln kann: Die 188.01 von fineWerk war als Prototyp zu Gast auf der Schönauer Schleppbahn, weil fineWerk beim FREMO-Treffen 2019 zu Gast war. Und schon dieser Prototyp war eine Augenweide … aber man muss ja auch einmal stark sein …!

Hier und jetzt geht es um ein feines, fertiges Teilchen …

Bild 1: Feine Schmuckstücke (schmucke Stücke?!) kommen in kleinen Plastikschächtelchen … ist bei meiner Frau auch so!

Der Jenbach Kompressor ist einfach ein für Österreich typischer Kompressor, den es seit den 50er Jahren gab (und immer noch gibt … man muss nur mal im Internet stöbern und kann sie da auch in 1:1 kaufen … gebraucht, aber bereits patiniert!).

Bild 2: Der Kompressor hinter einem Steyr 380-Kipper

Nachdem das schmucke Teilchen heute per Post gekommen ist, musste gleich mal ein alter Steyr als Zugfahrzeug für ein paar Fotos herhalten (dessen Alterung sollte ich endlich mal ein wenig überarbeiten und meinen neueren Fahrzeugen anpassen …).

Für den Kompressor also eine Empfehlung von mir! … und es gibt bei fineWerk noch viele andere schöne Sachen, die gut auf eine Modellbahn nach österreichischem Vorbild (und nicht nur die) passen!

Verbandsbaurt K der ÖBB

Durch puren Zufall bin ich jetzt über Fotos gestolpert, die ich vor etwas über 10 Jahren (1. Mai 2009) einmal während eines Waggon-Umbaus gemacht hatte – damals für einen kurzen Bericht in einem Modellbahnforum (und für mich selber … damit ich etwa 10 Jahre danach noch in etwa weiß, wie ich das damals gemacht habe).

Aufgrund dieses runden Geburtstages – Kinder, wie die Zeit vergeht! – und der Tatsache, dass der Umbau auch heute wohl noch so angesagt wäre, weil es weder das entstandene Modell von einem Hersteller gibt, noch die beiden Ausgangsmodelle in einer neueren – meist heißt es dann „zeitgemäßeren“ – Ausführung, gibt es hier noch einen kleinen „Nachschuss“quasi als nachträgliches Geburtstagspräsent.

Ausgangspunkt ist ein Klappdeckelwagen nach preußischen  Musterzeichnungen, wie er nach dem 2. Weltkrieg auch in Österreich zu finden war – ich habe einen Wagen der ÖBB gebaut; DB (mit einem K 06) geht natürlich ebenso, andere europäische Bahnverwaltungen vermutlich auch. Diesen liefert Fleischmann und wir benötigen den Wagenkasten.

Zweiter Ausgangspunkt ist das Fahrwerk eines O 11 von Märklin – also Verbandsbauart (und mit den kleinen Fehlern behaftet, die bei der Verwendung eines solchen Fahrwerks von Märklin halt einzugehen sind … als Ganzes zu hochbeinig und bei den Wagen mit Bremserhaus- und Bühne stimmt der Achsstand nicht so ganz).

In Kürze, was zu tun ist … oder was ich tat:

  • Eine Stirnwand des Wagenkastens muss von allen „Anbauteilen“ (Profile, Tritte, …) befreit werden. Das ist natürlich die auf der Seite, an der hinterher das Bremserhaus sein wird (wenn es nur eine Bremserbühne ist, muss man sich hier alles mal genauer anschauen …).
  • Wagenkasten und Fahrwerk müssen zueinander passen – das bedeutet ein paar Feilenstriche am Märklin-Fahrwerk
  • Das Fahrwerk bekommt neue Tritte (Weinert bzw. aus PS) und Griffe (0,3mm Messingdraht) sowie einen Bremsumsteller (Weinert).
  • Der Wagenkasten bekommt neue Griffe und „Ösen“ (0,3mm Messingdraht) – auch da, wo vorher von Fleischmann nur welche angedeutet waren (etwa an den Klappen) -, Schlussscheibenhalter (Weinert, „gekröpft“ montiert) und Zettelkästen (Gassner). Die Strebe mittig unter der Tür wird aus PS ergänzt, ebenso die dreieckigen Versteifungen an den Seiten unter der Tür, die einige der Wagen bekommen haben.
  • Eigentlich müssten die sechs Klappdeckel noch eine quadratische Mittelfläche bekommen – wie man das sauber und ohne mentale Schäden hinbekommen soll, war (und ist!) mir aber nicht klar. Deswegen haben ich sie so gelassen, wie sie sind – man sieht den Unterschied kaum …
  • Das Fahrwerk mit Bremserhaus stammte bei mir von einem DB-Wagen, weswegen es noch in RAL 8016 passend für einen Wagen der ÖBB lackiert werden musste. Eine passende Beschriftung mit individueller Wagennummer ist etwa von Fedes zu bekommen. Die Bremsecken müssen dann noch korrigiert werden … da gehören dann zwei weiße Streifchen hin! Beides sieht man erst im Bild 5 unten.
Bild 1: Der K mit noch nicht lackierten An-/Umbauteilen von der Seite …
Bild 2: … und von schräg oben (wo natürlich gerade die „Ösen“ an den Klappdeckeln ihre Wirkung zeigen …
Bild 3: … speziell im Vergleich zu den beim Originalmodell (links) nur angedeuteten Teilen
Bild 4: Und noch ein Vergleich der Stirnwände – hier sieht man speziell, dass Fleischmann die Tritte an den falschen Stellen angebracht hat (beim Umbau nimmt man die Positionen aus dem „Carstens“)

Ja … das ist alles an mehr als einem Abend entstanden … es war auch mehr als ein Wochenende (vor allem das Biegen der Griffe und „Ösen“ ist eine elende Fummelei). Man sollte die Sachen erst einmal zur Seite legen und an einem anderen Tag weitermachen, ehe man in einen Trott verfällt und den Wagen verpfuscht …

Bild 5: Schließlich ist ein „Unikat“ entstanden – wie oben zu lesen mit ganz kleinen Schwächen, die aber so gut wie gar nicht auffallen (m eine Meinung)

Bild 5 zeigt dann das Foto, das die Wagenkarte des K ziert, wenn er bei FREMO-Treffen unterwegs ist.

Ein wenig (oder ein wenig mehr …) Alterung wäre freilich noch eine gute Sache …

Zwischendrin … noch ein „Dreitönnerchen“

Bild 1: Mal wieder so ein „Dreitönnerchen“ …

Und wieder nur ganz kurz … ein Dreitonner aus einem der Herpa Minitanks-Lkw. Diesmal mit einer neuen Pritsche von einem anderen Lkw und ein paar Verfeinerungen.

Mehr nicht … echt nicht.

Und auch der geht quasi wieder als Tauschobjekt zu einem FREMO-Kollegen.

Zwischendrin an der Schönauer Schleppbahn – Endspurt

Nach längerem Unkraut-Zupfen im Weingarten am Stefaniberg (siehe auch hier) geht es nun in den Endspurt. Letzte Kleinigkeiten werden hergerichtet und auf der Straße fahren nun auch Autos …

Bild 1: Bahn- und Straßenverkehr am Stefaniberg

Neben dem schon neulich kurz in’s Bild gerumpelten ÖAF mit Liesinger Bier musste dann noch ein NSU Prinz ein paar Überarbeitungen (Inneneinrichtung farblich überarbeitet, Fahrerfigur, neues Lenkrad, Lack ausgebleicht und verdreckt) über sich ergehen lassen. Keine Ahnung, ob es wirklich so viele davon in Österreich gab, aber das erste Auto meines Vaters war ein Prinz, von dem er immer noch schwärmt … folglich ein Muss, nachdem das Modell in H0 erschien.

Kenner der Materie sehen im Bild 1 natürlich, dass ich geschummelt habe … aber das fertige Modul mit dem Christophorus-Hof macht sich auch als Hintergrund für Fotos am Stefaniberg recht gut.

Ein wenig Geduld noch … dann kommen noch ein paar Fotos vom Stefaniberg. Und dann sogar in Farbe!

Zwischendrin an der Schönauer Schleppbahn – Hol‘ mir mal ’ne Flasche Bier …

In der Zwischendrin-Kategorie heute mal ein Lebenszeichen von der Schönauer Schleppbahn. Diesmal keine langen Umbaubeschreibungen oder so … kurz und knapp.

Bild 1: Ein ÖAF 2 D 50 mit eiliger Ladung

Ein „Quasi-Vorbild“ meiner Schönauer Schleppbahn ist ja die leider nicht mehr existierende Schleppbahn in Wien Liesing. Hier gab es – allerdings nicht an der Schleppbahn – eine Brauerei … und da musste ich natürlich zugreifen, als ich einen Lieferwagen „Liesinger Bier“ von Brekina fand.

So ganz überzeugt hat mich die Marken-Wahl von Brekina – es ist ein Borgward – nicht (wobei ich als Nicht-Kenner nicht ausschließen will, dass tatsächlich ein Borgward das kühle Blonde aus Liesing an den Mann und die Frau gebracht hat). Außerdem fahren gefühlt auf allen Anlagen der Epoche III solche Borgward, Opel Blitz, … als Getränkepritsche herum.

Als dann von ACC bzw. Roco ein ÖAF Schnell-Laster der österreichischen Post angekündigt wurde, kam die Idee … die „Liesinger“-Pritsche auf den ÖAF … das muss doch passen? Naja … mit viel Anpassen, Ergänzen und einer guten Portion Nerven passt es auch. Eine Alterung und Beladung mit Bierkisten von Weinert später ist er nun fertig. Mir gefällt er … und solange keiner sagte, dass so ein ÖAF niemals mit Liesinger Bier unterwegs war …

Bild 2: Noch etwas näher und in Farbe … falls sich eventuell doch noch jemand am Nachbau versuchen will …

Ein großes Glück war hier – da bin ich schon bei einigen der von Starline produzierten Lkw oder Busse gescheitert (bisher) -, dass nach einem kurzen „Hebelversuch“ tatsächlich das Fahrerhaus vom Fahrwerk (das beinhaltet als Bauteil im Modell auch die schwarzen Kotflügel) „sprang“. Hier gibt es bei Starline-Modell anscheinend mehrere Zapfen, die besser oder schlechter verklebt sind. Im Fall des ÖAF ist es wohl ein Zapfen unter der Motorhaube, der bei mir schnell den Geist aufgegeben hat.

Stefaniberg (7) – Schmalspur? Schmalspur!

Aus vorherigen Beiträgen war ja schon zu erahnen, dass am Stefaniberg irgendwo ein Traktor seiner Arbeit nachgehen soll. In diesem Fall war es das Modell (MO-Miniatur) eines Eicher Puma – ein Schmalspurtraktor, der im Wein- und Obstbau zur Anwendung kam – das mir irgendwann in’s Auge gesprungen war.

Aber was tat ein Weinbauer – noch dazu einer, der um 1960 einen Schmalspur-Traktor für die Arbeit im Weingarten besessen hätte – im Spätsommer denn so im Weingarten mit seinem Traktor? „Mechanische Unkrautvernichtung“ war die Antwort von Kundigen … in den Reihen zwischen den Weinstöcken hätte unser Bauer am Stefaniberg dann und wann das Unkraut entfernt. Beim Sichten, was es da geeignetes an „Werkzeug“ im Modell gibt, bin ich dann bei der Zick-Zack-Egge von Weinert gelandet. Die ist sehr fein, leicht zu bauen … nur ist sie zu breit. Eben möglichst breit, damit man auf dem Acker schneller fertig ist mit der Arbeit. Wenn aber rechts und links Weinstöcke im Weg sind, geht das so nicht …


Bild 1: Der Puma mit der Zick-Zack-Egge … ja, das Hinterrad „schwebt“ etwas über dem ebenen Untergrund

Bild 2: Die „Aufhängung“ der Egge entstand aus PS- und Messing-Profilen

Also wurde von der Weinert-Egge nur das mittlere Drittel verwendet – mal sehen, was mit dem linken und dem rechten noch passiert …

Nun braucht die Egge aber eine „Aufhängung“ – sie soll ja bei Fahrt auf Straßen und Wegen hochgezogen werden können, um selbige und sich selbst nicht zu beschädigen, bei Fahrt über das Unkraut im Weingarten am Stefaniberg aber durch den Boden eggen, um dort das Unkraut herauszuziehen.

Diese Aufhängung ist mehr oder weniger „frei Schnauze“ aus Polystyrol- und Messing-Profilen entstanden. Beim Vorbild hängt die Egge dann mit Ketten an diesem Gestell … so zierliche Ketten kenne ich im Modell aber nicht. Also „spielen“ vier hochgebogene Messingzapfen (wo dieses Drittel der Egge normalerweise mit dem linken und dem rechten Nachbarn verbunden ist) Ketten – mit Rost und Dreck erkennt man nicht wirklich, ob es nun eine Kette ist oder nicht – aber es ist fein (und ohne erhöhtes Fluchaufkommen an der „Aufhängung“ zu befestigen)!

„Aufhängung“ mit Egge unten dran werden dann mit der Ackerschiene verbunden. Hier muss man vorher ein wenig schauen, wie man mit den Höhen klar kommt. Die Bilder 1 und 2 zeigen, dass die Zinken der Egge tiefer sind als der Traktor, so dass auf der ebenen Fläche die Hinterräder des Eicher Puma in der Luft stehen. Bei der Arbeit sollen sie aber natürlich tief im Boden sein und dort das Unkraut erwischen … passt also. In Bild 3 sieht man das Gespann nun bei der Arbeit … ich denke, da passt die „Tiefe“ der Egge schon ganz gut.


Bild 3: Egge in Aktion

Der Eicher Puma selbst ist ein ganz feines Teil … einzig der sehr dominante „Überrollbügel“ in rassigem Rot störte m.E. irgendwie den Eindruck. Da unser Weinbauer eher nicht in steilen Weingärten unterwegs ist (der Stefaniberg ist ja so gesehen auch eher ein Hügel …), hat er den eben abgebaut. Außerdem hat er passende „Nummerntaferl“ vorn und hinten montiert.

Ansonsten brauchen natürlich Traktor und Anhang Alterung, Dreck und Ackererde … hier kamen wieder Farben von Vallejo und diverse Pigmente zur Anwendung. Abschließend muss natürlich auch noch irgendwer auf dem Traktor sitzen und diesen fahren … ein „weißes Preiserlein“ entpuppte sich als von der Pose recht passend. Allerdings hatte ich dabei einen Feuerwehrmann mit passendem Helm erwischt. Während die Uniform dank Farbe zu passenden „Ackerklamotten“ mutierte, wurde der Helm so beschnitzt, dass er eher wie eine Mütze aussieht.


Bild 4: Viel Unkraut am Stefaniberg …

Als ich den Boden für den Weingarten angelegt habe, hatte ich natürlich schon im Hinterkopf, was der Traktor dort wie mit der Egge tun soll. Also wurde dort, wo der Traktor schon geeggt hat, natürlich nicht begrast. Im Gegenteil: Dort landete noch etwas gröbere Erde und anschließend etwas Unkraut aus feinem Flock von Heki und einfach „hingerieselten“ Grashalmen von MiniNatur – eben das, was beim Eggen von den Zinken so hochgerissen wird und nun auf dem Erdboden liegt.