Stefaniberg … Südhang, vielleicht …

Gleich mal vorweg: Der Stefaniberg hat seinen Namen nicht von einer Stefanie (sonst hieße er ja wohl Stefanieberg), sondern von einem Stefan. Selbiger hat mir vor langer Zeit ein Foto eines interessanten Prellbocks zugespielt, der mir als Inspiration zur Gestaltung des Weinert-Prellbocks an eben jenem Stefaniberg an der Schönauer Schleppbahn gedient hat. Also … damals hatte der „Berg“ noch keinen Namen, danach hieß er nach ein paar Witzeleien dann eben so.

Überhaupt … der Stefaniberg (auch wenn er noch nicht so hieß) war schon recht früh am Anfang dran … ich musste jetzt mal länger suchen, bis ich Fotos von „damals“ fand (Bild 1 und 2). Selbige waren schon an anderer Stelle zu sehen, kommen hier aber der Vollständigkeit nochmal zu ihren Auftritten.

Bild 1: Das erste „Bauwerk“ an der Schleppbahn … die Stützmauer am Stefaniberg (der damals noch gar nicht so hieß)

Das erste Bauwerk an der Schleppbahn überhaupt war so gesehen am Stefaniberg … eine L-förmige Stützmauer, mit der der Berg in Richtung des hier endenen Schleppbahngleises abgefangen wird. Entstanden ist das Ganze aus Resinabgüssen einer Form von Langmesser.

Damals las ich auch einen Bericht über die Valleho-Farben von Lars-Christian Uhlig (lcu). Die ersten Farben kamen bald und die ersten Tests fanden eben an jeder leicht maroden Betonwand statt. Inzwischen habe ich einige Farbfläschchen des Herstellers mehr bei mir liegen und nutze sie fast nur noch …

Durch dieses Foto und ein weiteres kam dann ein Forums- und Mailverkehr zum Thema Prellbock zustande, in dem ich vom FREMO-Kollegen Stefan ein Foto eines ähnlichen Prellbocks beim Vorbild mit ein paar „Verfeinerungen“ bekam. Ergo baute ich den Prellbock von Weinert noch ein wenig um (siehe Bild 2) … und zu Ehren des Ideenlieferants heißt der Berg (oder meinetwegen auch: Hügel!) nun Stefaniberg und wird bekannt sein für seinen dort angebauten Wein …

Bild 2: Aufgrund der eines Fotos wurde der entsprechende Prellbock noch einmal umgebaut (links der Prellbock frisch aus der Schachtel, lediglich mit einer Pufferbohle aus zurechtgeschnitztem PS statt aus dem beiliegendem Holz, rechts Prellbock Stefaniberg … „mit alles“)

Genau genommen war der Stefaniberg auch nicht am Anfang und dann nicht mehr … auf die aus Styrodur geformte Hügelrundung habe ich immer wieder Reste des flexiblen Fliesenklebers geschmiert, wenn ich an anderer Stelle damit gearbeitet hatte und Kleber übrig war – ist ja meistens doch irgendwie der Fall.

Und irgendwann war der ganze Hügel dann voll damit … kein Platz mehr für weitere „Kleberschmierereien“. So kam nun dieses Modul als nächstes an die Reihe, nachdem das mit dem Christophorus-Hof bis auf kleine Kleinigkeiten fertig ist.

Bild 3: Mehr Gelände, mehr Strasse … aber noch viel Rohbau

Am Hügel erkennt man in Bild 3 inzwischen schon Erde auf dem Boden, in Richtung der Stützmauer wächst auch schon das eine oder andere Kraut.

Falls sich wer wundert: Für die Bäume sind schon Löcher in den Boden gestochen … und damit ich sie später wiederfinde, kommt dann jeweils ein halber Zahnstocher rein!

Im Vordergrund sieht man noch puren Fliesenkleber. Dafür schon die Straße im Rohbau in voller Polystyrolpracht.

Bild 4: Immerhin sind Strasse und Schiene jetzt schon durchgefärbt!

Einige Zeit später sieht man, was aus Straße und Gleis mit ein wenig Farbe wird. Ok, die Straße kriegt ganz am Ende mit Pigmenten noch einen „Spätsommerstaubüberzug“, aber sonst war’s das mal.

So gesehen hat man hier auch – wenn auch in aller Kürze und im „Zeitraffer“ – wieder die Bauschritte vor Augen. Praktisch … beim nächsten Modul muss ich dann eh wieder gucken, wie ich es damals eigentlich gemacht habe … 😆

Jetzt geht’s dann mal mit der Landschaft um Straße und Gleis herum weiter – für „obenrum“ fehlt mir noch ein wichtiges Zubehör, ehe es weitergehen kann …

FREMO-Localbahn-Treffen 2018 in Schönau/Tr.

Zum nunmehr fünften Mal – und 10 Jahre nach dem ersten Treffen im Wiener Raum (als „Hamstertreffen“ in die Geschichte eingegangen) – war die Localbahn zu Gast in Schönau – diesmal ausnahmsweise wieder in der schönen Sporthalle der Volksschule.

An eine lange Nebenbahn schloss sich eine beschauliche Localbahn an, an deren Ende (in Rodaun) es Übergang zur Straßenbahn sowie zur Schönauer Schleppbahn gab.

Es war kein Ramba-Zamba, aber der Fahrplan hatte wohl – so hoffe ich – hier und da seine „Gimmicks“.

 

Ich glaube, das Treffen hat allen Spaß gemacht … auch den Kindern der Hort-Betreuung, die uns besucht und alles ganz genau angeschaut haben.

Allen, die dabei waren und einfach Localbahn mitgemacht haben, an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön!  Mir hat es Spaß gemacht!

Bleibt zu erwähnen, dass das Treffen am, zweiten Tag besondere Schwierigkeiten bereit hielt: Neben der FREMO-Uhr zeigte die Schuluhr in der Sporthalle stur weiterhin Winterzeit, während alle Armbanduhren usw. brav den Wechsel zur Sommerzeit mitgemacht hatten … drei Zeiten also! Das hat man auch nicht bei jedem Treffen!

Am Montagvormittag kam dann ein netter und hilfsbereiter Schulwart, um uns zu erlösen … 😆

Der Dienstwagen SSB 52 – ein Pwgi

Schon längere Zeit hat die Leitung der Schönauer Schleppbahn sich von Vorschlägen bis zu Beschwerden anhören müssen: Das Verschubpersonal der Schleppbahn braucht endlich einen Dienstwagen!

Darin könnte man in aller Ruhe den Papierkram erledigen – auch während der Zug rollt -, es wäre nicht mehr so proppevoll auf der Lok und man könnte zwischendrin mal einen heißen Tee oder Kaffee kochen … inklusive einer wettergeschützen Möglichkeit, selbige Heißgetränke geschützt zu trinken bzw. zusammen mit der Jause zu verspeisen.

Die Leitung der Schleppbahn ist nun keineswegs als unmenschlich verschrien, aber als sparsam allemal … geht halt nicht anders. Ergo hielt sie ein wenig Ausschau und fand alsbald die Möglichkeit, aus dem Steierischen einen Dienstwagen günstig kaufen und auf die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können.

Und da ist er nun unterwegs auf der Schleppbahn … der Pwgi SSB 52 …

Bild 1: „Fetzen-Karl“ kommt mit ein paar Güterwagen aus der Schleppbahn gefahren – direkt hinter der Lok rollt Pwgi SSB 52

Rein modellbahnerisch ist der Wagen ein Zufallsprodukt – der Ausgangswagen lag schon länger hier herum und sollte nun zum diesjährigen FREMO Localbahntreffen endlich mal angegangen werden … dort hätte die Schleppbahn nach ersten Planungen ein ganzes Stück auf Staatsbahngleisen fahren sollen, um Wagen zu übergeben bzw. abzuholen (die Idee ist inzwischen wieder vom Tisch, aber der Wagen war angefangen … also ging’s auch mal weiter). Das alles spielte den Verschiebern der Schleppbahn natürlich als weiteres Argument in die Hände 😉

Der Wagen ist von der Firma „Signalmeister“ aus Graz und eigentlich eine Nachbildung eines GKB-Gepäckwagens. Das schränkt aber natürlich den Einsatz bei der Schleppbahn nicht wirklich ein.

Ob der Wagen sein Geld wert ist, muss jeder für sich entscheiden … er ist sicher kein Hochpräzisionsmodell und hat vor allem im Fahrwerksbereich Schwächen, aber anderswo gibt es den Wagen gar nicht, als Kleinserienmodell könnte er wohl auch noch einiges teurer sein und Wagenkasten und Inneneinrichtung sind wirklich nett gemacht.

RP25-Radsätze für das Fahrwerk kamen nach Mailkontakt von Luck … es gibt keine Spitzen- oder Zapfenlager, die Radsätze rollen in passenden, U-förmigen Halterungen am Fahrwerk und die Lager usw. sind einfach „davorgebaut“ (und nebenbei sehr empfindlich). Außerdem mussten die Radsätze kleiner sein … mit den Originalradsätzen war die „Laube“ schon sehr hochbeinig und überpufferte jeden Nachbarwagen problemlos …

Da der Wagen auch „untenrum“ eher sparsam ist, bekam er zuerst mal einen Batteriekasten mit passenden Halterungen und unter der Toilette ein Fallrohr. Eventuell werde ich mich da noch ein wenig weiter austoben, damit’s weniger „nackig“ wirkt. Dass der Wagen keine Nachbildungen einer Bremsanlage besitzt, ist auch noch etwas, was geändert gehört, wie ich meine.

„Obenrum“ gab es ein paar freistehende Griffe und einen Abzug für den Ofen im Wagen (damit das mit Kaffee und Tee auch wirklich klappt …), dazu eine neue Lackierung, eine neue Beschriftung (die irgendwie „steif“ war und so leider aus der Nähe betrachtet doch recht gut als solche zu erkennen ist) und etwas Alterung. Ganz fertig bin ich hier noch nicht, aber für den Einsatz beim FREMO-Treffen reicht es wohl so für den Anfang.

Der Bayerhof (13)

Im heutigen, schon 13. Teil – eh keiner abergläubisch hier? – nimmt der Bayerhof eher eine Statistenrolle ein (er ist eher der geheimnisvolle Unsichtbare) … zumindest bis kurz vor Beitragsende, dann haut er noch einmal so richtig in die Vollen! Versprochen!

Zuerst soll es aber um ein paar andere Dinge gehen … „But now for something completely different ..“, wie es bei Monty Python so schön heißt. Wer meine letzten Bautätigkeiten verfolgt hat, hat auch gemerkt, dass da immer irgendwelches Klumpat (Österreichisch für „Gerümpel“) um die Gebäude herumsteht oder -liegt. Das musste wieder sein … gehört einfach mit dazu … Ehrensache also!

Bild 1: Es geht schon wieder los … mit Fässern …

Wir fangen einfach wieder da an, wo wir letztes Mal aufgehört haben. Das hat ja beim letzten Mal schon super funktioniert.

So sind also noch zwei Fässer entstanden – so, wie beim letzten Mal beschrieben. Mir ist dann nur ein- und aufgefallen, dass man den Fassboden auch gerne aus dickerem PS herstellen kann, wenn man seine Dicke nicht hinterher irgendwie sehen kann. Das erleichtert das Zusammenkleben doch erheblich und man flucht etwas weniger dabei …

Ein Fass – es ist noch halbwegs intakt – hat schon eine Aufgabe bekommen. Hier sind ein paar Holzreste drinnen gelandet …

Bild 2: Holz vor der Hütte kann man nie genug haben 😆

… welche beim Holzhacken übriggeblieben sind (um den Satz von oben zu vollenden). Kein großes Mirakel … das Brennholz ist aus abgeschnittenen und passig zusammengeklebten Stücken von im Herbst gesammelter Goldrute (meine ich zumindest … kein DNA-Test vorliegend). Die nette Axt findet sich übrigens zusammen mit ebenso netten Sägegeschwistern, Benzinkanistern  und leider viel zu modernen Motorsägen in einem Set von Busch.

Bild 3: Die Baustahlmatten sind wohl irgendwo vom Lkw gefallen?

Baustahlmatten selber bauen ist wohl schon länger bekannt … oder? Das sind Stücke von Insektenschutzgittern – so ein Gitter kann man entweder so in verschiedenen Größen kaufen, oder man hat (ist üblicherweise so) Reste, wenn man einen Bausatz für ein Fenster oder eine Tür kauft. Ein wenig Rostfarbe und hier – weil es irgendwie immer noch so plastikhaft gewirkt hat – etwas Braun. Fertig!

Bild 4: Eine leere und eine – halbwegs – volle Palette

Von diversen Herstellern gibt es Paletten. Ich meine, die im Bild 4 sind von Herpa. Wenn man die etwas mit Nadel und Messer bearbeitet und dann färbt, sehen sie richtig gut alt aus. So eine leere Palette lehnt gerne mal an einer Wand … der vollgeladenen gönnen wir das Chillen in lässiger Haltung nicht wirklich, hier liegen noch ein paar Backsteine bereit und etwas, was wohl zu einer Kreissäge gehört … man weiß es nicht so genau.

Ganz genau weiß man aber hoffentlich noch, was ich schon öfter schrieb: Immer überlegen, ehe man etwas wegwirft! Das Zahnradteil stammt aus einer defekten Armbanduhr, die mühsamst in Kleinteile zerlegt wurde …

Bild 5: Verpackungskunst?

Im Bild 5 sieht man ein … ich weiß es nicht. Bauholz vielleicht? Unter der Plane befindet sich ein hingeschnitzes Reststück Styrodur und eine dünne „Bodenplatte“ aus PS. Sonst nix … Damit der Wind die Plane nicht wegweht, sind noch ein paar Steine darauf verteilt. Und auch fertig …

Bild 6: Nochmal Verpackungskunst

Irgendwann kurz nach dem Krieg – so sagt man – hat der alte Bayer mit einem amerikanischen Soldaten irgendwas ausgehandelt. Weiß man halt auch nicht so genau … man munkelt halt. Jedenfalls hat er seitdem einen alten „Amischlitten“ am Grund herumstehen gehabt. Ganz fit ist der inzwischen nicht mehr … angeblich war er das aber auch vorher nie. Und der alte Bayer ist nie dazu gekommen, das Ding fahrtüchtig zu machen.

Der Wagen ist auf Steine aufgebockt, ein Stück Plane drüber und die mit Seilen befestigt … da wollte der alte Bayer dann doch nicht Steine drauflegen!

Bild 7: Nun wird’s aber interessant …

Was das Teil in Bild 7 darstellt? Nun ja … eine Treppe … eine alte Treppe. War klar, oder? Wozu die gut ist?

Na, dazu kommen wir etwas später …

Bild 8: Sehr unspektakulär!

Jetzt drängt sich doch der Bayerhof mit aller Macht in’s Bild … dem passt das mit der Statistenrolle nicht so ganz.

Naja … die Rückseite habe ich erstens noch nie gezeigt (ist jetzt auch nicht sooo spannend, oder?) und zweitens jetzt auch mal eingefärbt.

Selbiges ist genau so passiert, wie ich es auch sonst bei meinen Häusern mache: Mit Heki-Betonfarbe eine graue, putzartige Farbe drauf … sonst nichts. Das ist angenommenermaßen einfach die „Schnittfläche“, mit der der Hof dann an der Modulkante steht.

Bild 9

Bild 10

Bild 11

Die letzten drei Bilder (9 bis 11) zeigen nun quasi den „Serviervorschlag“. Einfach die ganzen Kleinteile irgendwie an den und um den Bayerhof gruppiert, so wie ich das im Hinterkopf hatte, als ich alles gebaut habe. Dazu gibt’s noch ein kleines Töpfchen mit „Holzspänen“, die man dann fröhlich um den Holzstoß und den Hackklotz drapieren und mit Klebstoff (etwa „MOWI“) fixieren kann.

Und die drei Bilder zeigen auch, wozu die Treppe gedacht ist … der alte Bayer ist ja nicht dumm! Irgendwie muss man ja an den Tank herankommen (und wenn unter der Treppe noch etwas Landschaft ist, die die 3mm vom Bayerhoffundamant ausgleicht, dann passt es auch von der Höhe)!

Was die Bilder nicht zeigen: Der rechte, hözerne Anbau des Hofes hat einen recht weiten Dachüberstand. Hier sind an der Unterseite noch die dazugehörigen Sparren dazugekommen … wenn doch mal wer aus einem ganz ungünstigen Winkel schaut.

Bei den beiden anderen Dächern gibt es die nicht … der Dachüberstand ist zu klein und man kann da eigentlich nicht wirklich so hinschauen, dass man sie vermissen würde.

So … wenn noch irgendwem irgendwas auffällt, was fehlt oder anders aussehen sollte, möge das jetzt vorbringen. Oder für immer schweigen! 😉

Nun wird alles eingepackt und am kommenden Wochenende ausgeliefert. Vielleicht gibt es dann in einiger Zeit mal Fotos, wo man den Hof in seinem „natürlichen Lebensraum“ sehen kann.

Was’n das?

Es gibt ja heutzutage im Fernsehen viele Ratesendung, bei denen die Kandidaten die abenteuerlichsten Dinge erraten müssen … normale Menschen wissen sowas eigentlich nie und auch die – meist prominenten – Kandidaten raten eher oder versuchen sich mit abenteuerlichen Ideen zur richtigen Lösung zu hangeln.

Modellbahner – oder allgemein -bauer – sind da ähnlich aber zäumen den Gaul irgendwie von hinten auf!

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber wenn ich irgendwo in einem Geschäft unterwegs bin oder mir was in die Hand gedrückt wird, dann arbeitet es irgendwo tief im Hinterkopf: Was kann man daraus basteln? Oder … um einen „knackigen Titel“ für unsere Raterei zu bekommen: „Was’n das?“

Irgendwann kennen einen die lieben Mitmenschen und führen einen ganz bewusst in solche Situationen … das beginnt dann meist mit einem „Ich habe da neulich was gefunden, da musste ich an Dich denken …“. Oder so ähnlich.

Am ehesten kommt sowas immer von meiner besseren Hälfte! Klar … die kennt mich doch recht gut und meine Gedankengänge. So kam ich gestern an ein „Objekt“, das meine grauen Zellen und meine Phantasie – das ist seit einem zwangsweisen Theaterbesuch vor einigen Jahren eine kleine Fee in einem viel zu durchsichtigen Kleidchen, mit langen Wuschellocken und lustigen Flügelchen auf dem Rücken … aber das ist wohl ein anderes Thema – seitdem sehr stark beansprucht.

Mir ist schon arg viel eingefallen … aber irgendwie nichts unter den Randbedingungen, die die Schönauer Schleppbahn und deren Umgebung vorgeben: So um 1960 herum, Ost-Österreich … hmmmm …

Bisher bin ich schon bei Mondrakete und Atomreaktor gelandet, aber das passt halt nicht so wirklich! Und insofern belästige ich Dich, lieber Leser, mit diesem Thema. Vielleicht fällt Dir ja noch etwas ein? Oder die ganze Schreiberei hier inspiriert Dich dazu, ein waches Auge auf solche Mondraketenreaktorkuppeln zu haben … wobei mit einer „Kuppel“ – vielleicht für eine kleine aber schicke Kapelle? – jetzt doch noch die kleine, leicht bekleidete Fee eine etwas passendere Idee vorbeigebracht hat …

Bild 1: Da ist es … das fragliche „Objekt“

Bild 1 zeigt es nun … das Ding … Teil … Objekt … man sollte ja auch wissen, wie es aussieht und wie groß es in etwa ist (der alte Bayer hat extra seine Fässer und anderen Kram hinter dem Haus weggeräumt, damit da Platz ist für … na … es eben).

Der Bayerhof (12)

Beginnen wir das neue Jahr doch so, wie wir das alte beendet haben … mit einem Fass 😉  Da  gefragt wurde, wie denn genau das Fass aus dem letzten Beitrag zustande gekommen ist, haben die Bewohner des Bayerhofs keine Kosten und Mühen gescheut, gleich noch ein Fass aufzumachen … und dabei schauen wir ganz genau zu.

Vorweg ein paar Dinge dazu:

  • Das ist jetzt – grob geschätzt – mein viertes Fass. Ich habe weitaus weniger geflucht als bei den dreien vorher, aber ich denke, es geht noch immer besser.
  • Es ist alles wieder so ziemlich geklaut … Ok, man kann die Techniken, um ein Fass zu bauen, hier und da auf die eine oder andere Art im Web finden, aber ich habe mich ganz eindeutig an Emmanuel Nouaillier und seine Beschreibung in „Perfekt bis ins Detail“ gehalten.
  • Die Fotos sind jetzt in einer Bastelsession hintereinander weg „geschossen“. Große Bearbeitungen usw. habe ich mir erspart. Aber ich denke, man erkennt, was gemeint ist.

Zu guter Letzt genug der Worte … und analog zum alten Werbespruch „Lasst Blumen sprechen …“ beginnen wir mit einem „Lasst Bleche scheppern …“!

Bild 1: Ausgangspunkt ist – TADAA! – ein Stück Cinefoil (es geht natürlich auch anderes Material mit ähnlichen Eigenschaften, etwa dickere Alufolie) … die Breite ergibt sich aus dem Umfang des Fassbodens (wir erinnern uns: Der Umfang eines Kreises ist sein Durchmesser multipliziert mit der Kreiszahl π … da wir ein wenig Überlappung brauchen, um das Cinefoil zuzukleben, nehmen wir statt π einfach 3,14 und geben zum Ergebnis 0,5 bis 1mm dazu … da braucht’s ein wenig Übung und es hängt vom Material ab), die Höhe klarerweise von der gewünschten Höhe des Fasses

Bild 2: Entlang eines Lineals o.ä. und auf einer Schneidematte oder einer ähnlichen Unterlage, die ein wenig nachgibt, graviert man vorsichtig Wülste in das Fass (wenn es Wülste haben soll) … die Nadel im Bild zweimal sehr flach und recht sanft über das Cinefoil gezogen reicht da … bei anderen Werkzeugen habe ich dann Einzelteile in der Hand gehabt

Bild 3: Im Beispiel sind so zwei Wülste an einem Ende entstanden … man streicht ggf. das Cinefoil mit dem Finger vorsichtig wieder etwas glatt

Bild 4: Nach den Wülsten am anderen Ende des Fasses sucht man sich einen runden Gegenstand, der den gleichen Durchmesser wie der Fassboden hat … oder lieber ein klein wenig größer (ich habe den Fassboden mit einem 5,5mm Locheisen erstellt, das Locheisen im Bild hat einen Außendurchmesser von 6mm) … jedenfalls wickelt man das Blech nun darum

Bild 5: Das „gewickelte Blech“ sieht dann so aus … und links ist ein Fassboden zu sehen (ich weiß, sieht fast aus wie die Farbklekse rechts)

Bild 6: An ein unteres Ende vom Cinefoil gibt man nun ein wenig Sekundenkleber-Gel und bringt es vorsichtig an den Boden an – klebt das erste Stück, dann kommt Kleber an den Rest und man zieht und wickelt vorsichtig das ganze Blech um den Boden … am Ende sollte es eine kleine „Blechüberlappung“ geben, an die man von Innen etwas flüssigen Sekundenkleber gibt

Bild 7: Wer es ganz richtig macht, grundiert jetzt wohl mal … ich habe einfach zwei dünne Farbschichten auf das Cinefoil gepinselt

Bild 8: Und noch ein wenig … weil’s so schön war!

Bild 9: So weit, so Fass! Wenn das Fass später stehen soll – man sieht dann klarerweise die Unterseite des Bodens nicht – ist man mit der Farbgebung soweit mal fertig

Bild 10: Wenn der Boden des Fasses später zu sehen sein soll, muss er natürlich auch noch eine Farbschicht bekommen – zugleich ist hier am Fass wohl mal eine Auslauföffnung o.ä. gewesen … in diesem Fall aus einer kleinen Laser Cut-Mutter

Bild 11: Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, welche Farbe wohl so ein Fass innen hat … das liegt sicher am Material, am Alter, am (früheren) Inhalt – das Mattschwarz des Cinefoil ist jedenfalls mal eine recht konservative Sache, die hier noch mit etwas heller Rostfarbe überpinselt wird (das Fass liegt angenommenermaßen schon länger kaputt herum) – wenn man später in das Fass hineinschauen kann bis zum Boden, sollte man zusehen, dass der nicht mehr nach schneeweißem Polystyrol aussieht

Bild 12: Jetzt kommt der spaßige Teil: Agressionsabbau! 😆  … mit Zahnarztwerkzeug, Pinselstiel, Pinzette, … bringt man das Fass in Form … oder aus der Form … ganz, wie man das so sieht …

Bild 13: Schon beim Verbeulen sollte man sich überlegen, wie das Fass später mal liegen wird und was man dann davon sieht … diese Stellen werden gealtert (hellere Rostfarbe, stark verdünnt) und auch die Auslauföffnung bekommt nun rostige Farbe ab

Bild 14: Im nächsten Schritt habe ich noch helle „Rostpigmente“ und etwas braunen „Staub“ feucht aufgetupft

Bild 15: Jetzt kommt noch etwas Graphit zum Einsatz … wo das Fass vielleicht noch gerollt oder über den Boden gezogen wurde, sieht man eventuell noch etwas „Metallglanz“

Bild 16: Nun mit – kaum wahrnehmbaren – Graphit an der Kante zum Boden sowie an den umlaufenden, gravierten Wülsten

Bild 17: Und so steht es auch schon fertig mit dem gestern aufgemachten Fass vor dem Bayerhof (das Fass von gestern habe ich nicht ganz so stark und ausführlich gealtert – ich gestehe)

Der Bayerhof (11)

Wenn man am Silvestervormittag am Blog schreibt, von draußen die Sonne hereinlacht und die Temperaturen geradezu frühlingshaft angestiegen sind, denkt man eher nicht an schlechtes Winterwetter. Glücklicherweise tun das andere für einen … so sind beim Bayerhof die Spengler angekommen, haben die Regenrinne montiert und haben brav weitergearbeitet …

Bild 1: Montierte Regenrinne mit provisorisch zusammen gestellten Fallrohr

Die Regenrinne wird so an die Dachkante montiert, dass der mühsam „drangepfriemelte“ 0,3mm-Draht an der Außenkante ist – das will man ja auch sehen! Anschließend kommt wieder graue Farbe und etwas weißes Pigment zum Einsatz.

In die Rinne läßt man feucht in feucht dreckig-braune und etwas grüne Pigmente laufen … über den Sommer sammelt sich halt der eine oder andere Dreck.

Dann braucht’s natürlich noch ein Fallrohr … das Regenwasser muss ja irgendwohin abfließen. Selbiges – also: das Fallrohr natürlich – ist aus 1mm Messingdraht zurechtgebogen. Wo es in den Erdboden verschwindet, sieht man öfter gusseisere „Einläufe“, die man super aus Aderendhülsen mit passendem Innendurchmesser herstellen kann.

Bild 1 zeigt, dass man speziell beim Fallrohr mit den korrekten Abständen von Wand und Regenrinne immer etwas herumbiegen und probieren muss, bis es denn dann passt.

Bild 2: Wenn alles passt, dass wird das Fallrohr an der Wand befestigt

Passt endlich alles zusammen, bekommen das Fallrohr und der „Einlauf“ auch noch ihre Farben und werden an der Wand befestigt.

Aus Cinefoil schneidet man dann dünne Streifchen zu, in die man rechts und links am Ende noch mit einer spitzen Nadel die Nachbildung einer Schraube o.ä. drücken kann. Damit stellt man die Schellen dar, mit denen das Fallrohr an der Wand befestigt ist.

Auch hier erfolgt nach der Montage dann eine Farbgebung – hier sind die Schellen schon angerostet und die Schraubköpfe mit hellerem Rost – bzw. hinterher etwas Graphit – betont. Wenn man sich schon die Mühe macht, sie darzustellen …

Bild 3: Auch die weiteren Gebäudeteile erhalten Regenrinnen …

Auch an den Anbauten rechts entstehen nun die Regenrinnen. Beim schmalen Anbau mit Schornstein genau wie bei der Scheune, beim Holz-Anbau habe ich mich nochmal an Regenrinnen von Igra versucht.

Die sind sehr fein … und daher eigentlich unverändert montiert. Sie wie die Rinnen von Auhagen zu bearbeiten, habe ich ganz schnell wieder verworfen (auch bei diesem zweiten Versuch). Das Material ist irgendwie hartnäckig flexibel und biegt sich gerne, was auch die Montage erschwert, wenn die Dachrinne schon leicht gebogen aus der Verpackung kommt.

Bild 4: … und Fallrohre

Die Farbgebung klappt immerhin, wenn auch hier die Igra-Rinne etwas mehr Vorsicht und Nacharbeit benötigt.

Die Rinnen an beiden Anbauten teilen sich ein Fallrohr – angenommenermaßen hat man beim Bau des hölzernen Gebäudeteils einfach den Abfluß an das bereits existierende Fallrohr angeschlossen … der gemauerte Anbau hat keine so große Dachfläche, als dass hier Unmengen an Regenwasser abfließen müssten.

Im Modell ist das eine ziemliche Frickelei. Bei größeren Bauten kann man da am „Zusammanfluß“ irgendwie aufwendigere Konstruktionen erklären und findet ggf. passende Polystyrolteile (etwa aus Spritzlingsrahmen), in die man passende Löcher zur Aufnahme der Fallrohre bohren kann. Hier ist das Ganze „handgeschnitzt“, wie es wohl auch real passiert wäre …

Mit etwas Farbe und einer Alterung schaut es aber für solche Anbauten recht passend aus, denke ich.

Bild 5: Der Tank hat sein Anschlussrohr wiedergefunden und die Elektriker waren da

Irgendwann habe ich dann auch endlich das schon gebogene Anschlussrohr des Tanks wiedergefunden … also schnell Tank auf Fundament und Rohr an Tank montiert!

Hier und da – etwa an den Füßen des Tanks oder an besagtem Rohr – kommt nochmal etwas Rost und Dreck dazu … da wird bis zum Bauende sicher noch hier und da der Pinsel geschwungen.

Nebenbei haben die Eletriker – oder irgendwer im Pfusch … wer weiß das schon so genau? – ein paar Leitungen verlegt. Die dickeren sind aus 0,3mm Messingdraht, die dünneren aus dem Spulendraht eines kaputten Relais. Abzweigdosen und Kästen entstehen aus zurechtgeschnitzten PS-Teilen oder diversen Resten (die Kästen links oberhalb des Tors sind aus einem Set von Auhagen, in dem E-Kästen enthalten sind, entstanden).

Und wer die Elektrik abenteuerlich findet: Gerade, als ich begonnen hatte, diesen Beitrag zu schreiben, ist hier mal wieder der Strom ausgefallen. Nach etwas über einer Stunde war er dann wieder da … um nur Sekunden später für etwa eine halbe Stunde wieder zu verschwinden …

Bild 6: Pünktlich zu Silvester machen die Bauarbeiter ein Fass auf! 😆

Tja … das ist jetzt wohl der letzte Beitrag … also … für dieses Jahr. Irgendwer hat am Bayerhof schon ein Fass aufgemacht … und einfach mal stehen lassen. Mit diesem – der dritte, von Flüchen begleitete Versuch, ein solches Fass selber zu bauen – wünsche ich allen Lesern, die bis hier durchgehalten haben mal einen guten Rutsch … bis nächstes Jahr dann!

Der Bayerhof (10)

Irgendwie ist die Adventszeit – jedenfalls je näher Weihnachten kommt – modellbahnerisch eher unproduktiv. Finde ich jetzt. Da gibt es immer viele andere Dinge zu organisieren, vorzubereiten, Weihnachtsmärkte zu besuchen, Punsch zu kosten … und man will ja den vorweihnachtlichen Familienfrieden auch nicht übermäßig torpedieren 😉

Ok … ist jetzt eine Ausrede … naja, nicht ganz. Ein anderer Punkt, warum hier länger nichts zu lesen war, ist gleich zu lesen … nur Geduld.

Zuerst sind es nur ein paar Steine, die noch über dem Tor ergänzt werden. Zieht sonst immer so …

Bild 1: Noch mal Marodität (gibt es das Wort? … nein … offensichtlich nicht – warum nur? Das fehlt im Deutschen!) … diesmal aber immerhin vor Regen geschützt

Dann fehlt natürlich noch ein Dach über der Scheune. Also mal eine Dachplatte zuschneiden, probeweise auf’s Dach legen und Platz machen für den Schornstein. An dieser Stelle (Bild 1) wirkt alles noch ruhig und friedlich … vorweihnachtlich, quasi!

Auf die Unterseite des Daches kommen an den Stellen, wo man es sehen kann, wieder entsprechende Bretter – diesmal aus dünnem PS geritzt und druntergeklebt. Die weitere Behandlung ist klar … wie Holz soll es wieder aussehen. Anschließend kommen noch Stirnbretter an den Ortgang (links und rechts auf Bild 2 – pures PS – und 3 – dort schon in Holzoptik – also).

Bild 2: Und da ist er auch schon … der Speckschwartenglanz!

Nachdem die Spengler wieder mit drei Stücken Cinefoil herumgeblecht haben (rund um den Schornstein), bekommt das Dach eine erste Grundierung mit einer ziegelroten Farbe.

Und dann noch eine.

Und wie man in Bild 2 erahnt … bringt das nicht wirklich etwas. Ich bin mir nicht ganz sicher, wer der Hersteller dieser Dachplatte ist, aber sie glänzt trotz der Farbe irgendwie immer noch ein wenig wie eine Speckschwarte. Das ist natürlich blöd … und es kostet Zeit, das zu ändern.

Bild 3: Andersfarbige Ziegel … leider immer noch auf Speckschwarte

Zuerst mache ich mir noch die Mühe, einige Ziegel in etwas anderen Farben anzumalen. Lustigerweise scheinen die Farben dann besser zu decken … und das Dach glänzt an den Stellen nicht mehr so arg. Eigentlich glänzt es dort gar nicht mehr.

Die Hoffnung, mit einem matten „Washing“ das Ganze etwas ansehlicher zu bekommen, scheitern leider …

Bild 4: Speckschwarte in Öl?

Immerhin bekommen die Bleche am Schornstein in bekannter Technik das Aussehen von Zinkblech … immerhin etwas, was funktioniert.

Aber Speckschwarte bleibt Speckschwarte … das geht gar nicht! Also kommen „radikalere Mittel“ zum Zuge …

Bild 5: „Entspecktes“ Dach … na endlich!

Ziegelrot gibt es natürlich auch als Pigent … dazu noch ein paar andere, passende Farben … und plötzlich ist der Glanz fast weg. Das Dach schaut endlich aus wie ein Dach!

Ganz zum Schluß kommen hier und da noch mit grünen Pigmenten ein paar Spuren von Moos dazu … aber hier sollte man nicht übertreiben, wenn das Haus nicht unter vielen, großen Bäumen steht.

Die Pigmente werden wieder feucht aufgebracht und nach dem Trocknen mit einem Borstenpinsel vorsichtig von oben nach unten „abgestrichen“. Damit verschwinden lose Pigmente und das ganze Dach wirkt etwas „fließender“ von den Farben.

Und es ist nun endlich nicht mehr speckig, hurra! Der Weihnachtsfriede bricht an!

Bild 6: Irgendwie muss das Regenwasser dann kontrolliert vom Dach laufen können

Als nächstes arbeiten die Spengler an den Dachrinnen. Hier habe ich alles von Emmanuel Nouaillier abgeschaut … das Ergebniss passt in meinen Augen, also mache ich es so.

In aller Kürze: Die Dachrinne in Bild 6 begann ihr Leben in einem Dachrinnenset von Auhagen. Passend abgelängt und dem noch verbleibenden stirnseitigen Abschluss beraubt, schneidet man zuerst mal mit einem scharfen Messer die auf einer Seite angeformte „Klebelatte“ weg (gemeint ist, dass hier die Kante der Rinne sehr breit ist, damit man sie leichter am Dach ankleben kann … naja … leicht kann doch jeder 😀 ).

Im nächsten Schritt widmet man sich mit feinem Schmirgelpapier der Unterseite und schleift die angegossenen Halterungen weg … bis man zu einer schönen, Glatten Dachrinne kommt. Wenn man mal auf der Unterseite herumwerkelt, kann man dann auch gleich das Loch für das Fallrohr durchbohren.

Dann kommt mal wieder so ein Zahnarztwerkzeug an die Reihe. Ich habe da so eines, was ein wenig an eine „Piraten-Armprotese“ erinnert … am Ende gebogen, halbwegs spitz und scharf. Damit fahre ich rechts und links in der Rinne am Rand entlang, damit etwas Material abgetragen wird und die Seiten zumindest von oben gesehen etwas „Blech-artiger“ wirken – vorher finden wir hier ja umgerechnet eine Rinne aus dicken Panzerplatten vor. Wenn man hier etwas weniger vorsichtig vorgeht oder öfter kratzt, kann es sein, dass die obere Kante der Rinne etwas zu dünn wird oder stelleweise ganz verschwindet … wirkt dann sehr nett, wenn man vom Rost angefressene, alte Dachrinnen vor Augen hat.

Aus Draht und Cinefoil kommen jetzt die Details wieder an die Rinne: Auf einer Seite (die später dem Dach abgewandte) kommt der Länge nach ein 0,3mm-Draht an die Oberkante (möglichst gerade … oder eben etwas krummer, wenn die Rinne auch schon etwas heruntergekommen sein soll). Anschließend markiert man auf der Unterseite in mehr oder weniger gleichmäßigen Abständen, wo die Dachrinne mit einer Halterung am Dach befestigt sein soll. Ich nehme nun einen 5mm breiten Streifen Cinefoil und schneide vorsichtig (drückt man zu stark oder schneidet zu schnell, biegt sich das dünne Cinefoil gerne mal spiralartig) dünne, etwa 0,5mm breite Streifen herunter (weniger wäre gut, aber das bekommt man kaum hin). Die werden nun jeweils an den Markierungen mit Sekundenkleber so auf die Unterseite der Rinne geklebt, dass sie an der Dachseite möglichst genau mit der Rinnenoberkante abschließen. An der anderen Seite – das ist die, wo der Draht angeklebt ist – stehen sie nun etwas über.

Ist der Kleber trocken, schneidet man die Streifchen ggf. auf passende Länge: Der Überstand sollte etwa 1 bis 1,5mm betragen. Ist das getan, dreht man die Rinne um und biegt die Cinefoilstreifchen um den Draht herum. Anschließend kommt etwas Sekundenkleber zum Einsatz … schon fertig.

Noch eine Warnung am Schluß: Das ist etwas für gaaanz ruhige Minuten!

Fehlen noch die stirnseiten Abschlüsse der Rinne. Hatte ich erst versucht, mit einem Locheisen passenden Durchmessers einen Kreis aus Cinefoil zu bekommen, ihn zu halbieren und dann die Halbkreise sauber auf die Stirnseiten zu kleben, führten mich Fragen meiner Frau, warum ich so fluche und schreie, zu einer nicht ganz so eleganten, aber wohl nervenschonenderen Lösung: Zwei Quadrate aus Cinefoil – etwas größer als die Stirnseiten -, Sekundenkleber an die Stirnseiten der Regenrinne, auf das Quadrat aus Cinefoil damit, Kleber trocken lassen und mit einem Messer die Überstände abschneiden. Funktioniert!

Damit der Beitrag nicht mit einem zu tiefen Einblick in mein Seelenleben endet, hat die linke Giebelwand der Scheune noch eine Luke zum Dachboden bekommen.

Bild 7: Eine Luke zum Dachboden … damit die Giebelwand nicht so trist wirkt

Ich hatte erst überlegt, die Giebelwand mit einer schicken Werbung etwas aufzulockern. Aber wer sollte um 1960 an der Giebelwand einer maroden Scheune irgendwo im Nirgendwo (eine Straße ist auf dem Modul, auf dem der Bayerhof aufgebaut werden soll, nicht in der Nähe) für was werben?

Allerdings käme man hier wohl mit einem Anhänger recht nahe an den Giebel … und könnte so Dinge auf den Boden der Scheune laden oder von ihm herunter … wenn dort eine Luke wäre.

Eine Luke aus PS ist schnell geritzt und angemalt. Zu den Schritten für in die Jahre gekommenes Holz kommt hier noch eine letzte Schicht alter, abblätternder Farbe. Und da die Luke außen angeschlagen ist, kommt oben drüber noch ein etwas vorstehendes Blech, damit es auch wirklich nicht reinregnen kann.

Und netterweise erkennt man so nicht, dass hinter der Luke eigentlich gar keine Öfnnung in der Giebelwand ist.

Der Bayerhof (9)

So … nach etwas längerer Zeit geht’s wieder einmal in kleinen Schritten weiter!

Inzwischen ist das Wellblechdach fertig gedeckt und die Spengler kümmern sich um die Kanten zwischen Dach und Wand bzw. Schornstein (hier kommt das hochgelobte Cinefoil mal wieder zum Einsatz).

Bild 1: Ein Preiserlein lugt aus dem Tor … er möchte dem Größenvergleich dienen!

Da ich inzwischen gebeten wurde, doch mal einen Bewohner des Bayerhofes als Größenvergleich zu engagieren, hat sich bei Bild 1 einer an’s Tor gestellt.

Aber auch am benachbarten Dach mit Dachpappendeckung geht es weiter.

Bild 2: Nun klebt es … das Dachpappendach

Die Dachpappenhaut bekommt ein verdünntes Schwarz als erste Farbschicht. Ganz dünn sollte die Farbe nicht sein, aber eben auch nicht zu dick. Fleckig darf es sein, aber wenn man noch zu sehr die Kreppbandfarbe erkennen kann, war’s nicht genug. Erkennt man von der Struktur des Kreppbandes nichts mehr, war hingegen die Farbe zu dick. Ach … was erzähle ich?!

Anschließend geht man noch mit einem fast trockenen Pinsel in einem hellen Grau über das Dach. Die Unterseite bekommt in etwa die gleiche Behandlung wie die Holzwände – nur ist die Dachunterseite naturgemäß Wind und Wetter nicht ganz so stark ausgesetzt.

Bild 3: Kaum ist es fertig, rostet es auch schon …

Das frisch gedeckte Dach rostet man gleich einmal an … etwas verdünnte, dunkle Rostfarbe hilft dabei. Auch hier darf das Ergebnis wieder fleckig sein, so dass hier und da noch die graue Grundierung erahnbar ist.

Im nächsten Schritt kommt dann in etwa gleicher Verdünnung eine etwas hellere Rostfarbe dazu … auch fleckig, versteht sich.

Bild 4: Bei diesen Schritten wichtig (meine ich), dass man immer von Platte zu Platte „springt“

In die noch nasse Rostfarbe stupfe ich dann mit einem alten Pinsel Pigmente in passenden Farben … rötlicher bzw. gelblicher Rost und ein wenig Braun.

Ich achte hierbei darauf, dann ich nicht von einer Platte gleich zur Nachbarplatte gehe, sondern „springe“, damit benachbarte Platten nicht zu gleich wirken. Man soll ja erkennen, dass das Dach aus einzelnen Dachplatten besteht. Theoretisch wäre es ja auch denkbar, eine ganz neue – vielleicht gerade ausgetauschte – Wellblechplatte irgendwo dazwischen zu haben.

Bild 5: Im Unterschied zu Bild 4 sind nicht nur mehr Platten angerostet, sondern es wirkt alles matter und „überblendet“

Bild 5 zeigt das fast fertige Wellblechdach. Ist eine Platte oder sind mehrere Platten trocken, pinsele ich noch einmal von oben nach unten darüber. Das löst in der Regel noch etwas Pigment, so dass Kontraste zur Nachbarplatten doch noch etwas gemildert werden. Außerdem wird das Dach dann etwas matter.

Klarerweise sollte man auf einem solchen Dach nun nicht mehr wild mit fettigen oder nassen Fingern herumtapsen. Aber ich denke, das tut eh keiner …

Bild 6: Der Spengler war quasi nochmal da …

Nun folgen die Bleche an den Kanten – links und rechts zur jeweiligen Wand und zum Schornstein. Die werden hellgrau gefärbt.

Bild 7: Und wieder die Frage nach dem Unterschied … diesmal zu Bild 6  😀

Bei den Blechen kommen nun auch Pigmente zum Einsatz … aber weiße. Nicht zu viele werden nass (ich nutze das „Mittelchen“ von Melinda Hellmann … ganz einfach, weil es in einer Packung mit Pigmenten günstig zu bekommen war … und – wieder einmal – weil es einfach funktioniert) wieder einmal von oben nach unten auf die Bleche gepinselt. Ist alles trocken, kommt auch hier noch einmal ein „Nachkehren“ von oben nach unten.

Am rechten Anbau passiert mit den Blechen zur Wand und auf dieser – beide sind inzwischen ebenfalls aus Cinefoil entstanden – das Gleiche.

Bild 8: Ist das Dach dicht, freut sich der Bayer!

Damit sind wir auch schon wieder am Ende eines Berichtes angekommen. Ok … nicht ganz. Quasi als Entspannungsübung sind über dem neuen Sturz am Tor noch einige Steine dazugekommen. Ein paar werden es wohl noch mehr … aber auch hier setzt schon langsam wieder der übliche Verfall ein …

Bild 9: Marode Ecken, wohin man schaut …!

Der Bayerhof (8)

In kleinen Schritten geht es weiter …

Die Fugen zwischen den Ziegelsteinen werden noch etwas nachbehandelt … ganz hell wirken sie eigenntlich nur, wenn sie noch recht neu sind … schreiendes Weiß, wie man es öfter sieht, ist bei älteren Fugen also eher nicht das Wahre. Allerdings finde ich zu dunkle Fugen dann auch … sagen wir mal: kontraproduktiv. Wenn sie z.B. zwischen den hier dunkelroten Steinen nicht mehr als Fugen zu erkennen sind, bringen sie einen irgendwie nicht weiter …

Bild 1: Kleine Schritte … immerhin kann man nun „zumachen“

Inzwischen ist dann auch das Tor eingesetzt worden … nicht ohne vorher noch den dort sichtbaren Boden ein wenig  weiter zu behandeln.

Was man in Bild 1 auch erahnen kann, ist eine erste Farbschicht auf dem Schornstein – danach werden auch hier die Ritzen mit stark verdünntem Schwarz etwas hervorgehoben.

Im nächsten Schritt (da landen wir dann bei Bild 2) kommt wieder die Krankenschwester mit ihrem Tupfer zur Hilfe geeilt … Diesmal darf der Tupfer etwas kleiner sein (ich habe die, die ich bei den Wänden benutzt habe, jeweils kleiner geschnitten), damit man nicht aus Versehen zu viel Farbe auf die Wandflächen neben dem Schornstein stupft … die sind ja schon fertig und sollten eigentlich so weit wie möglich unberührt bleiben.

Der Ansatz zum Abzug wird mit Spachtelmasse als „Zementersatzstoff“ gestaltet.

Bild 2: Und noch ein „Schwarzer Kasten“

Und auch beim offenen Tor kann man natürlich gut in das Innere schauen … ein weiterer „Kasten“ aus Moosgummi schafft hier Abhilfe.

Bild 3: Der Schornstein altert …

Nach der letzten Tupfaktion gibt es auch hier wieder hier und da Risse im Putz, die noch etwas nachgearbeitet werden müssen … oder sollten.

Der Abzug des Schornsteins bekommt eine Schicht dunkler Rostfarbe, danach wird trocken mit einer helleren Farbe ein wenig „Leben“ in den Rost gebracht. Wenn man schon dabei ist, dann verdünnt man die Rostfarbe stark und zieht mit dem Pinsel „Ablaufspuren“ hier und da (wo Wasser halt abfließen würde) am Schornstein herunter. Weniger ist hier mehr … lieber noch einmal nacharbeiten als dass gleich beim ersten Mal eine deckende „Rostsauce“ auf dem Putz klebt.

Auch am Abzug  schafft der Graphitstift an den Kanten ein wenig Metallglanz.

Bild 4: Der Dachdecker war endlich da!

Im nächsten Schritt kommen die ersten Wellblechplatten auf den Anbau. Mehr zum Wellblech habe ich schon vor einiger Zeit beim Christophorus-Hof geschrieben. Auch diesmal sind die Wellblechplatten aus Alu hellgrau grundiert, allerdings dann mit 2K-Kleber (nicht zu viel anrühren!) auf die Unterkonstruktion geklebt.

Bild 5: Kaum waren die einen Dachdecker da, kamen schon die nächsten

Für den rechte Anbau habe ich eine PS-Platte (1mm) passend zugeschnitten und an der Unterseite, wo sie an den Rändern übersteht, eine Bretterstruktur eingeritzt.

Auf der Oberseite bilden Bahnen von Kreppband Dachpappe nach. Die werden von unten nach oben, jeweils an den Rändern ein wenig überlappend aufgeklebt.

Mit einem dunklen Grau kommt hier auch eine erste Farbschicht an die Reihe … und wir sind wieder einmal beim Ende eines Berichts!

Bild 6: Das rechte Dach „liegt Probe“, links sind noch ein paar Wellblechplatten dazugekommen

Zum Abschluss und zu Bold 6 noch die Erkenntnis: Man kann mit 2K-Kleber das Dach nicht so schnell mit Wellblech decken, aber dafür hält so alles (was bei Sekundenkleber-Gel nicht wirklich der Fall war).

Na alsdann!