Ein Kvmm der ÖBB (3) – Live dabei!

Nun … der Titel des Blog-Beitrags reimt sich. Und was sich reimt, das ist gut (so meinte das m.E. in meiner Kindheit schon der Pumuckl).

Nein, ich mache jetzt keine Livestreams oder so … aber es sind zwei Dinge hier mehr oder weniger live: Erstens kommt dieser Beitrag hier sehr zeitnah (von einem Tag auf den anderen … huihhh!), zweitens passiert es einem selten, wenn man schon an Dingen mit Vorbildern um 1960 (oder früher) bastelt, dass man diese Vorbilder live betrachten kann!

Wie im ersten Beitrag zum Kvmm der ÖBB schon angedeutet, gibt es im Internet Fotos eines solchen Wagens als späterer Materialwagen des Bahnhofs Wien Nord. In dieser Funktion sieht man ihn auch auf Seite 226, Abbildung 279 im Buch „Der Wiener Nordbahnhof“ von Franz Haas (bahnmedien.at).

Umso schöner ist es dann, wenn man bei einem „Männerausflug“ mit dem Junior (und der war gestern) im Eisenbahnmuseum Strasshof (auch ohne diesen Hintergrund immer einen Besuch wert!) gleich zwei ehemalige Kvmm dieser Bauart live, in Farbe, hochauflösend und in 3D sieht, weil die genau vor einem stehen.

Der ausführlicher fotografierte Wagen ist der Wagen aus Wien Nord.

Und wie man im letzten Bild sieht, gab es wirklich zumindest einen zweiten Wagen auf Basis des Omm 37 sowie (dahinter stehend) auch einen Wagen auf Basis eines O-Wagens mit Blechwänden (hier habe ich jetzt nicht weiter Details fotografiert … einen solchen Wagen auch im Modell zu bauen ist mir gerade eine Baustelle zu viel …).

Mal sehen, was mit den Fotos am Modell in H0 noch so alles machbar ist!

Gießerei „Hagen&Hagen“ (15) – macht hoch die Tür, die Tor macht weit …

Nun denn … ehe ich mich hier wieder über die lange Zeit, in der ich nichts geschrieben habe, auslasse, beginne ich lieber gleich mit meinem „Bautagebuch“ – netter Begriff eigentlich, den ich vor kurzem gelesen habe. Und da ich ja oft hier hereinschaue, was ich irgendwann mal wie gemacht habe, passt das wohl auch.

Vielleicht ist es deswegen auch wieder etwas „viel“ … es geht um ein Fabriktor, und da wird es sehr wahrscheinlich noch ein paar mehr entlang der Schleppbahn geben!

Auch hier hieß es mal wieder: „Wo habe ich das Tor denn nur hingelegt?“ Dieses schicke Exemplar (immerhin sollte m.E. eine Gießerei ein halbwegs als „Aushängeschild“ verwendbares Firmentor besitzen) stammt vom Modellbau-Kaufhaus. Und es wollte erst einmal wiedergefunden werden. Wurde es.

Bild 1: Das Tor frisch aus der „Schlosserei“

Da das Tor nicht einfach nur „in der Gegend herumstehen“, sondern beweglich sein soll … und im Endausbau dann auch mit Servos geöffnet und geschlossen werden soll … steckt also noch ein wenig mehr Nachdenken in der gesamten Konstruktion. Es muss alles halbwegs stabil sein und – da die Servos natürlich „unter der Erde“ ihren Platz finden sollen – durch den „Deckel“ des Moduls hindurchreichen.

Schließlich sind die Torflügel mit entsprechenden Messingstäben verlötet, die ziemlich genau (aber nur ziemlich … mehr dazu weiter unten) durch entsprechende Röhrchen passen, so dass sie dann zur Antriebsmechanik führen – wenn die mal an der Reihe ist. Als Pfosten dienen erst einmal zwei H-Profile, auch aus Messing und ebenfalls verlötet.

Bild 2: Ein wenig Verfeinerung auf der Rückseite

In Bild 2 sieht man, dass ich die Detaillierung auf der Rückseite (die werksseitig einfach flach ist) nicht gerade übertrieben habe. Aber ein wenig was musste dann doch sein. Hier haben einige Polystyrol- und Messingprofile ihren Platz gefunden, ebenso mein immerwährender Favorit: Cinefoil.

An einem Torflügel (in Bild 2 rechts) ist mir das ein wenig verrutscht beim Aufkleben … insofern gab es – ebenfalls mit Cinefoil – einen „Blechflicken“. Irgendwer ist da halt mal unsanft an das geschlossene Tor gefahren … So sieht man das schiefe Stück nicht mehr.

Bild 3: Kaum ist Lack darauf, kommt auch schon der Rost …

In Bild 3 ist dann lediglich ein wenig Farbe und Alterung dazugekommen. Ja, das Tor ist ein wenig „Aushängeschild“ der Fabrik, aber immerhin sind wir hier nicht in der schicken Innenstadt unterwegs … und zweitens an der Schleppbahn, wo sowieso alles immer etwas alt und gebraucht aussieht.

An den für die spätere Bewegung empfindlichen Stellen ist das Messing noch mit Ballistol brüniert, damit möglichst nicht irgendwann mal Messing durchschimmert.

Dann kam die große Frage: Wie hätte man an der Schleppbahn und um 1960 herum signalisiert, dass der Schienenverkehr bei einem geschlossenen Tor doch bitte lieber anhalten soll? Nach ein wenig Forschung – auch mit Hilfe einiger Tips aus Foren – kam dann rechts und links auf den Torflügel jeweils ein Sperrsignal. Auf der Innenseite befinden sich keine solche Scheiben – wenn die Lok der Schleppbahn die Gießerei bedient, kommt eh niemand auf die Idee, das Tor zu schließen. Wozu also Sperrsignale anbringen, wenn sie nicht benötigt werden?

Bild 4: Sperrsignale, damit ja keiner das Tor übersieht

Wenn man das Tor dann so vor sich liegen hat, wirkt es mit den beiden H-Profilen schon sehr zierlich und filigran. So hatte ich schon von Anfang an im Hinterkopf, dass die irgendwann mal an einen ordentlichen Pfeiler kommen, der dann auch einer Gießerei wie der von Hagen&Hagen würdig ist.

Selbige sind nun aus vier Lagen von 2mm starkem PVC-Hartschaum entstanden – zumindest außen herum analog zu meiner Bauweise für Gebäude.

Bild 5: Mit „Vollpfosten“ rechts und links

Ergo haben die Pfeiler dann auch das ganze Prozedere in Sachen Verputz, Risse und Bröckeln sowie einer Alterung über sich ergehen lassen (müssen). So (Bild 5) wirkt das Ganze aber dann schon etwas weniger filigran.

Bild 6: Probestehen am späteren Aufstellungsort

Wo ich oben schon schrieb, dass hier Messing-Rundprofil ziemlich genau in Messingrohr passt: Nachdem ich mit einem Bohrmaschinenständer die Löcher für die spätere Verbindung zum Antrieb gebohrt hatte (damit die ja genau senkrecht sind), kam die erste Probe am Modul … und natürlich haben die Torflügel etwas Spiel, so dass die von mir mühevoll aus dem Messingrohr gesägten „Unterlegscheiben“ (an der Schleppbahn würde man „Beilagscheiben“ sagen) nicht mehr ganz ausreichen, damit genug „Luft nach unten“ ist. Ein Schleifen auf den Rillenschienen war dann doch zu deutlich zu spüren und zu hören. So kam dann nochmal links und rechts jeweils ein „Unterlegscheibchen“ dazu. Das muss reichen.

Ein nächster Schritt war dann logischerweise, die Pflasterung, die bisher schon auf Straße und Fußweg angebracht war, auch irgendwie durch das Tor hinein in den Hof der Gießerei zu bekommen. Während das Kopfsteinpflaster der Straßen aus Kibri-Platten besteht, kommt hier zusätzlich – wegen der schon im Namen erkennbaren Flexibilität des Ganzen – „Flexiway“ des Herstellers Juweela zum Einsatz. Dabei handelt es sich – wie in Bild 7 zu sehen – um kleine, einzelne Pflastersteine, die auf einem flexiblen Träger fixiert sind. Mit dabei ist bei jeder Packung dann ein Pulver, mit dem die Zwischenräume zwischen den Steinen verfugt werden (das sehen wir dann später noch). Und außerdem finde ich, dass die Steine recht gut zu denen der Kibri-Kopfsteinpflasterplatten passen (auch wenn das genau genommen dann jedenfalls im Hof der Gießerei kein wirkliches Kriterium ist).

Bild 7: Das Schachtel-frische Flexiway von Juweela an der Hofeinfahrt

Daneben wird es im Hof aber hier und da ein wenig Betonplatten (gravierter PVC-Hartschauem) usw. geben … es sollt halt nicht so langweilig und einheitlich aussehen.

Bild 8: Der Torbereich mit geschlossenem Tor …

Im Bild 9 kann man schon ein wenig in den Hof schauen … gerade bei unterschiedlichen Höhen (entlang der Schienen, an den Rändern der Straße, …) ist das Juweela-Material eine tolle Sache. Außerdem kann man damit prima Stellen nachbilden, wo sich das Pflaster abgesenkt hat.

Man erkennt hier auch den Materialmix …

Bild 9: … und geöffnetem Tor

Das mitgelieferte Fugenmaterial kehrt man dann einfach mit einem Pinsel in die Fugen. Dann sollte man wohl alles mit Wasser besprühen … habe ich aufgrund der doch schon recht fertigen Umgebung aber nicht gemacht. Stattdessen habe ich das Wasser (mit etwas Odol dabei) vorsichtig mit einer Pipette in die Fugen laufen lassen. Das ging dann auch recht gut.

Bild 10: Nach dem Verfungen sieht es schon etwas manierlicher aus …

Noch zum Thema „Aushängeschild“ … nun mussten die beiden Pfeiler des Tores noch ein wenig aufgehübscht werden.

Nach ein paar Griffen in den Bastelvorrat meiner besseren Hälfte entstanden die beiden „Kugeln“ in Bild 11 – hier schon grundiert. In Bild 12 kann man sie in der schlussendlichen Farbe erahnen.

Bild 11: Blick über den Tellerrand … in die Bastelkiste der besseren Hälfte …

Der vorerst letzte Schritt war dann das Einfärben des neuen Juweela-Kopfsteinpflasters in etwa passend zum umgebenden von Kibri … um hier mal den Test dieses neuen Materials zu einem ersten Abschluss zu bringen.

Bild 12: Der augenblickliche Stand mit Farbe am Pflaster

Inzwischen ist auch die letzte Lücke in der Hofmauer geschlossen worden – das kleine noch in Bild 12 zu sehende Stück „Landschaft“ kommt dann später, wenn auch im Hof noch hier und da etwas Grün wachsen wird.

Gießerei „Hagen&Hagen“ (14) – Sommerhitze an der Schleppbahn

Während draußen die erste Hitzewelle des Sommers (so sagt zumindest der Wetterbericht im Radio) Anlauf nimmt, kommt hier mal wieder ein kleines Lebenszeichen … „Wasserstandsmeldung“ möchte ich derzeit nicht schreiben, weil mir das allabendliche Gießen des Gartens langsam auf den Geist geht …

Gut, im Sommer locken andere Beschäftigungen, so dass in der Regel immer wenig an der Modellbahn gebastelt wird in dieser Zeit, aber an der Schleppbahn sind es im Moment eher auch die kleinen Schritte, die hier großartige, neue Beiträge verhindern, als z.B. die Schreie des Gartens nach Aufmerksamkeit.

Wenn man keinen ganz genauen Plan macht, sondern nur „Bilder im Kopf“ hat, dann muss man halt beim Weiterbau erst einmal Ausprobieren, Schauen, nochmal Probieren, … lauter solche Dinge eben, die man tun sollte, ehe man größere Baustellen angeht. In diesem Fall gibt es sogar ein paar Zeichnungen und Skizzen, aber ehe ich mit der Gießerei so richtig loslege, gehört noch einiges geklärt … und das passiert halt hin und wieder, so wie gerade jetzt.

Ein großes Thema seit einiger Zeit ist die Überlegung, wie eigentlich die nötigen Rohstoffe von der Bahn (um die geht es natürlich hier hauptsächlich) in die Gießerei zu den richtigen Stellen kommen. Hatte ich erst Überlegungen von separaten Kränen oder sogar Kranbahnen für Koks und Masseln, habe ich die nach etwas Nachdenken wieder sein lassen … nein, sooo groß ist die Gießerei „Hagen&Hagen“ ja nun auch nicht. Und da es eine Kranbahn zur Verladung größerer Fertigprodukte geben soll, wären noch mehr Kranbahnen und Kräne dann irgendwie nicht mehr glaubhaft auf dem Stück „Hof“, den man von der Gießerei auf dem Modul darstellen kann … aber irgendwie muss das Zeug ja „ausgeladen“ werden, per Hand geht das wohl kaum – dazu ist die Gießerei dann wieder eine Nummer zu groß.

Speziell überlegte ich schon lange, wie ich das Entladen der Masseln darstellen könnte … klar, hier kamen in der Realität Elektromagnete zum Einsatz … aber wie bastelt man sowas überzeugend in 1:87? Die Antwort gab hier der 3D-Druck … genauer: Beim Stöbern im Marktplatz von Shapeways fand ich durch Zufall (ab und zu schaue ich mit den Suchbegriffen „H0“ und „1:87“, was es alles außer ständig neuen, diversen Panzern&Co so an Neuigkeiten gibt … was man eben brauchen könnte) zwei Elektromagnete genau für diesen Zweck … also einen passenden bestellt. Hurra!

Bild 1: Kettenfädelspaß

Am Magneten waren vier „Aufhängungen“ schon mitgedruckt … die sind allerdings so zierlich und etwas spröde, dass sie bei den Einfädelversuchen gleich aufgegeben haben. Ich nicht … und so habe ich mit dünnem Draht Ösen durch feine Ketten (Roco Minitanks) gezogen, am Magneten an genau den vier Stellen, an denen vorher eine „Aufhängung“ gedruckt war, ein Loch gebohrt und die Ösen eingeklebt. Sieht – wie man in Bild 1 sehen kann – nicht ganz so schlimm aus, wie man befürchten könnte. Aber es hält jedenfalls!

Den 3D-Druck hatte ich vorher vorsichtig mit etwas Spülmittel gewaschen und dann mit der Spraydose in einem hellen Grau grundiert. Dann kamen die üblichen Farben (teilweise als „Wash“, teilweise als „Drybrush“) und Pigmente an Magnet und Ketten … so sieht es dann gleich noch etwas netter aus …

Bild 2 zeigt dann auch (wenn auch in einigen – hier aber noch nicht so spannenden – Bereichen etwas unscharf) den späteren „Hofhund“ der Gießerei mit dem Magneten am Haken. Wechselweise kann der Fuchs Bagger dann einen Greifer für das Entladen von etwa Koks an den Haken nehmen. Ist der Magnet dran, liegt der Greifer halt greifbar an der Seite …

Bild 2: Mal „angetüddert“ am Baggerseil …

Am Fuchs Bagger selber ist noch nichts passiert, außer dass der Schrottgreifer, mit dem er ab Werk kommt, abgeschnitten wurde und aus einem kleinen Stück Draht ein provisorischer Haken gebogen wurde. Einfach, um zu gucken, wie das Ganze nun aussieht … speziell muss natürlich noch eine Lösung gefunden werden, wie der Elektromagnet zu seinem Strom kommt.

Der Fuchs Bagger ist übrigens von MO-Miniatur. Nicht ganz so günstig wie die Version von Kibri, aber mit dem Gitterausleger m.E. genau passend für seinen zukünftigen Job bei der Gießerei und dann und wann bei eBay doch zu einem vernünftigen Preis zu bekommen. Oder man bekommt ihn zum Geburtstag …

Gut, das war in Sachen Gießerei und deren Weiterbau eher eine Nebenbeschäftigung. Wesentlich spannender ist für die Planung nun, dass eigentlich irgendwo auch ein Schornstein bzw. Schlot stehen soll. Auf dem Modul sieht man ja nur einen Teil der Gießerei … die Modulkanten „schneiden“ ja immer ratz-fatz ein Stück Landschaft – oder hier: Fabrik – aus. Klarerweise muss man an dem Teil der Gießerei, der hier mit dem Anschlussgleis dargestellt wird, im Wesentlichen das Empfangen von Rohstoffen und das Verladen von Fertigprodukten darstellen (schrieb ich ja oben schon prinzipiell). Neben das Gleis die Verwaltung und Kantine zu bauen, macht ja nun keinen Sinn …

Aaaber: Wenn man eine Fabrik im Modell auf sein Modul baut, dann möchte man ja im Allgemeinen auch einen Schlot sehen … irgendwie Markenzeichen, Orientierungspunkt usw. im Zusammenhang mit Fabriken. Vor vielen, vielen Jahren gab es da in H0 noch nicht ganz sooo viel Auswahl, noch dazu wie viele Modellbauwerke eher etwas verniedlicht. Heutzutage gibt es glücklicherweise deutlich mehr Auswahl in ordentlichen Abmessungen. Das heißt aber auch, dass man ein wenig Ausprobieren und Herumschauen muss … Welcher Schlot passt wohin?

Im Wesentlichen hatte ich hier je einen Schlot von Artitec und Auhagen (Baukastensystem) – beide etwa gleich hoch – sowie einen, den Joswood einmal im Programm hatte (Resinguss), deutlich höher, wie man im Vergleich in Bild 3 sieht.


Bild 3: Die Qual der Wahl …

Auch wenn natürlich jeder „den Längsten“ haben möchte … letztlich habe ich nach diversen Meinungen in Foren, Webseiten und Fotos einfach mal beide Schlote (Joswood und Artitec) aufgestellt (in Bild 3 habe ich versucht, die zwei Fotos von in etwa dem gleichen Standort zu machen) … ich bin ein optischer Mensch. Und so fiel jetzt die Wahl auf den Schlot von Artitec …

Zu diesem noch ein paar Worte: Mit nur wenig Versäubern (ich hatte mit Schlimmerem gerechnet) lassen sich die diversen Resinteile fast wie die Kunststoffklötze aus Dänemark zusammenstecken. Sauber gemacht, Artitec!

Bild 3 zeigt auch, dass inzwischen auch an dieser Seite eine Mauer das Gelände der Gießerei begrenzt. Die zwei Pappeln habe ich schon vor langer Zeit gebaut und jetzt zum Größenvergleich (eigentlich Höhenvergleich) mal an den Platz gestellt, für den sie auch gedacht sind.

Nach Duisburg? … über Klagenfurt – ein Kvmm der ÖBB (2)

Nun denn … Wortwitze über Cabrios im Regen sind schon länger her. Warum ging hier also nichts weiter, wo doch damals schon klar war, was zu tun ist? Nun: Erstens kommt es immer anders … und zweitens als man denkt. Ist so.

Mir ist ehrlich gesagt zwischendrin ein paar Mal fast die Lust vergangen, dann galt es, wieder neue Lösungen zu finden … manchmal muss man auch einfach warten. Aber genug der Raunzerei!

Und weil ich ja nicht so bin, soll hier auch der Grund des Raunzens angeführt werden … vielleicht erspart es jemand anders selbiges. Aber keine Sorge: Am Ende wird alles gut … denke ich zumindest gerade.

Bild 1: Das Fahrwerk von Rocos Omm 37 wird am Handbremsende bearbeitet

Ja, die Sache mit dem Omm 37 sah ganz gut aus … also mit seinem Fahrwerk als Spende für das Fahrwerk unseres Kvmm. Die Handbremsbühne (siehe Bild 1) bekommt man auch halbwegs gut ab vom Rahmen, aber schon hier zeigt sich, dass das ein recht eigenartiger Kunststoff ist, der hier verwendet wurde (wenn man schon öfter in solchen Fahrwerken herumgebohrt und -geschnitten oder -gesägt hat, dann darf man das so sagen).

Es verwundert daher nicht sehr, dass beim Aufbohren der Löcher für neue Puffer (die von Roco sind nicht besonders schön und die auf der Handbremsseite „gehen“ automatisch, wenn man die Bremserbühne beseitigt … sieht man ja in Bild 1) die eher zierliche Pufferbohle hier und da verschwindet. Die Lösung gibt es in Form eines Ätzbleches mit diversen Teilen für Güterwagen von der Firma Weinert … bis hier hin also kein Grund zur Sorge.

Bild 2: Test für die Rekonstruktion der Pufferbohle

Mit ein paar Puffersockelplatten und Rangiertritten (beides ebenfalls von Weinert) kommt man der Sache schonmal näher … so sollte es gehen …

Bild 3: Erste Probe mit Omm 37-Fahrwerk von Roco und Pufferbohlenteilen von Weinert

… dachte ich zumindest.

Wenn man ein paar Tage mit anderen Dingen beschäftigt ist, dann wieder an den „Tatort“ zurückkehrt und zwischen allen sorgfältig gelagerten Einzelteilen das Fahrwerk des Omm 37 wie eine Banane liegt, dann ist „Schluss mit lustig“! Das Ding hatte sich sowas von verzogen … da noch groß Arbeit zu investieren mit der Gefahr, hinterher irgendwann einen „Bananenwagen“ auf’s Gleis zu stellen, ist wohl keine besonders gute Idee.

Nach wie vor bin ich aber der Ansicht, dass das Fahrwerk eines Omm 37 von Exact-Train auch keine gute Idee ist. Der ist seit dem letzten Beitrag zu diesem Thema nämlich nicht wirklich viel günstiger geworden.

Jetzt kommen wir zum Wortspiel im Titel des heutigen Beitrages … Dank Stefan Carstens‘ „Güterwagen Band 3 – Offene Wagen“ findet sich erneut eine Lösung: Der Omm 34, ehemals „Klagenfurt“ – nein, auch hier nicht die Hochpreisvariante von Exact-Train.

Den Klagenfurt hatte Klein Modellbahn in recht guter Qualität im Programm, jetzt ist der bei Roco gelandet. Und das Fahrwerk braucht man nur um ein passendes Sprengwerk zu ergänzen, dann ist es passend – eben von Klagenfurt nach Duisburg (über Unterschiede am Wagenkasten brauchen wir im Zusammenhang mit dem Kvmm ja nicht zu reden). Einen Klagenfurt von Klein Modellbahn fand ich sehr günstig in der berühmten „Bucht“ … der Wagenkasten war etwas „bespielt“ … das war mit egal, denn es zählt ja das Fahrwerk! Glück muss der Mensch haben! … und dann auf die Post warten, ehe es weiter geht.

… dachte ich.

Wieder einmal … zu früh gefreut!

Bei Kleins „Klagenfurt“ ist die Pufferbohle am Wagenkasten-Teil, das Fahrwerk endet hinter der Pufferbohne und wird durch die Puffer mit dem Wagenkasten (inklusive Pufferbohle) verbunden. Das Fahrwerk nehmen und einfach so unter den Wagenkasten des Kvmm geben, geht also nicht. Gut, dass ich eh schon die Weinert-Teile vom „Erstversuch“ mit dem Omm 37 von Roco bereit hatte … ich brauchte sie nun alle wieder.

Die eigentliche Pufferbohle besteht aus 1mm starkem Polystyrol, vor das das schon in den Bildern 2 bzw. 3 zu sehende „Weinert-Blech“ geklebt wird. Dann kann man vorsichtig Löcher für Puffer und Tritte bohren … funktioniert alles irgendwie und passt dann auch.

… dachte ich.

Das Fahrwerk vom Omm 34 passt nun nicht ganz unter den Wagenkasten des Kvmm … man muss seine „Pufferbohlen“ (die, die ja eh nicht zu sehen sind, weil die eigentlichen Pufferbohlen aus PS und Weinert-Teilen davor kommen) an der Oberseite etwas niedriger fräsen, damit der Wagenkasten sauber darauf passt. Also … eigentlich sitzt der Wagenkasten auf den neu gebauten Pufferbohlen und von den dahinterliegenden Teilen des Fahrwerks stört dann keines mehr.

… dachte ich.

Und dieses Mal war es auch so!

Bild 4: Ein wenig Optimismus macht sich bei der nächsten Stellprobe breit …!

Nach etwas Brünierung, einer ersten Farbschicht an den neuen Pufferbohlen und Tritten und etwas Kleber hier und da, scheint mal alles zu passen … man sieht in Bild 4 auch, dass auch mit diesem Fahrwerk nichts „Hochbeiniges“ mehr daherkommt. Das war ja der Grund für den ganzen Spaß.

Nebenbei habe ich eine erste Probebohrung in den Wagenkasten gemacht. Von unten … versteht sich. Herr Much hat hier wohl ein Gewicht eingeklebt, das nun durch die ganzen Arbeiten anscheinend locker geworden ist und fröhlich klappert, wenn man den Wagen (-kasten) bewegt oder auf den Rücken legt. Blöd … denn der Wagenkasten ist nicht zu öffnen. Also mit dem Holzbohrer gaaanz langsam und gaaanz vorsichtig hineingebohrt. Nun heißt es, durch ein solches Loch (oder mehrere … mal sehen, wie mutig ich bin) an das Gewicht heranzukommen und es wieder zu verkleben, damit da nichts mehr klappert.

Der Kvmm bekommt dann wohl noch etwas Blei zwischen Wagenkasten und Fahrwerk, um ein passiges Gewicht für den harten Betrieb beim FREMO zu haben. Da ist jedenfalls ein wenig Platz.

Mal gucken, was uns noch so erwartet!

Zwischendrin … lohnert es sich

Heute wird wieder gekalauert … der in der Beitragsüberschrift ist dabei (mancher wird sich erinnern) aus einer österreichischen Werbung geklaut.

Hintergrund ist diesmal ein 3D-Druck eines Lohner L 150 Motorrollers – von einem Bekannten im Kleinbahnsammlerforum konnte ich vor einiger Zeit einen von ihm in CAD gezeichneten und dann 3D-gedruckten Motorroller in 1:87 erwerben. Das große Vorbild war dabei (ab 1958) ein Erzeugnis der ehemaligen Lohner-Werke in Wien.

Bild 1: Chris fährt Lohner

Der 3D-Druck ist superfein … das musste ich leider schon beim Lenker erkennen – eine Hälfte hatte sich bereits in der Verpackung verabschiedet, die zweite tat selbiges bei der ersten Berührung mit durch meine Wurstfinger gesteuertes Werkzeug. Nun, kann passieren … kann man mit einem neuen Lenker aus feinem Messingdraht wieder reparieren (wobei das halbwegs exakt ausgerichtete Ankleben mit Sekundenkleber eine ziemliche Nervensache ist).

Der 3D-Druck ist aber auch so superfein, dass meine Idee, irgendetwas auf dem Gepäckträger des Rollers zu transportieren, recht fix wieder begraben wurde: Den muss man einfach sehen können!

Ansonsten keine Großartigkeiten: Mit Seifenwasser abgewaschen und getrocknet kommt der Pinsel am 3D-Druck zum Einsatz. Der Scheinwerfer bekam eine „Glaslinse“ aus einem Tropfen UHU Kraft. Die Nummerntaferl sind ausgedruckt und angeklebt.

Eine Figur von Noch (von einem Roller „abmontiert“) war leider unwillig, sich an Beinen und Armen passend hinbiegen zu lassen – selbige brachen einfach ab und ließen sich auch nicht mehr wirklich wieder ankleben. Jetzt sitzt eine „verbogene Radfahrerin“ von Preiser auf dem Gefährt. Die hat sich das alles bereitwillig gefallen lassen.

Ich habe sie – da kommt für Österreich-Kenner der nächste Kalauer – wie im Bild oben zu lesen „Chris“ getauft … und die fährt Lohner. Im Bild sieht man an den Reifen kleine „Patafix-Würste. Sie ist hier nur kurzzeitig unterwegs und wird bald als „Naturalie“ ausgeliefert.

Gießerei „Hagen&Hagen“ (13) – Vogeldreck

So langsam nähert sich die Straße entlang der Schleppbahn – hier eigentlich entlang der Gießerei „Hagen&Hagen“ – ihrer Vollendung. Und wenn rechts und links der Straße allmählich Teil für Teil fertig wird, dann sollte auch die Straße diesem Beispiel folgen.

Konkret war die Straße ja im Prinzip schon von Beginn an gealtert durch die verschiedenen Farben, die ich genutzt hatte. Aaaber: Es geht hier um den Spätsommer … gemeinhin eine eher trockene Jahreszeit und in der Vorstadt entlang der Schleppbahn wird man nicht so regelmäßig die Straßen gesäubert haben. Also, es muss alles etwas staubiger wirken.

Das legt natürlich auch im Modell irgendwie nahe, dass man Pigmente nutzt – hier gleich ein Tip, falls jemand welche sucht. Mit verschiedenen Grau- und Brauntönen bekommt man eine m.E. recht überzeugende Staubschicht hin … fixiert habe ich hier nichts (die Oberfläche der Straße ist reletiv rauh), nur lose Pigmente vorsichtig weggepustet.

Bild 1: Hier und da ein wenig „Dreck“, Fahrspuren …

Ganz nebenbei kann man mit so einer Staubschicht auch alles noch ein wenig „überblenden“ (mir fällt jetzt kein anderes Wort ein). Hier und da sind eventuell Kontraste recht hart zwischen z.B. Kopfsteinpflaster und Teerflicken … die Staubschicht mildert das alles ein wenig ab, und das durchaus steuerbar. Und so ist es ja auch in der Realität.

Bild 2: „Krah!“

Ein Thema war auch schon der einsame Vogel auf dem Rauchabzug der Werkstatt. Erst als Taube angedacht, ist es von der Größe wohl eher ein Rabe. Das hat noch dazu den Vorteil, dass man bei viel grauen Gebäuden in der Gegend den schwarzen Raben auch besser sieht.

Und wo schon einmal einer dort saß, kamen gleich noch ein paar Kollegen dazu …

Bild 3: Nacharbeiten am Schornstein

Mit dem größeren Schornstein der Werkstatt war ich vorher nicht wirklich zufrieden. Jetzt bin ich zufriedener …

Zum einen sind die Ziegel, aus denen der obere Teil des Schornsteins besteht, noch etwas  „bunter“ geworden – mit ein wenig anderer Farbe hier und da trocken gemalt, wirken sie nun doch lebendiger und auch echter.

Zum anderen bietet der etwas krumme Schornstein eine gute Ausrede für eine „Stützkonstruktion“ aus Eisen – sowas sieht man ja bei älteren Schornsteinen immer mal wieder. Gleichzeitig lenkt dieses schicke Eisenkorsett auch etwas von den nicht ganz so schönen Schmalseiten der Ziegel ab (Gussteil).

Und letztlich sind die Fugen nun auch nicht mehr ganz so dunkel … das sieht man aber im Bild 3 kaum.

Mit der Straße hat natürlich auch der Fußweg seinen Staub abbekommen. Hier habe ich dann noch etwas ausprobiert (und bin recht zufrieden), was ich bei Jason Jensen abgeschaut habe: An der Kante zwischen Gebäude und Gehweg habe ich mit recht dunklen Pigmenten gearbeitet. Klar, da sammelt sich erstens gerne mal Dreck, zweitens bekommt man aber so eine Art „künstlichen Schatten“ und einen m.E. besseren Übergang, wo das Gebäude – quasi mit seinem Fundament – in den Boden eingelassen ist.


Bild 4: Beratungsgespräch an der Straße

Etwas, was die Amerikaner (ok, andere Landsleute manchmal auch) ja geradezu zelebrieren, ist diverser Kram, der hier und da dekorativ herumsteht (jedenfalls auf ihren Modellbahnanlagen). Man muss da immer ein wenig im Hinterkopf behalten, wo die Szene spielt, an der man gerade baut, aber hier und da ist sowas natürlich auch in europäischen Gefilden – wie hier in einem nicht so feinen Viertel der Vorstadt – möglich. Und wo der Chef der Zweiradwerkstatt schon die große Schiebetür halb geöffnet hat und mit einem Schraubenschlüssel dort steht, warum sollte er nicht den Gehweg – wenigstens zum Teil – mit allerhand Kram aus seiner Werkstatt vollstellen? Nach rechts (in Bild 4) geht der Weg dann eh nicht mehr weiter … wer soll sich also groß beschweren?

Also entstand aus einigen Detaillteilen (Noch, MoMiniatur, Artitec … um nur einige zu nennen) und einem selbst umgebauten Fass ein wenig „Drumherum“ für die plaudernden Herren dort. Und rund um das Drumherum kam dann auch nochmal dunkles Pigment …

Zwischendrin … ein schmerzhafter Baum

Im Zuge eines weiteren „Naturalien-Tauschgeschäfts“ sind in letzter Zeit mal wieder Bäume entstanden. Das ist soweit nichts Neues mehr … die Methoden sind ja bekannt, und langweilen möchte ich auch niemanden hier.

Auch den Empfänger der Bäume wollte ich nicht langweilen. Doch der bekam eines Abends von mir dann ein Bild auf sein Mobiltelefon geschickt …

Bild 1: Sieht … schmerzhaft aus!

Ich kann jetzt schlecht sagen, wie er sich genau gefühlt hat … aber ein gewisses Erstaunen war sicher dabei. Das „Teil“ in Bild 1 sieht ja auch eher aus wie etwas aus der „Schlag mich glücklich!“-Szene oder aus einem Piercing-Studio.

Ok … ein wenig war diese „Überraschung“ natürlich durchaus gewollt. Gebe ich ja zu …

Bild 2: Die Basis …

Ich habe deswegen etwas später das Bild 2 geschickt. Klar, das Foto hatte ich eigentlich vorher gemacht.

Damit beweise ich einmal wieder: Über den Tellerrand schauen lohnt sich durchaus! Dieses „Sieb“ hat einen Durchmessr (man ahnt es an der Schneidmatte darunter im Bild 2) von etwa 2cm … und dient Schmuckbastlern zur Herstellung von Ringen (also keine Piercings … oder Schlimmeres!).

Ok … dass es hier um Bäume geht, habe ich schon geschrieben. Aber jetzt kommt der große Zusammenhang: Wenn mehrere Bäume auf der Anlage ganz dicht zusammen stehen, dann wird es mühsam. Einzelne Bäume bauen ist nicht schwer, aber die dann sehr dicht zusammen zu „pflanzen“, wenn sie auch noch dazu schon belaubt sind, ist ganz schön schwierig. Nur die „Gerippe“ zu basteln, an der Anlage dicht beieinander zu fixieren und dann zu belauben ist auch nicht das Wahre … hier kommt also eine mögliche Lösung! Und natürlich klappt das auch, wenn (nur) ein Baum gebaut werden soll, der dann sehr rasch verzweigt und so prinzipiell wie mehrere Bäume wächst.

Bild 3: „Business as usual …“

Der Zwischenstand im Bild 3 lässt erahnen: Durch das Sieb (links) sind mehrere Bäume gewachsen und werden nun normal „oberirdisch“ weiter konstruiert. Man kann hier relativ ungestört einen Baum bauen, ihn dann zur Seite biegen, um den nächsten zu bauen … usw.

Ganz am Ende biegt man alles in Form … da kann man sich dann auch prima überlegen, dass etwa im „Inneren“ wohl weniger Äste wachsen, weil klarerweise weniger Sonne dorthin kommt.

Und „unterirdisch“ verdrillt man die Drähte so, dass alles haltbar ist. Ich habe dann mit 2K-Kleber das Sieb quasi noch unten angefüllt. Zur Befestigung auf der Anlage habe ich hier einen Nagel eingeklebt – man kann auch die Drähte weiter nach „unten“ verdrillen und so eine Befestigungsmöglichkeit schaffen.

Bild 4: „Behandlung“ der Basis

Im Bild 4 sieht man dann, dass man den Teil zwischen den Bäumen – das „Sieb“ also – passend behandeln sollte und auch gut kann. Ich habe zuerst die Löcher des Siebs mit der gleichen Masse verschlossen, mit der ich auch den Stamm der Bäume bzw. dessen Rinde aufbaue. Anschließend kam Erde drauf, feines Turf als Moos usw. und schließlich noch Unkraut …

Bild 5: Der fertige Baum … oder die fertigen Bäume?

Und nach der Belaubung – die so natürlich leicht von der Hand geht – ist der Baum fertig zum Anpflanzen.

Bild 6: Der Vollständigkeit halber … der zweite Baum, der bei der Aktion entstanden ist

„Kommt’n Duisburger Cabriofahrer in’n Regen …“ – ein Kvmm der ÖBB (1)

Was in der Überschrift klingt wie ein Witz, den man sich im Ruhrgebiet an einer Frittenbude bei einer Currywurst oder „Pommes Schranke“ erzählen würde, soll auf einen Spontanumbau eines Güterwagens hinweisen. Ich denke, man versteht dann recht bald, was gemeint ist, und macht sich keine weiteren Sorgen um meinen Geisteszustand …

Legen wir mal los … bei einem „Duisburg“ handelt es sich – nachzulesen etwa in „Güterwagen Band 3 – Offene Wagen“ von Stefan Carstens (oder einfacher „Carstens, Band 3“) um einen Güterwagen. Das war ein offener Güterwagen, der in der frühen Nachkriegszeit (ab 1948) von der (damals noch) Reichsbahn in Deutschland beschafft wurde. Bei der DB hieß der Wagen dann Omm 37 (später noch E 031). Und es gab ihn recht oft … Nur leider ist es ein wenig problematisch mit Modellen in H0. Bis vor kurzem gab es ihn von Märklin und Roco (beide nicht so wirklich überzeigend), seit neuestem auch von Exact Train (hier ist der Preis wenig überzeugend). An der Stelle sei auf auf die diversen Artikel bei den Modellbahnfroklern verwiesen … etwa hier oder hier.

„So erklärt sich eventuell der Duisburger Cabriofahrer im Titel … wie ist das jetzt mit dem Regen?“ … das wird der geneigte Leser denken. Nun, Cabrios besitzen ja in der Regel die in zentraleuropäischen Sommern doch ab und an nützliche Möglichkeit, doch ein Dach aufzuweisen, wenn man es denn zuklappt. Und hier kommen wir zu einem weiteren Wagen … dem Kvmm der ÖBB. Hier baute man aus eben den beschriebenen offenen „Duisburg“ (Details sind mir leider nicht bekannt, wie und wann die nach Österreich kamen) in kleiner Stückzahl Schiebedachwagen Kvmm um – bekannt sind jedenfalls die Wagen Kvmm 845 501 und 845 503. Es gibt Fotos von Wagen als Materialwagen (also zu späterer Zeit) des Bahnhofs Wien Nord.

Eben der Kvmm 845 501 ist mir als Modell des ehemaligen österreichischen Herstellers Much in die Hände gefallen. Aufgebaut offenbar auf dem alten Modell des „Duisburg“ von Märklin, gepaart mit einem (durchaus passenden) Schiebedach von Klein Modellbahn. Schon auf den ersten Blick sieht man die typische „Hochhaxigkeit“ des Märklin-Fahrwerks, noch dazu ist dieses offenbar ein sehr vereinfachtes. Für einen Umbau noch knappe 50 Euro (derzeitiger Preis, wenn man sich so umschaut) in einen Wagen von Exact Train investieren ist sicher keine Option, aber hier lag noch ein Modell des Omm 37 von Roco herum … das Fahrwerk hat auch Schwächen, sieht aber jedenfalls besser aus als das von Märklin. Finde ich …

Ich habe einmal den Wagen probeweise auf das noch unveränderte Roco-Fahrgestell gesetzt und aus halbwegs gleicher Perspektive ein Foto gemacht. Ich denke … es lohnt sich. Jetzt fehlen noch neue Puffer (der Roco-Wagen hat an einer Seite – hinten im Bild – eine angespritzte Bremserbühne, die auch an den Puffern „klebt“) und Rangiertritte an allen Ecken (vorher waren es nur derer zwei).

Und dann … geht es an den Wagenkasten, der auch hier und da kleine Problemchen hat …

Gießerei „Hagen&Hagen“ (12) – es grünt so grün

In der letzten Zeit habe ich mich Schritt für Schritt dem Landschaftsbau entlang des aktuell in Arbeit befindlichen Schleppbahn-Stücks gemacht.

Ok, „Landschaft“ ist ein sehr hochtrabendes Wort für einen schmalen Streifen Grünzeug zwischen Gießerei und Straße, noch dazu mit einem Gleis dazwischen (und ich musste hinterher wirklich ein wenig das Lichtraumprofil für die Schleppbahn freischneiden). Aber zwischen all dem Grau der Gebäude ringsherum finde ich gerade an solchen Stellen eine überzeugende Gestaltung der „kleinen Portion“ Natur besonders wichtig. Und klar: Man kann hier Dinge machen, die man sich bei einem Quadratmeter Feld-Wald-Wiese drei Mal überlegt.

Die Galerie unten zeigt das prinzipiell Vorgehen … es ist nicht anders, als zum Beispiel am „Stefani-Berg“, auch wenn ich es dort vielleicht nicht alles in der Form gezeigt habe.

In Stichworten:

  • Im ersten Schritt sorge ich dafür, dass die spätere „Landschaftshaut“ auch gut am Modul befestigt ist. Gerade auf solchen platten (im wahrsten Sinne des Wortes – es ist ja eine Holzplatte, auf der nun alles aufgebaut wird) Oberflächen sollte man da ein paar Gedanken und Handgriffe investieren, damit alles gut hält. Hatte ich früher recht teures selbstklebendes „Gitter“ in Rollenform aus dem Baumarkt verwendet (keine Ahnung, wie sich sowas genau nennt … man findet es dort, wo es um Fliesenkleber&Co. geht), das man aber auch noch an das Holz antackern musste, so ist mir beim Bummel durch ein schwedisches Möbelhaus eine irgendwie gummierte „Gittermatte“ aufgefallen, die es dort in der Küchenabteilung gibt (kann man wohl in eine Schublade geben, damit deren Inhalt nicht so umherrutscht). Ok, man muss nun passende Streifen oder Stücke schneiden und die antackern, aber preislich ist das ein echter Vorteil …
  • Als nächstes wird das Gelände grob mit Fliesenkleber modelliert. Der hat schon fast die passende Farbe für Erdboden und ist von der flexiblen Sorte – Module werden ja doch ab und zu mal bewegt, transportiert und von einer „Klimazone“ in die nächste befördert. Hier kann Material – speziell an den Grenzen zu einem anderen – schon mal arbeiten. Und dann ist es natürlich blöd, wenn eine feste Spachtelmasse reißt oder bröckelt.
  • Eine zusätzliche Schicht aus Erde ist nun vielleicht Luxus … aber speziell, wenn mehr oder weniger Stellen die Erde „durchschimmern“ lassen sollen, sieht selbige doch noch etwas besser aus als der Fliesenkleber. Vorgehen ist hier „old-fashioned“ … draufstreuen (von fein nach grob), anfeuchten, mit verdünntem Weißleim beträufeln.
  • Auf die Erde kommt feiner „Turf“ (also Schaumstoffflocken) in verschiedenen Farben. Der mimt das flache Unkraut, Moos usw. und sorgt später noch dazu für eine etwas ungepflegtere Struktur im Gras (wenn Gras darüber kommt … muss ja nicht (überall)).
  • Anschließend kommen dann die Grasfasern, hier 2mm in Frühherbst sowie Spätherbst (gemischt mit etwas Beige), dann ein wenig ebensolche in 4mm – alles von  MiniNatur. Man sieht, dass ich bis zum Ende dieses Schrittes die Mauern der Gießerei noch nicht eingebaut hatte, um ungestört an alles dranzukommen … speziell beim elektrostatischen Begrasen.
  • Den Abschluß macht hier und da höheres Unkraut aus diversen Materialien von Polak, MiniNatur usw., das sind teilweise kleine Stücke aus einer „Matte“, teilweise die sogenannten „Filigranbüsche“ (Seemoos) oder Belaubungsmaterialien. Letztere sind auch Basis der Weidenröschen, die dann noch Triebe aus Pinselhaaren mit feinem Flock als Blüten und losen Blättern (die findet man immer in der Verpackung des Belaubungsmaterial und sie sind zu schade, um weggeworfen zu werden) bekommen – die Idee habe ich übrigens bei Gordon Gravett abgeschaut (einfach mal in Google eingeben – auch hier lohnt sich durchaus der Kauf der Bücher).

 

Als kleinen „Bonus“ für alle, die bis hierhin durchgehalten haben, gibt es noch ein kleines Bildchen von der Schleppbahn – einfach ein paar Dinge zusammengestellt.

Dass es hier und da und dann und wann Probleme mit geparkten Autos geben könnte, hat sich ja schon abgezeichnet in einigen Beiträgen …

Bild 1: „Aber Herr Schaffner! Des Auto steht doch eh scho ganz am Randstein … da kommen’s doch locker drumherum ohne so an Wiiiaaabl zu machen mit da schiachn Eisenbahn …“

Zwischendrin … kommt der Semperit-Kundendienst

Heute mal … Tadaaa! … keines der üblichen „Dreitönnerchen“. Heute sehen wir einen 180-er Mercedes von Brekina/Starmada.

Selbigen hat mir meine bessere Hälfte mal eingeredet … beschriftet mit „Semperit“ (ok, passt!) und „Renndienst“ (hmmm … wozu sollte der an der Schleppbahn unterwegs sein?). Aber das ist ja nichts, was man mit ein wenig Frokelei nicht ändern … und dann auch gleich verbessern kann.

Gleich einmal vorweg – ich suche mal manchmal stundenlang und finde nicht -, wie man das Auto aufbekommt: Stoßstangen vorne und hinten abziehen … dann schreit ein hellbeiger Plastikinnenraum förmlich nach einer farblichen Überarbeitung und einer Fahrerfigur (die wie immer mit einem Messer zurechtgeschnitzt werden muss).

Bild 1: Der Mercedes „entfaltet“ …

Dass man bei einem Modellauto die Innenverkleidungen des Fahrerraums quasi aufklappen kann (und so gut mit einem Pinsel drankommt) kannte ich bisher ebenso wenig wie eine so nette Detaillierung derselben … wer erinnert sich noch an Zeiten, in denen es für die armen Menschen am Rücksitz auch Aschenbecher gab, damit sie sich auch während der Fahrt den Weg zur Lunge teeren konnte, ohne die Asche durch das kurz geöffnete Fenster entsorgen zu müssen?

Ohne Aschenbechern im Auto nachzutrauern (ich habe da immer höchstens die Rechner an der Tankstelle reingeknüllt) … ich finde das toll gelöst!

War erst der Gedanke, auch den Kofferraum etwas weiter zu beleben, wanderte diese Belebung dann zusammen mit einem Dachgepäckträger (Weinert) oben aus das Auto. Und damit auch gleich zum „Renndienst“, der nun keiner mehr ist … mit ein wenig Terpentin und einem Schräg abgeschnittenen Zahnstocher habe ich diesen Teil der Beschriftung heruntergerubbelt. Nun fährt halt der Kundendienst mit dem Auto in der Gegend rum …

Bild 2: Front- …
Bild 3: … und Heckansicht

Das „Abrubbeln“ der Beschriftun hinterlässt einen leicht matten Fleck … da aber das ganze Auto in meinen Augen zu glänzend war, gab’s noch ein wenig Mattlack und dezenten Dreck hier und da dazu …

Weinert spendierte dann noch einen Außenspiegel … und fertig war das Auto. Dass die Kennzeichenhalter etwas zu schmal für maßstäblich ausgedruckte Kennzeichen sind, habe ich leider erst bemerkt, als es schon zu spät war. Mist! Naja, vielleicht ändere ich das noch mal … zumindest am Heck.

Das nächste Foto ist dann natürlich reine Spielerei („Ach?!“) … aber wenn’s doch Spaß macht …


Bild 4: Eine Fahrt entlang der Schleppbahn … so in den frühen 60-ern?